Bücherkoffer Nr. 22 von Perlengazelle

Bücherkoffer, Foto: © Petra Gust-Kazakos

Bücherkoffer, Foto: © Petra Gust-Kazakos

Diesmal darf ich euch den Bücherkoffer von Perlengazelle präsentieren, so nennt sich die sympathische Bloggerin „aussem Pott“, deren Blog ich schon seit geraumer Zeit folge. Auch weil ihre Vorlieben, die sie im „About“ nennt, sich mit etlichen meiner eigenen decken, beispielsweise Woody Allen, Mascha Kaléko, Siri Hustvedt, Loriot, Ruhrpott-Humor, lesen, schreiben etc. Nur eine Vorliebe teilen wir nicht: das Reisen. Deshalb packt die Perlengazelle in ihren Koffer lauter Bücher, die einem womöglich das Reisen vermiesen könnten.

„Ich verreise nicht gern. Wochen vorher werde ich schon hibbelig, schreibe ellenlange Listen, hake gewissenhaft ab, weil ich nichts vergessen möchte, weil ich auf alles vorbereitet sein will, weil es im Urlaub mindestens genauso gemütlich sein soll wie zu Hause. Und deshalb packe ich auch für jeden erdenklichen Notfall – viel zu viel, auch viel zu viele Bücher. Was weiß denn ich, wonach mir zu Mute sein wird. Wird es mir zu warm oder zu kalt? Möchte ich Anspruchsvolles oder Schmöker lesen? So viele Entscheidungen überfordern mich. Möchte lieber zu Hause bleiben, fahre nur HAL (= Herzallerliebster) zuliebe. Weil der mal raus muss. Weg von seinem Büro, das er oben im Dachgeschoss betreibt.

Bin skeptisch. Weil ich weiß, dass ich all die herrlichen Bücher nicht lesen werde. Ich weiß, was mich erwartet.

Es liegt an den Sitzgelegenheiten. Im Urlaub kann ich nicht sitzen. Die Sessel in der Unterkunft sind klein und eng, ohne Kopfstütze – man sitzt in ihnen wie in einem Schraubstock, kerzengerade, die Hände fest an den Körper gepresst. Die Füße hängen herunter und schlafen ein, will ich sie nicht höchst unfein auf den Tisch legen. Das Sofa verwandelt sich in kürzester Zeit in eine schiefe Ebene, auf der man langsam nach unten rutscht. Zudem besteht es aus Kunstleder. Man fühlt sich wie in einer Sauna. Alles klebt. Bäh.

Und der Strandkorb, der Gemütlichkeit verspricht mit seinem Fußschemelchen und ausklappbarem Tischchen, verwandelt sich in ein Folterinstrument. Die Polsterung ist notdürftig – schnell spürt man die Bretter. Ich beginne zu zappeln, herumzurutschen, bis ich entnervt mein Buch in die Tasche pfeffere und stundenlang am Strand spazieren muss. Dann hab ich Sand zwischen den Zehen. Was die Sache nicht besser macht.

Nach dem Urlaub habe ich regelmäßig Rücken und Nacken. Und ungelesene Bücher.

Also muss ich HAL überzeugen, den (nächsten) Urlaub sausen zu lassen. Und hinterlistig packe ich nur Bücher ein, die einem das Reisen gründlich vermiesen sollen.“

Perlengazelle_Marion

„David Foster Wallace berichtet in seinem Roman Schrecklich amüsant, aber in Zukunft ohne mich über die seltsame Spezies der Kreuzfahrer und des Personals. Es wimmelt von ‚blasslila Hosenanzügen, Sakkos von menstrualem Rosa, braun-violetten Trainingsanzügen und weißen Freizeitschuhen ohne Socken‘. Wer nach dem Lesen noch immer mitfahren möchte, ist selber schuld.

Letzte Welten von Steven Heighton basiert auf einem einer tatsächlichen Ereignis:  die ‚Polaris‘-Expedition des US-Militärs (1872) an den Nordpol. Durch ein Unglück im Packeis werden neunzehn Menschen vom Schiff getrennt und treiben auf einer Eisscholle gen Süden. Und was passiert, wenn Menschen unterschiedlicher Nationalität ein halbes Jahr zusammen verbringen müssen? Klar, sie meutern und errichten einen Grenzzaun mit Schlagbaum und Wache. Währenddessen schmilzt die Eisscholle immer mehr …

Für den Roman Das geraubte Leben des Waisen Jun Do recherchierte der Autor Adam Johnson mehrere Monate in Nordkorea. Die irre turbulente Geschichte des Waisen Jun Do (John Doe?), der eigentlich kein Waise ist, wie er ständig behauptet, bekommt satirische Züge, als er in geheimer Mission nach Texas reist. Tägliche Ansprachen des geliebten Führers Kim Jong Il, ständige Überwachung und Terror, brutale Arbeitslager sorgen für das nötige Lokalkolorit. Ein Traumurlaubsland.

Für den Roman Das Narrenschiff wurde Katherine Anne Porter durch eine Schiffsreise nach Europa und das Buch Narrenschiff (1494) von Sebastian Brant inspiriert. Erzählt wird von der Überfahrt des Dampfschiffes ‚Vera‘ von Veracruz, Mexiko, nach Bremerhaven im Jahre 1931. Ein zentrales Thema des Romans ist das Aufkommen des Nationalsozialismus. Unterschiedliche Kulturen und Ressentiments prallen brutal aufeinander. Nach der Fahrt darf man mit Recht sagen: Die Hölle, das sind die anderen.

Natürlich darf Moby Dick von Herman Melville nicht fehlen. Der Untergang des Walfängers Essex, ein Artikel von Jeremiah Reynolds im New Yorker Knickerbocker Magazine sowie eigene Erfahrungen auf einem Walfänger inspirierten Melville zu diesem Buch. Im Anhang dieser Ausgabe findet sich Hintergrundmaterial wie Notizen von Melville über den Schiffbruch der Essex, Tagebuchnotizen von J. Reynolds, Briefe von Melville an Sophia und Nathaniel Hawthorne, mit dem Melville befreundet war. Die Hintergründe sind wie immer das Salz in der Suppe.

Und wenn man mit dieser Welt als Reiseziel abgeschlossen hat, bleibt einem nur noch ein Ausflug in extraterrestrische Gebiete. Aber Vorsicht. Im Roman Solaris von Stanislaw Lem ist der Planet Solaris von einem gallertartigen Ozean bedeckt. Dieser kann das Objekt der geheimsten Schuld von Menschen in ihrer Psyche ausfindig zu machen und reproduzieren, in Form von sogenannten ‚Gästen‘. Diese sind sich darüber nicht bewusst, sondern glauben, die jeweilige Person zu sein und verhalten sich genau so. Im Fall des Erzählers ist es eine junge Frau, an deren Tod er sich schuldig fühlt.“

Das ist ja wirklich eine tolle Mischung, liebe Perlengazelle! Einige der Bücher kenne ich und muss dir sagen: Bei mir funktioniert das nicht, ich bin immer noch reiselustig ; ) Dir jedenfalls ganz herzlichen Dank fürs Mitmachen!

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Online nichts Neues: Zeitungsfrühstück, Folge 79

Foto: (c) Gerda Kazakou

Foto: (c) Gerda Kazakou

Wie macht man es sich gemütlich an einem verregneten Sonntagmorgen? Am besten die Kerzen an und ein ausführlichen Zeitungsfrühstück genießen. Am Zeitungsfrühstücksbüffet serviere ich euch meine Highlights aus dem Zeitmagazin und der ZEIT Nr. 36 vom 28. August 2014. Allerdings stoße ich dabei auf unerwartete Schwierigkeiten: Offenbar hat DIEZEIT seit meinem letzten Frühstück im März ihr Konzept verändert, sodass ich euch keine Links mehr zu den ZEIT-Artikeln anbieten kann. Online nichts Neues, könnte man überspitzt formulieren. Da hilft nur: Regenschirm aufspannen und auf zum nächsten Kiosk.

Mit Traditionen brechen

Traditionell habe ich das Zeitungsfrühstück immer mit der Kolumne von Harald Martenstein begonnen, diesmal macht er sich Gedanken „Über ungerecht verteilte Intelligenz“ und wundert sich darüber, dass in der Oberstufe statt Goethe Brecht gelesen wird. Brecht sei „näher an der Lebenswirklichkeit der Schüler“. Mein Lieblingssatz aus seiner Kolumne: „Ich dachte immer, bei ‚Bildung‘ gehe es darum, den Horizont der Schüler zu erweitern, nicht darum, ihren Horizont widerzuspiegeln.“ Leider muss ich bei dieser traditionellen Eröffnung mit der Tradition des passenden Links brechen.

Im Bett mit Havis Amanda

Im Reiseteil konnte ich euch schon bei früheren Zeitungsfrühstücks selten die passenden Links zum Online-Artikel anbieten, daran ändert sich auch beim neuen Online-Konzept nichts. Dennoch der Hinweis auf den interessanten Artikel „Bettgeflüster mit Nixe“ von Jessica Braun über den Künstler Tatzu Nishi, der um das berühmte Wahrzeichen Helsinkis, die Brunnenfigur Havis Amanda, herum ein Hotelzimmer errichtet hat. Der japanische Künstler nämlich ist fasziniert von den vielen Statuen, Denkmälern großer Denker, Herrscher etc., in Europa, die es so in Japan nicht gibt, und bedauert, dass diese Kunstwerke von den Passanten oft gar nicht mehr als solche wahrgenommen werden. Die Autorin des Artikels hat eine Nacht mit der Havis Amanda, auch Manta genannt, im temporären „Hotel Manta“ verbracht. Mehr zu diesem Projekt lest ihr hier.

Marina Abramović: Aus der Zeit rutschen

Ganz besonders bedaure ich, dass Hanno Rauterbergs Artikel „Vom Brüllen zum Schweigen“ über die großartige serbische Performance-Künstlerin Marina Abramović nicht online ist. Er berichtet darin unter anderem von ihrer letzten Performance „512 Hours“ in der Serpentine Gallery im Hyde Park. Das Museum selbst war ganz leer, die Besucher, die von der Künstlerin per Handschlag begrüßt und verabschiedet wurden, sollten ihre Mobiltelefone, Uhren und Kameras am Eingang abgeben und konnten so selbst Teil einer Performance werden, bei der es um die entlastende Erfahrung der Zeitlosigkeit, der Leere ging. Klingt unheimlich interessant! Auf Englisch könnt ihr in einem Artikel im Guardian darüber lesen.

Mein Liebster und ich hatten das Glück, sie vor vier Jahren Im MoMA bei ihrer Performance „The Artist is Present“ zu erleben, eines meiner intensivsten Erlebnisse mit Performances, von denen ich eigentlich kein großer Fan bin. Mehr dazu in einem Artikel der Art.

Renaissance des weißen T-Shirts?

Moritz von Uslar schreibt in seinem Beitrag „Eine Erholung“ über das neue, häufige Auftauchen weißer T-Shirts und sinniert über Interpretationsmöglichkeiten dieser Erscheinung. Mir persönlich ist das relativ schnurz, zumal ich euch auch hier keinen Link anbieten kann. Ich erwähne das eigentlich nur, um ein Foto von Stephan Porombka mit einem weißen, beschrifteten T-Shirt unterzubringen. Denn ich habe gar keine weißen T-Shirts, aber dieses hier würde ich eventuell auch anziehen.

Foto: © Stephan Porombka

Foto: © Stephan Porombka

So, liebe ZEIT, früher konnte ich immer auf eure Artikel verweisen, nun verweise ich auf die anderer Online-Zeitungen – ist das jetzt besser?

Euch, meinen lieben Bloggästen, wünsche ich noch einen gemütlichen Sonntag!

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Agnes

Schnell gelesen sind sie, die etwa 150 Seiten über Agnes, so der Titel des 1998 erschienenen Romandebüts von Peter Stamm. Aber sie wirken nach. Einfach geschrieben und sehr raffiniert gemacht: vordergründig ist es die Geschichte einer gescheiterten Beziehung. Doch es geht um viel mehr: um das Schreiben, um Fiktion und Realität und ihre Verstrickungen, um Freiheit, Leben, Tod und Unsterblichkeit.

„Agnes ist tot. Eine Geschichte hat sie getötet.“ Mit diesen Worten beginnt der namenlos bleibende Erzähler seine Geschichte. Er ist um die 40, Schweizer, der gerade in Chicago lebt und an einem Sachbuch über amerikanische Luxuseisenbahnwagen schreibt. Um zu recherchieren, geht er in die Bibliothek. Hier trifft er Agnes zum ersten Mal. Auch sie schreibt, an ihrer Dissertation. Agnes ist 25, Physikerin, von ihren Eltern und ihrer Kindheit erfahren wir wenig. Vor allem Zurückweisung, Einsamkeit, Kälte und Unverstandensein sind die Themen, die mir bei Agnes als Kind und Jugendlicher aufgefallen sind.

Sie beginnen eine Beziehung. Agnes fragt ihn, ob er schon etwas anderes als Sachbücher geschrieben habe. Ja, hat er, Kurzgeschichten, die sich kaum verkauft haben. Seither hat er es nicht mehr versucht, geglaubt, dass er es nie geschafft habe, seine Stoffe zu beherrschen. Eine Art gattungsbezogene Schreibblockade. Agnes hat selbst versucht, etwas zu schreiben, und will, dass er es liest und beurteilt. Ein Absatz nur, lauter kurze Sätze, eine fast unheimliche Szene über Fremdheit, die Angst, sich selbst in einem anderen zu verlieren, in einem, der bei ihr ist, ihr nahe ist, ohne sie zu berühren, ohne zu sprechen, den sie verlassen wird, verfremdet schon. Der Text gefällt ihm nicht. Dennoch ist der Absatz, den Agnes geschrieben hat, wichtig für die Geschichte über Agnes, für ihr Ende. Denn es wird eine Geschichte vom Erzähler über Agnes geben, sie wünscht sich das von ihm und er wird ihr diesen Wunsch erfüllen. „Be careful what you wish for!” denkt man schon hier.

Zunächst läuft alles ganz gut, die beiden sind zufrieden – das klingt nicht nach wilder Leidenschaft, aber es klingt auch nicht schlecht. Sie lieben sich, machen Ausflüge, die Agnes-Geschichte, an der er schreibt, macht ihnen beiden Spaß. Noch ist es ein Gemeinschaftsprojekt mit dokumentarischem Charakter. Die echte Agnes darf eingreifen, wenn er etwas über sie schreibt, was ihr nicht gefällt. Dabei wollte sie eigentlich über die Geschichte herausfinden, was er von ihr hält. Fühlt sie sich unverstanden? Oder sieht er sie, ohne sie zu erkennen? Das jedenfalls passiert ihm bei einem Ausflug: Sie sieht für ihn auf einmal fremd aus und doch behauptet er später, er fühle sich ihr nahe. Solche Widersprüche tauchen häufig im Roman auf und geben lange über die Lektüre hinaus Nachdenkstoff.

Irgendwann hat seine Geschichte die Gegenwart erreicht und nun wird die Figur Agnes immer mehr zu seinem Geschöpf. Seine Gefühle für die wirkliche Agnes haben das Schreiben abseits der Sachthemen wieder in Gang gesetzt. Jetzt könnte die wirkliche schriftstellerische Arbeit beginnen. Er könnte eine Zukunft für sie erfinden, ihre Liebe, ihre Beziehung praktisch schon festschreiben – fraglich wäre, ob die Realität dann nur noch versucht, einer Geschichte hinterher zu leben. Und ob das erstrebenswert wäre.

Es gibt viele Fragen, viele Vielleichts, die dieser kurze Roman aufwirft.

Der Tod ist ein ständiges Thema, mal explizit, mal unterschwellig. Ihre Vorstellungen von einem Leben danach, ob es sinnvoll wäre, Spuren zu hinterlassen oder ob man vielleicht in der Natur aufgehen sollte wie in einem dieser Wälder, durch die sie wandern. Hier stoßen sie auf eine längst verlassene Ansiedlung. Die Natur ist dabei, sich wieder zurück zu holen, was die Menschen bearbeitet und geschaffen haben.

Sie sprechen über Literatur, auf den Einfluss, den sie haben kann. Die Figuren aus Büchern seien früher ihre Freunde gewesen, sagt Agnes. Nach der Lektüre von Siddharta habe sie eine Stunde lang barfuß im Schnee gestanden, um ihre Gefühle abzutöten. Das misslang, immerhin hatte sie eine Zeitlang kein Gefühl mehr in ihren Füßen.

Es könnte immer so weitergehen mit den beiden, doch es geht etwas schneller voran, als dem Erzähler lieb ist: Agnes wird schwanger, er will das Kind nicht, sie verlässt ihn. Er bereut seine Entscheidung, doch nicht genug, um sie wieder zurückzuholen, um sie zu kämpfen. Er lernt eine andere Frau kennen, unkompliziert, sehr explizit, ganz anders als Agnes. Eine neue Möglichkeit?

Agnes verliert das Kind und kehrt zu ihm zurück. Aber es funktioniert nicht mehr mit ihnen. Sie kann den Verlust des Kindes nicht verwinden, er weiß nicht, wie er damit umgehen soll. Er versucht es mit der Geschichte, schreibt ihr Leben mit dem Kind, das gestorben ist, weiter, als sei es geboren worden. Eine Art therapeutisches Schreiben, das nicht funktioniert. Aber das Schreiben hat ihn gepackt, er will „Agnes“ beenden und entwirft zwei Enden für die Geschichte. Eines davon wird nicht nur seine Geschichte beenden.

Mir gefiel die Idee sehr gut, nicht einfach nur ein postmodernes Spielchen um Literatur und Realität, sondern eben auch die Geschichte einer gescheiterten Beziehung, bei der zwei Menschen einander nicht die wirklich wichtigen Dinge sagen können, nur andeuten, die Kommunikation immer brüchiger wird und sie nicht zusammenhalten kann. Unverständnis, Missverständnisse auf beiden Seiten. Überheizt ist der Lesesaal, in dem sich die beiden kennenlernen, kalt ist die Stadt, in der sie leben, kühl und unpersönlich die Orte, an denen ihr Leben stattfindet – die öffentliche Bibliothek, ein Coffee Shop, seine Wohnung im Wolkenkratzer, die gleichförmigen, gleichmütigen Wälder. Immer kälter wird es im Laufe ihrer Beziehung. Immer kälter auch Agnes, sie friert, einmal wird sie richtig krank. Da hat sie schon das Kind verloren und ist wieder zu dem Erzähler zurückgekehrt, doch er kann ihr nicht helfen, ihr nicht die Wärme geben, die sie braucht, um mit ihrem Leben weiterzumachen und über den Tod des Kindes hinwegzukommen. Auch die Literatur, seine Geschichte, kann ihr nicht helfen. Doch sie zeigt – oder bestätigt? – ihr einen Ausweg.

Hat die Fiktion Agnes besiegt? Hat der Erzähler Agnes getötet, die echte wie die fiktive? Oder hat am Ende Agnes gesiegt, die Spuren hinterlassen wollte und nun durch die Literatur Unsterblichkeit erlangt hat? Vielleicht ist sie ja gar nicht gestorben, sondern einfach nur weggegangen, wie in ihrer winzigkurzen Geschichte, weggegangen, weil sie sich nicht im anderen verlieren wollte? Ich finde den Roman jedenfalls sehr interessant!

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Der maritime Rabe

RabenturmDie Nummer 39 des Literaturmagazins Der Rabe dreht sich um allerley maritime Themen. Wer nun aber ein Loblied verschiedenster Autorinnen und Autoren auf das Meer erwartet, ist auf dem falschen Dampfer. Tatsächlich gibt es sogar ein paar ziemlich schlechtgelaunte Beiträge zum Meer, insbesondere in Verbindung mit der Seefahrt.

Verschaukelt habe ich mich dennoch nicht gefühlt, obwohl ich ein großer Fan des Meeres bin und vom maritimen Raben entsprechende Lobpreisungen erwartet hatte. Allerdings bin auch ich weniger ein Fan der Seefahrt. Darin mangelt es mir ohnehin an Erfahrung. Außer Fahrten auf diversen Fähren zu verschiedenen Inseln (Norderney, Sporaden, Kykladen und wie sie alle heißen) und einer Übernachtung auf der Yacht einer Freundin, die allerdings im Hafen lag und nicht auf hoher See hin- und herschwappte, habe ich beim Thema Seefahrt nichts zu bieten. Ich bin auch nicht besonders seefest, obwohl ich immerhin selbst auf überaus unruhigen Überfahrten alles bei mir behalten habe. Doch man muss sein Schicksal dies- und anders bezüglich ja nicht herausfordern.

Jedenfalls: Im maritimen Raben gefiel mir besonders „Versucht vor Florida“ von Robert Gernhardt, dem es auf See gar nicht gut ging, sowie die Gedanken Jan Philipp Reemtsmas zur Übersetzung von Germania und Joseph von Westphalens Beitrag über Tretboote. Die launigen bis übellaunigen Texte lassen zwar insgesamt keine „ozeanischen Gefühle“ im positiven Sinne aufkommen, sind aber trotzdem wieder alle lesenswert und teilweise sehr amüsant.

Übrigens bin ich nun, dank des wunderbar großzügigen Gregors von Adsons Welt, im Besitz weiterer 18 Raben, die ich für das Foto oben zu einem Rabenturm geschichtet habe. Die Straßenbahnfahrten der nächsten Monate versprechen also ungezügeltes rabenseliges Lese-Vergnügen.

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Bücherkoffer Nr. 21 von Susanne Haun

Bücherkoffer, Foto: © Petra Gust-Kazakos

Bücherkoffer, Foto: © Petra Gust-Kazakos

Diesmal hat die Künstlerin Susanne Haun, die das gleichnamige lesens- und sehenswerte Blog führt, für uns ihre Bücher zusammengepackt. Einige der erwähnten Bücher wird sie während ihres Urlaubs in der Toskana lesen. Etliche ihrer Bücherempfehlungen findet sie übrigens auf guten Bücherblogs, die sie regelmäßig liest.

„Reisen sind oft mit langen Anfahrten verbunden. Bei unserer Fahrt nach Grimma zu meiner Ausstellungseröffnung hörten wir die CD ‚Loriot erzählt Richard Wagners Ring des Nibelungen‘ und waren von der Einfachheit und Komik Loriots zu diesem großen Thema der deutschen Geschichte begeistert. Waren die Nibelungen vor der Fahrt noch eine große komplizierte Geschichte, so sind sie nach dem Hörgenuss ein aktueller im Ohre bleibender Bericht geworden.

Seit den Vorlesungen und Seminaren über Architektur an der Uni möchte ich mehr über die Geschichte der Gebäude erfahren. So darf bei unserem Toskana-Urlaub nicht der Florenz Reclam Städteführer Architektur und Kunst fehlen. Er ist leicht, passt in die hintere Hosentasche von Jeans und in der Regel sind alle Gebäude der jeweiligen Stadt enthalten. In Dresden haben wir sehr gute Erfahrungen mit dem Reclam Städteführer gemacht.

Trotzdem leihe ich mir noch einen Reiseführer aus der Bücherei zur Toskana aus. Dort schwanke ich dann zwischen den Verlagen DuMont und Reise Know-How. Da schaue ich, was die Bücherei zu bieten hat und wie alt die Bücher sind.

Da wir dort in einem Appartement mit Kochgelegenheit wohnen, kommt das Buch Die Küche der Toskana von Alice Vollenweider mit in den Koffer. Ich war der Meinung, dass ich die Empfehlung für das besondere Kochbuch hier auf Philea’s Blog gelesen habe, aber ich finde die Stelle nicht mehr. [Anmerkung: Ich war’s nicht, ich habe mal Culinaria. Griechenland empfohlen, auch sehr schön ; )]“

Susanne_Haun

„Wir werden zwei Wochen in der Toskana sein. Viel werde ich nicht zum Lesen kommen aber ich möchte von meinem Bücherstapel der ungelesenen Bücher folgende mitnehmen:

Geh auf Magenta von Stephan Kaluza, besprochen auf aboutsomething. Ebenfalls auf aboutsomething habe ich von Siri Hustvedt Die Verzauberung der Lily Dahl entdeckt.

Ich lese einige Blogs regelmäßig und nehme die Bücherempfehlungen gerne auf. Das Buch von Siri Hustvedt habe ich schon begonnen und zur Hälfte ausgelesen. Da ich aber ein volles Programm bis zum Urlaub habe, werde ich erst in der Toskana dazu kommen, es auszulesen.

Von Annette Pehnt wandert das Lexikon der Angst ins Gepäck. Darauf freue ich mich besonders, da ich Annette persönlich kenne und von den Vorbereitungen des Buchs einiges von ihr erzählt bekam. Ich habe das Buch einmal überflogen aber noch nicht zu Ende gelesen. Auf dem Blog Sätze&Schätze gibt es dazu eine gute Rezension.

Das ist schon eine Auswahl aus mehr Büchern als ich lesen werde. Wir wollen uns viel anschauen und ich zeichne natürlich auch viel. Der Tag müsste 48 Stunden haben, dann würde ich viel mehr lesen.

Zum Einschlafen höre ich gerne Krimihörbücher auf meinem mp3-Player. Ich werde mir eine bunte Mischung aus Arnaldur Indridason, Jeffrey Deaver und Martin Suter aus der Bücherei ausleihen. Ich finde es sehr angenehm, dass die Bücherei inzwischen ein so großes Angebot an Hörbüchern besitzt. Meine Regale sind voll und ich muss nicht jedes Buch besitzen.

Vielleicht ist ja auch für euch das eine oder andere Buch dabei.“

Auf jeden Fall! Das Lexikon der Angst interessiert mich schon lange. Die Romane von Siri Hustvedt kenne ich und kann sie ebenfalls nur empfehlen.

Liebe Susanne, hab herzlichen Dank für die Einblicke in deinen Bücherkoffer!

Leerer Koffer, Foto: © Petra Gust-Kazakos

Dieser Koffer wartet auf die nächste Bücherladung. Foto: © Petra Gust-Kazakos

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Bücherkoffer Nr. 20 von Tobias Lindemann/Libroskop

Bücherkoffer, Foto: © Petra Gust-Kazakos

Bücherkoffer, Foto: © Petra Gust-Kazakos

Einmal um die Welt: Tobias Lindemann von Libroskop hat einen Bücherkoffer voller wunderbarer Reisebücher für uns gepackt. Manche der vorgestellten Bücher kenne und liebe auch ich, andere klingen, als sollten wir sie bald kennenlernen. Überhaupt nimmt Tobias gern viele Bücher mit auf Reisen, manchmal sind es derart viele, dass es ihm vorkommt, „als wäre die Kleidung nur noch im Koffer, damit die Bücher nicht so laut klappern“.

„Reisen und Lesen, das gehört für mich tatsächlich schon seit langem zusammen. Schon bevor ich zum Vielleser mutierte, hatte ich auf Reisen immer ein Buch dabei. Zurück zu Hause, fragte ich mich eines Tages, warum ich mir dieses beglückende Erlebnis des Lesens nicht häufiger in den Alltag holte. Seitdem ‚nehme‘ ich mir die Zeit für Lektüre und andere Dinge müssen eben warten. Die Zahl der Bücher, die ich inzwischen in den Urlaub mitnehme, ist äquivalent enorm gestiegen. Manchmal kommt es mir so vor, als wäre die Kleidung nur noch im Koffer, damit die Bücher nicht so laut klappern … “

Tobias_Lindemann

„Für meinen Reisekoffer habe ich elf Bücher ausgesucht, in denen auch das Reisen eine Rolle spielt. Doch die wenigsten sind klassische Reiseberichte. Zu ihnen gehört natürlich W. G. Sebalds wunderbares Die Ringe des Saturn, kluge, geschichtsbewusste Reflexionen voller Melancholie bei einer Wanderung durch Suffolk im Südosten Englands. Ein Geistesverwandter (und Landsmann) Sebalds ist Karl-Markus Gauß, der meiner Meinung nach die poetischsten Essays ‚von unterwegs‘ schreibt, die momentan in deutscher Sprache geschrieben werden. Sein Band Im Wald der Metropolen erzählt aus Istanbul, Bukarest, Thüringen und ganz viel aus dem südlichen Osteuropa, wo Gauß am häufigsten reist. Eine ungewohnte Perspektive auf Europa eröffnen schließlich die Schafsgesänge des japanischen Arztes und Kunsthistorikers Kato Shuichi, der in den 1950er und 1960er Jahren Frankreich, Großbritannien und das Mittelmeer kennenlernte. Seine Beobachtungen sind klug und humorvoll und bringen uns das Bekannte mit den Augen eines Fremden nahe.

Reisen in der Literatur, das sind aber – Hand aufs Herz – auch die Reisen ins Innere, zu uns selbst, auf der Flucht vor uns, auf der Suche nach ‚dem Anderen‘. Solche Prosatexte haben mich immer fasziniert und machen daher einen Großteil meines Bücherkoffers aus. Ein Klassiker in diesem Metier ist natürlich On The Road von Jack Kerouac, das ich wohl kaum näher vorstellen muss. Die Schlüsselbegriffe zu diesem Buch sind für mich Sound, Drive, Freiheit, Leidenschaft. Beklemmend und rätselhaft ist hingegen die Atmosphäre in Michel Butors Der Zeitplan. Der französische Autor beschreibt den einjährigen Aufenthalt eines jungen Mannes in der fiktiven nordenglischen Industriestadt Belston. In Tagebuchstil berichtet das Buch von den unfreundlichen Einheimischen, von einer Liebesbeziehung und von einem Kriminalfall, in den der Ich-Erzähler verwickelt zu sein scheint – oder doch nicht? Nicht gerade Werbung für den ‚Arbeitsaufenthalt im Ausland‘, aber literarisch vielschichtig und meisterlich komponiert.

Einfach drauflos laufen, aus der Haustür raus und dann schnurstracks der Nase nach, das ist ein Traum, den auch ich manchmal träume. Wie aus dieser Art des Reisens großartige Literatur entstehen kann, das hat der Norweger Tomas Espedal mit seinem Roman Gehen oder die Kunst, ein wildes und poetisches Leben zu führen bewiesen. In Anzug und Doc Martens (!) ist er – mal alleine, mal mit einem Freund – losgewandert, durch das westliche Norwegen, durch den Schwarzwald, durch die Türkei. Der Buchtitel verspricht nicht zu viel, wilder, poetischer, aber auch persönlicher geht es kaum. Ebenfalls reich an poetischen Momenten ist Emine Sevgi Özdamars Roman Die Brücke vom Goldenen Horn. Diese stark autobiografisch gefärbte Geschichte einer jungen Türkin, die in den 1960er Jahren ihr Land verlässt, nach Berlin reist und später nach Istanbul zurückkehren wird, verzaubert durch die vielen Wortschöpfungen und sinnlichen Szenen.

Die Reise zu sich selbst, die hat für mich in den letzten Jahren kaum ein deutschsprachiger Schriftsteller so fesselnd beschrieben wie Mirko Bonné in seinem Roman Nie mehr Nacht, wo eine Fahrt in die herbstliche Normandie von der Selbstauflösung zur Selbstfindung mutiert. Dem eigenen Leben auf den Grund gehen, das gelingt Franz Fühmann, einem der spannendsten Autoren der DDR, in 22 Tage oder Die Hälfte des Lebens. Hier bietet eine Einladung zu einer Lesung nach Budapest nicht nur den Background für allerlei feinfühlige Beobachtungen in der Fremde, sondern auch für ein Resümee des eigenen Lebens mit seinen Licht- und Schattenseiten.

Zum Schluss noch zwei Bücher, in denen die Reisen keine so große Rolle spielen, deren Autoren ich aber so sehr liebe, dass ich der Versuchung nicht widerstehen kann, hier für sie Werbung zu machen. Na, immerhin kommt in Travestie von Mircea Cărtărescu ein Schulausflug vor. Vielleicht eine der fremdbestimmtesten Arten des Vereisens und auch in dieser vielschichtigen, unglaublich expressiv geschriebenen Selbstfindungsgeschichte trägt der Ich-Erzähler ein Trauma davon, das sich erst Jahrzehnte später lösen wird. Giorgio Bassani schließlich, der große Melancholiker unter den italienischen Nachkriegsautoren, berichtet in der Erzählung Die Brille mit dem Goldrand von Liebe, Verrat und Ausgrenzung vor dem Hintergrund des faschistischen Italiens. Die wichtigsten Ereignisse tragen sich in einem Ferienort an der Adriaküste zu – hinter der Kulisse des sonnenverwöhnten Urlaubsdomizils lauern die menschlichen Abgründe und Bassani schreibt darüber mit unvergleichlicher sensibler Eleganz.“

Auch aus diesem Koffer nehme ich wieder viele Anregungen für meine Lesewunschliste mit. Besonders interessant klingen für mich Shuichi und Karl-Markus Gauß.

Dir, lieber Tobias, herzlichen Dank fürs Mitmachen!

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Der Dekadenz-Rabe

RabenNeues aus dem Land der Raben, zu dem sich meine Bibliothek gerade erweitert hat: Die Nr. 15 des wunderbaren Literaturmagazins Der Rabe ist auch als der dekadente oder der Dekadenz-Rabe bekannt. Hierin versammeln sich aber nicht einfach nur die üblichen Verdächtigen, sondern auch bislang völlig Unverdächtige bzw. mir bislang sogar völlig unbekannte Autoren. Wieder sehr lesenswert!

Diese herrlichen Text- und Bildversammlungen innerhalb der einzelnen Raben haben mich bisher – die Nr. 15 ist mein vierter Rabe – jedes Mal begeistert. So auch beim Thema Dekadenz. Meine persönlichen Highlights dieser wunderbaren Sammlung:

„Flauberts englische Geliebte“ von Julian Barnes, ein Kapitel aus Flaubert’s Parrot, das ich bereits kannte und nun mal zur Abwechslung auf Deutsch gelesen habe.

Die Erzählung „Die Verführung“ von Joris-Karl Huysmans – bekannt vor allem für seinen Roman Gegen den Strich, in dem er aufs Anschaulichste vorführt, wie dekadent man sein kann – über einen Liebhaber, den die Jagd mehr interessiert als die Beute. Der Auszug stammt aus seinem Roman Là-bas.

„Tod eines Wombat“ von F.W. Bernstein mit Wombat-Bildern von Dante Gabriel Rossetti, J. Gould, Treffry Dunn, William Michael Rossetti,William Bell Scott, Max Beerbohm, Edward Burne-Jones u. a. hat mich am meisten überrascht. Mir war nämlich bis dato nicht bekannt, wie beliebt Wombats waren bzw. was für ein großer Fan Rossetti von ihnen war. Ich hielt das zunächst sogar für einen Scherz à la Die wahre Geschichte von Hänsel und Gretel – aber nix da, es stimmt tatsächlich! Und ein sehr hübsches Büchlein gibt’s auch dazu. Bernsteins Beitrag wiederum ist ein Auszug aus seinem Buch Bernsteins Buch der Zeichnerei, das ich mir am liebsten gleich bestellt hätte, wäre es nicht so teuer …

„Reginald über Einladungen“ von Saki ist überaus amüsant. Aber wer ist eigentlich Saki? Falls ihr es auch nicht wisst, mehr über Hector Hugh Munro, so sein richtiger Name, findet ihr bei Wikipedia.

Ebenfalls sehr amüsant ist „Muss das künstlerische Material kalt gehalten werden? Anmerkungen zu Benn“ von Arno Schmidt, das mal wieder meine Ansicht bestätigt, dass Schriftsteller/Künstler etc. immer noch am besten über einander lästern können.

„Nonita“ von Umberto Eco war auch so eine Überraschung: Der Autor verdreht die bekannte Geschichte von Nabokovs Lolita ins Gerontophile, also in ihr Gegenteil. Die Hauptfigur heißt übrigens Umberto Umberto ; )

In „Die Alten. Exemplarische Skizzen“ singt Axel Marquardt ein Loblied aufs Alter und zeigt anhand einiger Vertreter die wahre Weisheit der Alten. Auch von Axel Marquardt hatte ich bisher nie gehört, dabei schreibt er wirklich gut. Auch das ein Vorteil der Raben: Es gibt immer wieder etwas bzw. jemanden neu zu entdecken!

Das genaue Inhaltsverzeichnis des Raben Nr. 15 findet ihr unter http://www.mjucker.ch/derrabe/15_gif.html. Wenn ihr ein bisschen weiterklickt, werdet ihr dort auch die Inhaltsverzeichnisse aller weiteren Raben finden.

Aber nicht nur die Raben sind wunderbar, auch meine Bloggäste sind’s. Zweien von ihnen – Ulli Gau vom Café Weltenall und Pierino – verdanke ich, dass ich nun um fünf Raben reicher bin (siehe Foto). Die Raben kamen letzte Woche angeflogen und ich habe mir für meine nächsten Straßenbahnfahrten den maritimen Raben in die Handtasche gesteckt. Mehr dazu, wenn ich durch bin. An Ulli und Pierino jedenfalls ganz herzlichen Dank!

 

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