Origami-Lesezeichen – jetzt mit Anleitung

An Lesezeichen herrscht bei uns ja eigentlich kein Mangel. Aber als ich diesen Beitrag über Origami-Lesezeichen bei der Wortgalerie las, fielen mir die schönen Papiere wieder ein, die ich im letzten Jahr nach einer Ausstellung japanischer Kunst gekauft hatte. Einige dieser Papiere habe ich schon in hübsche Schachteln verwandelt, um kleine Geschenke darin unterzubringen. Viel mehr kann ich sowieso nicht falten, außer Seerosen, aber dazu nehme ich Servietten und setze sie dann auf die Kaffeetafel.

Das Falten der Lesezeichen ist sehr einfach und für Anfängerinnen wie mich bestens geeignet.

Foto: © Petra Gust-Kazakos

Foto: © Petra Gust-Kazakos

Das fertige Lesezeichen wird einfach über eine Seitenecke gestülpt, auf der einen Seite sieht man dann ein Dreieck, das sich durch die Einschubtasche ergibt.

Foto: © Petra Gust-Kazakos

Foto: © Petra Gust-Kazakos

Auf der anderen Seite sieht man ein Viereck. Mit schönem Papier wird selbst diese wirklich kinderleichte Faltung zu einem sehr hübschen Hinkucker : )

Foto: © Petra Gust-Kazakos

Foto: © Petra Gust-Kazakos

So faltet man ein Origami-Lesezeichen:

Ein quadratisches Stück Papier einmal diagonal falten.

Ein quadratisches Stück Papier einmal diagonal falten.

Die rechte und die linke Ecke nach oben falten und die beiden Faltungen wieder auflösen.

Die rechte und die linke Ecke nach oben falten und die beiden Faltungen wieder auflösen.

Die mittlere Ecke nach unten falten.

Die mittlere Ecke nach unten falten.

Die rechte und die linke Ecke nach oben falten. Dann die rechte und linke Ecke (Hälfte) nach unten falten.

Die rechte und die linke Ecke nach oben falten. Dann die rechte und linke Ecke (Hälfte) nach unten falten.

Die letzten beiden Faltungen wieder auflösen und nun beiden Ecken in die entstandene „Tasche“ falten.

Die letzten beiden Faltungen wieder auflösen und nun beiden Ecken in die entstandene „Tasche“ falten.

Fertig : )

Fertig : )

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Gartenzwerg heute

Möglicherweise inspiriert vom letzten Zeitungsfrühstück bzw. von Harald Martensteins aktueller Kolumne zum Thema Buddhafiguren sind die neuen Gartenzwerge, sandte mir Magister Somnus ein Foto, das diese These visuell belegt. Herzlichen Dank dafür, lieber Georg : )

Foto: (c) Magister Somnus

Foto: (c) Magister Somnus

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Die scheußlichsten Länder der Welt

Nein, keine Sorge, meine Lieben, ich habe keine Liste mit Ländern angefertigt, von deren Bereisung ich abrate. Die scheußlichsten Länder der Welt. Mrs. Mortimers übellauniger Reiseführer lautet der Titel, unter dem vor einigen Jahren die wiederentdeckten „Reiseberichte“ von Favell Lee Mortimer (1802 – 1878) herausgegeben wurden.

Es sind keine echten Reiseberichte, denn die reiseschreibende Engländerin, verbrachte, bis auf Reisen nach Brüssel, Paris und Edinburgh, ihr Leben in England. Das konnte sie dennoch nicht davon abhalten, fleißig über andere Länder zu schreiben und dabei ihre meist negativen Ansichten darüber zu verbreiten. Da sie fast keines der beschriebenen Länder mit eigenen Augen gesehen hat, fragt man sich, wie sie es schaffte, zwischen 1849 und 1854 drei Reisebücher zu veröffentlichen, nämlich The Countries of Europe Described, Far off, Part I: Asia an Australia Described und Far off, Part II: Africa and America Described. Ganz einfach: Sie hat sich durch die Werke anderer Reiseschriftsteller gearbeitet, Wissen gesammelt und sich ihre (Vor)Urteile zusammengereimt. Das hier von mir empfohlene Buch ist eine Art Best-of ihrer Werke.

Mrs. Mortimers Ansichten zu Land und Leuten sind zuweilen sehr bizarr, manchmal gibt sie einen Hinweis, wie sie darauf kommt, etwa bei den Spaniern, die „sehr grausam“ seien (nämlich wegen der Stierkämpfe). Bei vielen anderen ihrer Behauptungen weiß nur der Himmel, wie sie zu ihrem Urteil gelangte. So heißt es bei ihr über die Portugiesen, dass niemand in Europa „so tollpatschig und unbeholfen mit seinen Händen“ sei wie sie. Den Russen könne man „im Allgemeinen nicht trauen“ und die Italiener seien „dumm und gottlos“. Ihr Urteil über die Deutschen ist vergleichsweise milde:

„Sie werden bereits verstanden haben, dass die Deutschen sehr gütig sind und liebenswert in ihren Familien. Sie sind herzlich. Sie sind sorgsam und vorsichtig. Es wäre gut, wenn sie nur etwas ordentlicher wären und sauberer, besonders die armen Leute.“ [Die scheußlichsten Länder der Welt. Mrs. Mortimers übellauniger Reiseführer, S. 80]

Auch die Griechen kommen relativ gut weg:

„Sie sind lebhaft und warmherzig und schwatzen überaus gern. Die Griechen lieben Gesang, obwohl sie sehr schlecht singen. Sie sind begeistert vom Tanz und fröhlichen Feiern.“ [S. 115]

Möglicherweise war die Autorin so sanft gestimmt, weil sie das Land selbst für „eines der lieblichsten Länder – vielleicht [...] das allerschönste“ hielt.

Insgesamt ist das Buch eine hübsch misogyne Lektüre für Reiselustige und -unlustige.

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Von seltsamen Ländern und wunderlichen Völkern

Wie ihr wisst, meine Lieben, reise und lese ich gern – was sich aufs Schönste bei Reiseberichten verbinden lässt. Beispielsweise bei denen des Johann von Mandeville. 1356 legte der Lütticher Autor mit Von seltsamen Ländern und wunderlichen Völkern eine staunenswerte Mischung vor. Die Liste der Länder, die er angeblich bereist haben wollte, ist lang:

„Ich bin gefahren durch die Türkei sowie Groß- und Kleinarmenien, die Tartarei und Persien, durch Syrien und Arabien, durch Ober- und Unterägypten, Libyen und Chaldäa, durch Äthiopien oder das Land der Mohren, durch Amazonien, das Land der Frauen, in dem nur Frauen wohnen, durch Groß- und Kleinindien und manche merkwürdige Insel, die dazugehört.“ [Von seltsamen Ländern und wunderlichen Völkern, S. 21]

In Mandevilles „Reiseberichten“ verweben sich realistische Angaben zu Reiserouten mit Mythen, Aberglaube und religiösen Legenden. Wahres, Gehörtes, Erfundenes und Sagenhaftes steht gleichberechtigt nebeneinander. Er erzählt von einer Giftschlange auf Sizilien, die nur unehelich geborene Menschen beiße, oder auch von Menschen in Äthiopien, die sehr breite Füße hätten: „Wenn sie sich hinlegen, bedecken sie sich mit ihren Füßen, die ihnen Schatten spenden“. [S. 123] Wie das aussehen könnte, sieht man sehr schön bei Vnicornis.

Die Beschreibungen der Dinge und Menschen, denen Mandeville begegnet sein will, lesen sich für heutige Leser bisweilen possierlich, indes konnten die damaligen Leser den Wahrheitsgehalt nur selten überprüfen. Das könnte einer der Gründe sein, warum das fantasievolle Reisebuch zu einer Art frühem Bestseller wurde, obwohl der Autor selbst nie all diese Reisen unternahm, sondern offenbar lediglich eine hervorragende Kenntnis der damals zugänglichen Reiseliteratur besaß, die er mit Geschichten vom Hörensagen und seiner Fantasie mischte. Ironie der Geschichte: Seinen Schilderungen haben die Leser bis ins 19. Jahrhundert hinein Glauben geschenkt, wogegen die von Marco Polo für übertrieben oder unwahr gehalten wurden.

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Zeitungsfrühstück, Folge 67

Zurück aus dem schönen, sommerwarmen Griechenland im kühlen deutschen Frühlingsregen – da ist es bei Kaffee, Schokokirschkuchen und der Zeit vom 8.5.2013 nur drinnen wirklich gemütlich. Hier wieder die Zeitungsfrühstückshäppchen für euch aus dem Zeitmagazin, dem Reiseteil und dem Feuilleton.

Foto: (c) Gerda Kazakou

Foto: (c) Gerda Kazakou

Buddhafiguren sind die neuen Gartenzwerge – so in etwa lässt sich Harald Martensteins aktuelle und höchst vergnügliche Kolumne zusammenfassen. Vermutlich bekommt der Arme daraufhin wieder jede Menge Leserbriefe von empörten Buddhisten, aber damit hat er ja schon Erfahrung. Ein bisschen prätentiös sind sie schon bei der Zeit, wie man auf der Heiter-bis-glücklich-Seite sehen kann, wo diesmal Werbung für eine Henry-van-de-Velde-Ausstellung gemacht wird mit den Worten: „Da jetzt jeder seinen Barcelona-Stuhl zu Hause hat“, na ja. Aber es findet sich auch der Hinweis auf ein Buch titels Mapping Manhattan, das Lieblingsplätze von New Yorkern auf handgezeichneten Stadtplänen zeige, das klingt gut. Apropos USA: Ich fand es immer lustig, dass es in den Staaten vielerley europäische Städtenamen gibt, bekannt dank des gleichnamigen Films ist sicher „Paris, Texas“. Dass ein ähnliches Phänomen auch hierzulande existiert, zeigt die aktuelle Deutschlandkarte, auf der Städte wie „Kleinfrankreich“, „Babilon“ oder auch „Cuba“ verzeichnet sind.

Im Reiseteil wird der Ignatiusweg als weiterer Pilgerweg empfohlen, vermutlich weil der Jakobsweg schon so überlaufen ist. Außerdem findet sich ein Interview mit dem Hotelier Jeff Riley, in dessen Happy Guests Lodge sich die Gäste einen Goldfisch aufs Zimmer mieten können. Beides bislang nicht online.

Das Feuilleton beginnt mit einem Artikel von Hanno Rauterberg über die Kunstsammlung Helmut Schmidts, interessant. Leider nicht online ist Alexander Cammanns Beitrag über den Briefwechsel zwischen Willy Brandt und Günter Grass, der jetzt im Steidl Verlag erschien und der hochinteressant zu sein scheint. Ich erwäge den Kauf der 1230 Seiten auf Dünndruckpapier … Zu meinem allergrößten Bedauern, weil hochinteressant, ist auch das Gespräch mit dem Philosophen Stefan Lorenz Sorgner unter derm Titel „Hirnschrittmacher für alle!“ noch nicht online, das alleine lohnt fast schon den Kauf der Zeit! Ein spannendes Thema: Das Gehirn pimpen mit Technologie und so über das uns bekannte Menschsein „hinauswachsen“ – Traum oder Alptraum?

Übrigens gibt es in der aktuellen Zeit ein schönes Sonderheft zum Thema „Fotografie“ – auch das lohnt für manche sicher den Kauf der Printausgabe.

Und hier noch ein Foto von einem „Zeitungsfrühstück“ auf Griechisch, bei dem mein Liebster einen Artikel über sich und sein Blog Eulen aus Athen in der griechischen Zeitung TO VIMA las : )

TO VIMA berichtete über "Eulen aus Athen", Foto: (c) Petra Gust-Kazakos

TO VIMA berichtete über “Eulen aus Athen”, Foto: (c) Petra Gust-Kazakos

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Kaktusblüten

Im Mai ist es in Griechenland besonders schön, weil alles, alles blüht. Dieses Jahr fällt mir das noch mehr auf als sonst, da sich der deutsche Frühling nebst Grüner- und Blüherey so viel Zeit gelassen hat. Hier jedenfalls blühen sogar die Kakteen am Straßenrand.

Kaktusblüte1Hübsch, nicht?

Kaktusblüte3Und auch noch zweifarbig!

Kaktusblüte2Und morgen geht es wieder zurück nach Hause …

Meer

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Der Name der Dose

Ich bin heute ein wenig albern, außerdem habe ich noch Jargs letzte Romanempfehlung im Sinn, hier jedenfalls geht es nicht um Rosen und Eco, sondern um Dosen, Fix und Mythos.

Der Name der Dose, Foto: (c) Petra Gust-Kazakos

Der Name der Dose, Foto: (c) Petra Gust-Kazakos

Fix und Mythos sind zwei leckere griechische Biersorten, wobei die Brauerei Fix die erste griechische Großbrauerei war. 1983 ging sie pleite, aber seit 2009 gibt es wieder Fix. Mythos gehört übrigens zur Carlsberg Gruppe. Ja mas!

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