Mit diesem Roman hatte sich die Autorin damals in mein Herz geschrieben. Die Rezension erschien erstmals im „Virtuellen literarischen Salon“.
Wie traurig kann ein Kinderleben sein? Hat man sich diese Frage bereits beim Familienalbum gestellt und rückblickend auf die eigene Kindheit entsprechend beantwortet, so staunt man hier einmal mehr ehrfurchtsvoll vor einem sprachlichen und erzählerischen Wunderwerk.
Es ist mal wieder eine Familiengeschichte, diesmal die der Familie Fairfax im Allgemeinen und die des Mädchens Isobel im Besonderen. Ich war mir nie ganz sicher, wo die Realität begann und die Fantasie Isobels aufhörte. Das Mädchen wächst mit ihrem kleinen Bruder beim Vater auf, die Mutter ist verschwunden. Doch wie? Ging sie einfach fort und hat zwei traumatisierte Kinder zurückgelassen oder fiel sie womöglich einem Verbrechen zum Opfer?
Obwohl die Geschichte aus Sicht des Kindes erzählt ist, wirkt sie niemals kindisch, nicht einmal besonders kindlich. Sie ist ein stilles, aber sprühendes Feuerwerk der menschlichen Einfallskraft. Und wieder ist es kein trauriges oder sehr melancholisches Buch, sondern ganz einfach ein wundervolles.
Erstmals erschienen im „Virtuellen literarischen Salon“.







Isobel ist ein wunderbarer Name hier.