Wolfgang Burger zu seinen Reise- und Lesegewohnheiten

Wolfgang Burger wurde 1952 in Oberwihl im idyllischen Südschwarzwald geboren und wuchs in Bad Säckingen am Hochrhein auf. Nach seinem Studium der Elektrotechnik an der Universität Karlsruhe war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Maschinenkonstruktionslehre und KFZ-Bau und promovierte mit einer Arbeit über Messtechnik an geschmierten Gleit- und Wälzkontakten. Inzwischen ist er Akademischer Mitarbeiter und Oberingenieur am IPEK, Institut für Produktentwicklung.

Schriftstellerisch tätig ist Wolfgang Burger seit 1995. Nach einigen satirischen und „kriminellen“ Kurzgeschichten erschien 1998 sein erster Kriminalroman Mordsverkehr. Mit Eiskaltes Schweigen erschien der sechste Band der Reihe von Heidelberg-Krimis um Kripochef Alexander Gerlach, mehr dazu hier: http://www.wolfgang-burger.com/schweigen.htm.

www.wolfgang-burger.com

1. Was sind deine Lieblingsreiseziele und warum?

Wolfgang Burger: Schweden und Italien. An Schweden schätze ich die Weite und die Ruhe und die viele frische Luft. An Italien schätze ich die unzähligen schönen alten Städtchen und den Trubel bis spät in die Nacht und das gute Essen und die Wärme.

2. Gibt es ein Sehnsuchtsziel, das du noch irgendwann bereisen willst?

Wolfgang Burger: Eigentlich nicht. Ich bin im Grunde ein eher sesshafter Typ. Wenn meine Frau nicht wäre, würde ich wahrscheinlich immer auf dieselbe Nordseeinsel in dieselbe Pension fahren, und wenn die Wirtin irgendwann sterben sollte in Depression versinken : )

3. Wie gründlich bereitest du dich auf eine Reise vor – einfach buchen und los oder mit Reiseführern, Internet etc.?

Wolfgang Burger: Darum kümmert sich eigentlich immer meine Frau. Die hat Spaß daran, und sonst würden wir ja auch immer auf dieselbe Nordseeinsel fahren …

Teneriffa, viel schöner als befürchtet. Foto: Wolfgang Burger

4. Gibt es Reiseschriftsteller, die du besonders magst? Wenn ja, warum?

Wolfgang Burger: Reiseliteratur lese ich nie. Ich schmökere höchstens mal in dem Reiseführer, den meine Frau vor dem Urlaub besorgt hat, damit ich weiß, wo ich bin.

5. Liest du auf Reisen, was am liebsten?

Wolfgang Burger: Das, wozu ich zuhause nicht komme. Im letzten Urlaub war das Jan-Costin Wagner Das Schweigen und Der Geschmack von Apfelkernen von Katharina Hagena.

6. Schreibst du auf Reisen? Eher Privates oder an deinen Romanen?

Wolfgang Burger: Nie. Zumindest nicht, wenn ich nicht allein unterwegs bin. Das habe ich ein einziges Mal versucht, und ich war eine Zumutung für meine Familie in der Zeit. Man ist mit dem Kopf dann ständig in seiner Geschichte und deshalb oft kaum ansprechbar. Nein, das geht gar nicht.

7. Gibt es einen Ort oder eine Landschaft, dem/der du gern ein Gedicht widmen würdest?

Wolfgang Burger: Da ich außerstande bin, Gedichte zu schreiben (und zu verstehen), stellt sich die Frage für mich nicht.

8. Deine ersten Krimis spielten in Karlsruhe, nun sind sie sozusagen nach Heidelberg „gereist“. Wieso hast du dich für diese Stadt entschieden?

Wolfgang Burger: Es liegt so nah, dass man gut hinfahren kann. Ich mag Heidelberg sehr. Und es hat einen guten Klang. Jeder Deutsche denkt, in Heidelberg ist es irgendwie schön, auch wenn er noch nie im Leben dort gewesen ist.

9. Gibt es eine andere Stadt, die du dir gut als Setting für einen deiner Romane vorstellen könntest?

Wolfgang Burger: Müsste ich jetzt länger nachdenken. Nein, eigentlich nicht.

10. Was darf in deinem Reisegepäck, von Kleidung, Hygieneartikeln etc. einmal abgesehen, niemals fehlen?

Wolfgang Burger: Bücher. Und ein Blatt Papier, damit ich mir die Gedanken zum aktuellen Roman, die mir während des Urlaubs kommen, notieren kann. Die kommen nämlich todsicher. Wer Romane schreibt, der schreibt immer. Sogar nachts, wenn er schläft.

Über Petra Gust-Kazakos

Fiel als Kind in eine Buchstabensuppe; Femme de lettres, virtuelle Salonière, Public Relations Managerin, Autorin, stets lese- & reiselustig https://phileablog.wordpress.com/
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