Mal literarisch gesehen: Bahnhöfe und Hotels

Wer reist, kommt selten daran vorbei: Ob man mit dem Zug nur einen Teil der Reise bestreitet, etwa, um rechtzeitig am Flughafen zu sein, oder sogar die ganze Fahrt gemütlich mit der Bahn unternimmt – Bahnhöfe sind ein Thema bei der Reisegestaltung. Am Zielort freut man sich auf das (hoffentlich angenehme) Hotel, als Ausgangspunkt interessanter Exkursionen, oder einfach, um nach einem anstrengenden Kongress sein müdes Haupt zu betten.

Auch in der Literatur sind Bahnhöfe und Hotels häufig anzutreffen. Als Schauplätze für Beginn und Ende einer Reise (und einer Geschichte), als Aufenthaltsorte und Durchgangsstationen. Und sie bieten ja auch vielerley Möglichkeit zum Studium des Menschlichen: Hektische Reisende, die dem Zug nachlaufen, traurige Menschen, die dem Zug hinterher winken, glückliche Menschen, die sich auf ihre Reise freuen. Im Hotel dann die Freude oder Enttäuschung über das Zimmer, die Geräusche der Nachbarn, die Menschen, die ständig ein- und ausgehen, manche freundlich, manche hochnäsig – wo kommen sie her, wo gehen sie hin? So viele Möglichkeiten, so viele Anfänge für unzählige Geschichten …

Lis Künzli hat zwei wunderschöne literarische Führer darüber herausgegeben: Bahnhöfe und Hotels. Darin kommen, nach einer kurzen Einführung, jede Menge Schriftsteller zu Wort, sei es, dass sie über ihre eigenen Erlebnisse auf Bahnhöfen oder in Hotels schreiben, z. B. in Briefen oder Tagebüchern, oder die Orte als Schauplätze ihrer Romane fungieren. Reich bebildert und unbedingt empfehlenswert für Lese- und Reiselustige!

Über Petra Gust-Kazakos

Fiel als Kind in eine Buchstabensuppe; Femme de lettres, virtuelle Salonière, Public Relations Managerin, Autorin, stets lese- & reiselustig https://phileablog.wordpress.com/
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