Großes Zeitungsfrühstück

Es ist mal wieder Sonntag, Zeit für frisch gepressten Orangensaft, Kaffee, grünen Tee, ein Stückchen Kuchen – und ganz viel Zeitunglesen. Diesmal sogar besonders viel, denn mein Liebster, der keine Zigaretten mehr hatte, brach auf zum Bahnhof und brachte von dort nicht nur Rauchwaren und eine seeehr langstielige rote Rose mit, sondern auch ein paar weitere Zeitungen, die wir zusätzlich zur Zeit „verspeisten“.

Interessant war der Artikel „Beitreten auf eigene Gefahr“ aus der FAZ, leider nur für Abonnenten bzw. Zahlungswillige komplett einzusehen, über den maroden Zustand des UN-Gebäudes in New York. Wir haben es nicht genauer besichtigt, als wir dort waren, nur von außen. Da sieht man natürlich nichts von bröckelndem Asbest, oder wehenden Vorhängen trotz geschlossener Fenster. Die überfällige Sanierung wird wohl ein teurer Spaß. Und die Fensterscheiben werden am Ende nicht mehr türkis, sondern dunkel sein, wegen der Solarfolie. Das wird dann aber keinen besonders „offenen“ Eindruck mehr beim Betrachten vermitteln.

In der NZZ gibt’s einen schönen Artikel über die neue Ausstellung „Wien 1900 – Klimt, Schiele und ihre Zeit“ in der Fondation Beyeler (http://www.fondationbeyeler.ch/). Da würde ich gerne hin, sie läuft noch bis 16. Januar 2011. Zu sehen gibt es unter anderem eines meiner Lieblingsbilder von Klimt, „Die Tänzerin“, das ich in der „Neuen Galerie“ in Manhattan schon im Original bewundern konnte (wie übrigens viele weiterer meiner Lieblingsbilder von ihm). Das so leicht und fröhlich wirkende Bild hat einen todtraurigen Hintergrund: Die junge Frau, Maria Munk, erschoss sich, nachdem ihr Verlobter, der Schriftsteller Hanns Heinz Ewers(http://de.wikipedia.org/wiki/Hanns_Heinz_Ewers), die Verlobung mit ihr gelöst hatte.

Lust auf mehr von Samuel „Pieps“ Pepys macht der Artikel über die erste deutsche Gesamtausgabe seiner Tagebücher. Das Besondere an den Tagebüchern: Er führte sie von 1660 bis 1669 in einer verschlüsselten Schrift, die erst lange nach seinem Tod entschlüsselt wurde. Vermutlich benutzte er die „Geheimschrift“, damit er sich über alles Mögliche, auch seine erotischen Eskapaden, auslassen konnte. Ein neugieriger Finder seines Tagebuchs hätte es nicht auf Anhieb lesen können.

Sehr inspirierend für künftige Urlaube war die Beilage in der Zeit über Hotels. Hurra, auch online, zumindest einige: http://www.zeit.de/themen/serie/index?q=hotels-unter-100-euro. Ich würde gern zuallererst ins Hotel Flaubert in Trouville: http://www.flaubert.fr/index-e.php. Nun muss ich nur noch meinen Liebsten von der Genialität der Idee überzeugen ; )

Über Petra Gust-Kazakos

Fiel als Kind in eine Buchstabensuppe; Femme de lettres, virtuelle Salonière, Public Relations Managerin, Autorin, stets lese- & reiselustig https://phileablog.wordpress.com/
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