Angekommen

Angekommen sind wir eigentlich schon gestern, also in Athen. Das ist aber diesmal nur die Zwischenstation auf dem Weg nach Kalamata gewesen. Dorthin brachen wir heute auf bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen. Natürlich mussten wir wieder einen Schlenker über Isthmia machen, wo man den Golf von Korinth nicht nur mal kurz von oben sieht, sondern direkt am Wasser sitzen kann. Immer wieder faszinierend: Die im Meer versenkbare Brücke (falls ein Schiff durch den Golf fahren will).

Die Brücke von Isthmia (c) Petra Gust-Kazakos

Erfreulicherweise ist die Autobahn nach Kalamata ein Stück weiter gekommen, was einem etliche Serpentinen und ca. 20 bis 30 Minuten Fahrzeit erspart. Aber da wir zwischendurch drei Pausen machten (eine längere am schönen Isthmos, eine in einem kleinen Kneipchen nahe Tripolis mit leckerem Essen und dann noch mal eine kurz vor dem Ziel, um am Meer einen Frappé (sprich: Frrrapäh) bzw. einen Capuccino (Kaputsino) zu trinken, dauerte das Ganze fünf Stunden. Vermutlich braucht man sonst nur halb so lang, aber da wir nie in einem Rutsch durchfahren, weiß ich‘s nicht genau.

Es wäre auch zu schade, einfach durchzurauschen, denn die Landschaft ist herrlich: Nachdem man Athen durchquert hat (sehr schnell dank Stadtautobahn, die heute in unserer Fahrtrichtung fast leer war – klar, sonntags fährt man üblicherweise zurück nach Athen, nicht von dort weg), geht es eine Weile am Meer entlang, dann landeinwärts, wo es hohe Berge und weite Ebenen zu sehen gibt. Erfreulich: Die Natur hat sich nach den Bränden mittlerweile einigermaßen erholt und grünt wieder überall. Die Dörfer unterwegs haben so bezaubernde Namen wie „Paradeisia“.

Paradiesischer finde ich es allerdings hier, am Ziel unserer Reise. Die Zikaden zirpen, in der Dämmerung flattert ein Fledermäuschen um unseren Schlafturm und der Sonnenuntergang, zu besichtigen von unserer Terrasse, ist wie immer eine Wucht. Nett auch die trägen Leitungen, die sich von Mast zu Mast hangeln, als ob sie vom Weg bergan müde geworden wären.

Sonnenuntergang (c) Petra Gust-Kazakos

Mit dem Zeitungsfrühstück war es also diesen Sonntag nichts, aber vielleicht gibt es dafür morgen eine Nachlese. Das Schöne am Fliegen ist ja vor allem, dass man so viele Zeitungen bekommt ; ) Ansonsten werde ich zusehen, dass ich morgen ganz hier angekommen bin. Bei schnellen Ortswechseln durch Flüge brauche ich dazu einen Tag in Ruhe und ohne zu reisen, um das Gefühl zu haben, wieder „am Stück“ zu sein.

Über Petra Gust-Kazakos

Fiel als Kind in eine Buchstabensuppe; Femme de lettres, virtuelle Salonière, Public Relations Managerin, Autorin, stets lese- & reiselustig https://phileablog.wordpress.com/
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