Schöne Zeiten

Schon Samstag, die Zeit fliegt – wie immer in den Ferien. Morgen geht es wieder zurück nach Athen und am Montag dann zurück nach Deutschland.

Mit dem Wetter hatten wir wirklich Glück. Zwar hat es zwischendurch mal ordentlich gestürmt und geregnet, aber am nächsten Tag war die Welt wieder in Ordnung. Man kann im T-Shirt herumlaufen, draußen sitzen zum Mittagessen oder zum Kaffee trinken und muss erst gegen Abend eine Jacke überziehen.

Besonders gern sitzen wir am Meer, zum Beispiel in Kitries, um Fisch zu essen.

Kitries: Frischer Fisch direkt am Wasser. (c) Petra Gust Kazakos

Auf dem Weg dorthin kommt man an einem schiefen Haus vorbei. Auf dem Foto sieht man es nicht (hat das iPhone eine Begradigungsfunktion?), aber das ganze Haus neigt sich so stark nach rechts, dass ich mich jedes Mal frage, ob die Möbel auf einer Seite kürzere Beine haben müssen, um gerade stehen zu können.

Schräg: Haus in Kitries. (c) Petra Gust Kazakos

Die Tage hier waren sehr gemütlich, viel gelesen, Konzept für mein nächstes Buch entwickelt, gelegentlich haben wir Ausflüge nach Kalamata gemacht und ansonsten die Natur ringsum genossen (oft einfach faul von der Terrasse aus), mein Liebster war sogar noch schwimmen. Auch das geht, denn das Meer ist aufgeheizt vom Sommer.

Und die Krise? Beim Autofahren fallen einem zunächst die stark erhöhten Benzinpreise auf. Viiiel teurer als beim letzten Mal (vor zehn Monaten). Auch die Zigaretten sind teurer geworden, wenn auch immer noch deutlich billiger als in Deutschland (zumindest die einheimischen Marken, die wir hier rauchen, support local economy!). Cafés und Restaurants scheinen mir leerer, was nicht nur daran liegt, dass die Ferienzeit vorbei ist. In Athen, so hörte ich, haben sehr viele Geschäfte schließen müssen. An vielen Häusern hängen „Zu verkaufen“-Schilder, eine unserer Lieblingskneipen hier in der Nähe, das Lithari, ist zu. Insgesamt ist die Stimmung der Leute zu diesem Thema mehr als trüb. Man macht sich große Sorgen. Zu Recht, wie ich fürchte … Immerhin gibt es auch Erfolgsgeschichten, z. B. die der Firma Coco-Mat. Wir schlafen sehr gut auf ihren Matratzen : ) Mit Staunen wird hier der wirtschaftliche Aufschwung in Deutschland wahrgenommen. Wir staunen ja selbst.

Heute ist also unser letzter richtiger Urlaubstag … wir werden ihn genießen und noch mal ein bisschen die „local economy“ ankurbeln mit dem Kauf von Zigis, Salz, Senf, Kräutern und weitere Leckereien für zu Hause.

Über Petra Gust-Kazakos

Fiel als Kind in eine Buchstabensuppe; Femme de lettres, virtuelle Salonière, Public Relations Managerin, Autorin, stets lese- & reiselustig https://phileablog.wordpress.com/
Dieser Beitrag wurde unter Auf Reisen abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu Schöne Zeiten

  1. haushundhirschblog schreibt:

    Und das was 2010! Ein spannender Text für uns jetzt.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s