Zeitungsfrühstück, Tipps und Winterfreuden

Das bisschen Weiß, das am frühen Morgen so hübsch puderzuckrig alles bedeckt, taut hier zügig weg. Am längsten hält es sich auf den Autos. Kalt genug ist es jedenfalls, um winterliche Stimmung aufkommen zu lassen. Die Sonne scheint und der Himmel ist schön blau.

Beim gemütlichen Zeitungsfrühstück heute gab’s im Zeitmagazin bei „Heiter bis glücklich“ 24 Ideen zur Befüllung des Adventskalenders. Putzig: Das Lesezeichen „Leseratte“, zu finden im Shop von Edeldreist, oder schöne und leckere Teeblumen, zu bestellen z. B. hier .

Natürlich gab es noch eine Reihe weiterer interessanter Artikel, die alle nicht online sind, sehr bedauerlich. Einer der Artikel, „Erfolg – wie geht das?“ von Hanno Rauterberg, war besonders hintersinnig. Am Beispiel der aufstrebenden Künstlerin Klara Lidén formuliert Rauterberg acht Tipps für den künstlerischen Erfolg. Sie lauten: „Lege dich nicht fest!“, „Sei dein eigener Hauptdarsteller!“, „Wahre Abstand, bleibe ein Geheimnis!“, „Umarme das Alltägliche!“, „Hüte dich vor Beliebigkeit!“, „Sei politisch!“, „Theorie muss sein!“ und „Beiße die Hand, die dich füttert (zaghaft)!“. Du meine Güte, lauter Klischees! Aber, um es mit Woody Allen zu sagen bzw. mit seiner Filmfigur Boris aus Whatever works: “Manchmal ist ein Klischee die beste Art, Dinge auf den Punkt zu bringen.” In diesem Fall also, welche doch teilweise sehr banalen Kriterien erfüllt sein müssen, um in jene engen Schubladen zu passen, die manche Zeitgenossen zur Kategorisierung ihrer Mitmenschen so dringend benötigen. Nur, allein diese Tipps zu leben, wird wohl nicht reichen für eine garantierte Künstlerkarriere. Denn am Ende kommt es (leider?) auch auf den glücklichen Zufall an, zu einem bestimmten Zeitpunkt am „richtigen“ Ort zu sein und die „richtigen“ Leute zu kennen, egal wie talentiert jemand ist.

Interessant war der Artikel „Solange es kracht, hält es“ von Andreas Wenderoth über Schlittschuhlaufen auf dem Weißensee im Allgemeinen und die Pflege des vereisten Sees im Besonderen. Ein paar Mal hatte ich als junges Mädchen das Glück, auf vereisten Seen Schlittschuh laufen zu können. Ich habe es geliebt! Meist war ich auf dem See im Schlosspark oder im Stadtgarten, wo es gleichermaßen voll zuging. Am schönsten war das Schlittschuhlaufen auf dem Weiher, der in der Nähe der Wohnung meiner Großeltern in Trier lag. Da die Schüler in Rheinland-Pfalz nicht genau zur gleichen Zeit Ferien haben, wie die in Baden-Württemberg, hatte ich den Weiher bis mittags für mich allein. Ich lief rundherum und quer durch, rückwärts und vorwärts, in Schleifen, Kurven und Geraden. Ja, ich traute mich sogar, Pirouetten zu versuchen und kleiner Hopser, was ziemlich misslang. Ein paar Mal war ich mit Freunden in Eishallen, das gefiel mir überhaupt nicht: voll, doofe Musik und über allem der muffige Geruch geliehener Schlittschuhe. Irgendwann waren mir meine Schlittschuhe zu klein geworden und es gab eine Weile keine Winter mehr, die kalt genug waren, dass die Seen zufroren. Ich kaufte nie wieder neue Schlittschuhe. Doch an den Weiher, damals in Trier, denke ich gern zurück.

Über Petra Gust-Kazakos

Fiel als Kind in eine Buchstabensuppe; Femme de lettres, virtuelle Salonière, Public Relations Managerin, Autorin, stets lese- & reiselustig https://phileablog.wordpress.com/
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Eine Antwort zu Zeitungsfrühstück, Tipps und Winterfreuden

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