Eulen nach Athen tragen

Eulen, dicht gedrängt in der Vitrine

Sammelleidenschaften gibt es viele. Die einen lieben Briefmarken, ich liebe Lesezeichen und meine Schwiegereltern sammeln Eulen. Als ich sie das erste Mal vor fast 19 Jahren in Athen besuchte, fiel mir ihre große Sammlung von Eulen in allen Formen, Materialien und Farben auf. Ein paar Jahre später gab es für die Eulensammlung eine eigene Vitrine.

Bald war die Vitrine zu eng, so dass sich bis heute das Verbreitungsgebiet der Eulen über die ganze Wohnung und inzwischen sogar bis in das Ferienhaus ausgeweitet hat.

Noch eine zusammengekuschelte Eulengruppe aus der Vitrine.

Manche dieser Eulen stehen in der Nähe von Büchern, was natürlich prima zusammen passt. Andere bei den CDs oder DVDs.

Eule im Bücherregal – schielt sie vor Anstrengung?

Die Geschichte dieser inzwischen gewaltig gewachsenen Sammlung begann, als sich meine Schwiegereltern kennenlernten, kurz nach dem Beginn der siebenjährigen Militärdiktatur in Griechenland (21. April 1967). Da es mit der Heimkehr meines Schwiegervaters nach Athen erst einmal trübe aussah, tröstete ihn meine Schwiegermutter mit dem bekannten Spruch „wir werden schon noch Eulen nach Athen tragen“ und schenkte ihm die erste bunte Keramik-Eule. Danach ging es Schlag auf Schlag. Wo immer die beiden hinkamen, weckten Eulen ihre nun geschärfte Aufmerksamkeit. Von jeder ihrer Reisen brachten sie eine mit nach Hause. Ihre Freunde wunderten sich zunächst, begannen aber ihrerseits, ihnen Eulen zu schenken. Die Sammlung war schon recht umfangreich, als sie 1979 endgültig nach Athen umzogen. Und es wurden immer mehr, denn der Phantasie der Eulen-Hersteller scheinen kaum Grenzen gesetzt zu sein.

Diese Eule hat sich’s auf CDs gemütlich gemacht.

Nicht nur die Freunde meiner Schwiegereltern, auch mein Liebster und ich tragen fast jedes Mal eine oder mehrere Eulen nach Athen. Manche sind nützlich, z. B. Buchstützen oder der Briefhalter, manche ein bisschen albern, wie die Salz- und Pfefferstreuer, einige sind witzig, andere wunderschön. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es keine doppelten Exemplare in dieser Sammlung gibt, was ich ziemlich bemerkenswert finde. Wenn das so weiter geht, wird man in einigen Jahren noch ein Eulen-Museum eröffnen können. Es gibt schon einige, z. B. in Deutschland, in Österreich , in der Schweiz und natürlich in Griechenland, etwa auf Kefalonia.

Theoretisch kann man mit Eulen sogar seinen Weihnachtsbaum schmücken.

Weihnachtliche Eule

Solche Sammlungen machen Spaß, man entdeckt immer wieder Neues, freut sich über die Vielfalt – und darüber, dass man ein Mitbringsel hat, dass den Beschenkten wirklich gefällt. Nur das Abstauben, das ist ziemlich aufwändig.

Über Petra Gust-Kazakos

Fiel als Kind in eine Buchstabensuppe; Femme de lettres, virtuelle Salonière, Public Relations Managerin, Autorin, stets lese- & reiselustig https://phileablog.wordpress.com/
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6 Antworten zu Eulen nach Athen tragen

  1. Martina Klose schreibt:

    Hi,

    deine Eulen sind wirklich zuckersüß 🙂 Besonders die Eule vorm Bücherregal ist super.

  2. haushundhirschblog schreibt:

    Eine weise Eule am Weihnachtsbaum … genau unser Geschmack!

  3. Pingback: Vom Schlafen und Wecken der Eulen | Philea's Blog

  4. Pingback: Da ist es wieder, das Reisefieber | Philea's Blog

  5. Pingback: Sammelstückchen, Folge 1 | Philea's Blog

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