Wie man sich bettet, so liest man

Immer öfter stößt man in letzter Zeit auf Angebote von Restaurants und Hotels zum Thema Literatur. Beispielsweise „Krimidinner“, die sich zunehmender Beliebtheit erfreuen, oder eben Hotels, die für ihre leselustigen Gäste entsprechende Angebote parat haben. Der Literaturtourismus zeigt – nach der Reiseliteratur – mit am auffälligsten die Verbindung, die zwischen Lesen und Reisen besteht. Schon bei meinen Recherchen zu Ganz weit weg stieß ich u. a. auf „Bibliotels“, die versprechen „Bücherliebhabern und passionierten Lesern im Urlaub jeden bibliophilen Wunsch zu erfüllen“. Ein weiteres Fundstück bei meinen Recherchen war das „Gutshotel Groß Breesen“, das „1. Bücherhotel Deutschlands“. Hier finden die Gäste auf den „Fluren, in allen Zimmern, im Gewölbe-Restaurant – einfach überall“ mehr als 500.000 Bücher.

Verführerisch fand ich auch die Idee mit dem „Reading Weekend“ im Tilton House zu Sussex, über das ich euch schon berichtet habe.

In der ZEIT vom 13.01.2011 (leider nicht online) findet sich ein weiterer Tipp für lesefreudige Reisende, die es in die Eifel zieht, nämlich im Artikel „Unter einer Decke mit Maigret“ von Arnold Küsters. Hier geht es um das „Krimihotel“ in Hillesheim. Krimiliebhaber können dort unter zehn verschiedenen Themenzimmern wählen und so in passendem Ambiente ganz ihrer Krimileidenschaft frönen. Zur Auswahl stehen beispielsweise Themen wie Miss Marple, Alfred Hitchcock oder Tod auf dem Nil.

Ein weiteres Ziel für bibliophile Reiselustige könnte das „Library Hotel“ in New York sein (NEW YORK!). Das Hotel liegt günstig für Bücherwürmchen an der Madison Avenue und 41. Straße, nur wenig entfernt von der New York Public Library, dem hübschen Bryant Park und der unbedingt sehenswerten Pierpont Morgan Library. Es gibt 60 Zimmer auf zehn Stockwerken, die alle einem bestimmten Thema gewidmet sind, etwa Literatur, Sprache, Philosophie etc. Die Räume selbst beherbergen Bücher, die thematisch zum jeweiligen Stockwerk passen. Außerdem gibt es abends im 14. Stock mit dem “Poetry Garden” die “Bookmarks Lounge”. Dort lassen sich Cocktails wie “Great Gatsby“ oder „Capote“ genießen. Klingt doch gut, oder?

Über Petra Gust-Kazakos

Fiel als Kind in eine Buchstabensuppe; Femme de lettres, virtuelle Salonière, Public Relations Managerin, Autorin, stets lese- & reiselustig https://phileablog.wordpress.com/
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Eine Antwort zu Wie man sich bettet, so liest man

  1. Jan Exner schreibt:

    Ich fand‘ ja damals das Literaturhotel in Iserlohn schön. http://www.literaturhotel-franzosenhohl.de/

    Das war sogar mit Kindern ok (siehe http://www.jan-exner.de/Berichte/b081030.php?c=pb)

    Cheers,
    Jan

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