Kaffee und ZEITung

Gemütlich: Die Zeitungen und Zeitschriften stapeln sich auf und um unseren Küchentisch herum, die Sonne strahlt durchs Fenster – und ich habe beim Durchrascheln der ZEIT wieder ein paar hübsche und interessante Schnipsel für euch gesammelt.

Das Durchrascheln verläuft bei mir übrigens immer nach dem gleichen Muster: Erst das ZEITmagazin: Sudoku und Um-die-Ecke-Denken, dann schauen, was die Redaktion von „Heiter bis glücklich“ Schönes gefunden hat, wir lesen uns den Martenstein vor (wieder lustig diesmal), ich lese noch ein bisschen im ZEITmagazin und danach „Reisen“, „Feuilleton“ und den Rest. Das passt ganz gut, weil mein Liebster immer als erstes „Politik“, das „Dossier“, „Wirtschaft“ und „Wissen“ aufschlägt – so kommen wir uns nicht in die Quere. Und manchmal lesen wir uns gelungene Formulierungen oder ganze Artikel gegenseitig vor.

Die findigen Sammler von „Heiter bis Glücklich“ haben diesmal gleich drei Lese-Tipps. Der erste empfiehlt ein sechsbändiges Kochbuch namens The Modernist Cuisine, wozu es auch einen schönem Onlineauftritt gibt. Kochbücher nutze ich meist eher zur Inspiration. So richtig nach Rezept koche ich höchstens beim ersten Mal, oft nicht einmal dann. Gibt es ein zweites Mal, so wandele ich entweder die Gewürze ab oder mache gleich etwas daraus, das nur noch vage mit dem ursprünglichen Rezept zu tun hat. Bisher funktioniert das ganz gut.

Der nächste Lese-Tipp sind die kommentierten Songtexte der Band Elbow, aufgemacht wie ein Reclamheft, putzige Idee, allerdings finde ich es nicht im Blog. Der dritte Tipp ist ein Magazin (auch nicht im Blog, nur im ZEITmagazin) und zwar ein ungewöhnliches: Das Neue Testament als Zeitschrift, mehr dazu hier.

Für Leselustige gibt es im Blog aber einen anderen schönen Beitrag zu gestickten Buchcovern vom Penguin Verlag, entzückende Idee! Erhältlich sind sie allerdings erst im Oktober.

Unter „Reisen“ fand sich ein weiterer Buch-Tipp: „Gewissenhafte Touristin“ (leider nicht online) über Simone de Beauvoirs Erfahrungen in New York. „Gewissenhaft“ passt sehr gut, ich lese gerade ihre Memoiren einer Tochter aus gutem Hause, gewissenhafter kann man seine Kindheit und Jugend wohl kaum beschreiben, interpretieren und hinterfragen, alles andere als eine seichte Autobiographie. Die Beschreibung zu New York, mon amour jedenfalls klingt, als wäre das was für mich (und alle anderen Fans dieser wundervollen Stadt). Offenbar neigte Simone de Beauvoir ebenfalls zur akribischen Planung. „Ausgerüstet mit dicken Reiseführern und Adressenlisten, legt sie viele ‚Gewaltmärsche‘ zurück“ – genauso haben wir das letztes Jahr auch gemacht. Sie erwandert sich die Stadt, bis sie schließlich sagen kann: „Jetzt gehe ich nicht mehr mit Riesenschritten auf Entdeckungen aus, sondern strolche in New York herum, als ob es mir gehöre.“ Schön.

Nun heißt es für uns Packen und uns bereit machen für unsere eigenen Ferien, zwei Wochen Griechenland – ich freue mich schon sehr! Und habe natürlich ein bisschen Reisefieber, wie immer. Wenn es in Kalamata wieder so gut klappt mit dem W-LAN wie beim letzten Mal, kann ich euch wieder direkt aus dem Urlaub bloggen. Falls es nicht klappen sollte, wünsche ich euch schon mal schöne Feiertage : )

Über Petra Gust-Kazakos

Fiel als Kind in eine Buchstabensuppe; Femme de lettres, virtuelle Salonière, Public Relations Managerin, Autorin, stets lese- & reiselustig https://phileablog.wordpress.com/
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Eine Antwort zu Kaffee und ZEITung

  1. DrB schreibt:

    Schön Deine Beschreibung! Sie ist eine Tolle Frau!

    Buch-Tipp: „Gewissenhafte Touristin“ (leider nicht online) über Simone de Beauvoirs Erfahrungen in New York. „Gewissenhaft“ passt sehr gut, ich lese gerade ihre Memoiren einer Tochter aus gutem Hause, gewissenhafter kann man seine Kindheit und Jugend wohl kaum beschreiben, interpretieren und hinterfragen, alles andere als eine seichte Autobiographie. Die Beschreibung zu New York, mon amour jedenfalls klingt, als wäre das was für mich (und alle anderen Fans dieser wundervollen Stadt). Offenbar neigte Simone de Beauvoir ebenfalls zur akribischen Planung. „Ausgerüstet mit dicken Reiseführern und Adressenlisten, legt sie viele ‚Gewaltmärsche‘ zurück“ – genauso haben wir das letztes Jahr auch gemacht. Sie erwandert sich die Stadt, bis sie schließlich sagen kann: „Jetzt gehe ich nicht mehr mit Riesenschritten auf Entdeckungen aus, sondern strolche in New York herum, als ob es mir gehöre.“ Schön.

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