Leseplätzchen, Folge 10

Weiter geht es in unserer Serie mit meinem lieben Herausgeber Tobias Wimbauer vom Eisenhut Verlag. Tobias sagt über seinen Lieblingsleseplatz: „Mein Leseort ist das Bett. Im Bett oder auf dem Bett – das kommt auf die Tages- oder Nachtzeit an. Alleine lese ich nie. Irgendwer von den Kätzern ist immer dabei und liest mit.“

Auf dem Bett – das ist das perfekte Leseplätzchen für Tobias Wimbauer

Auf dem Bett – das ist das perfekte Leseplätzchen für Tobias Wimbauer

Wie auch ich liest Tobias stets einige Bücher parallel, „das hängt immer ab von Stimmung, Spannung und Konzentration“. Dem kann ich nur beipflichten.

Tobias Wimbauer lesend

Lesepausenblick zugunsten der Fotografin

Zu Tobias‘ Leseplätzchen ein Zitat von Ernst Jünger, den Tobias sehr schätzt (und über den er auch schon kräftig geforscht hat): „Manche bezeichnen das Lesen als Laster; wir hätten dann ein ideales Laster, das mehr Genüsse als Schaden bringt. Es unterscheidet sich vom Opium nicht nur dadurch, dass sich im Lauf des Lebens die Dosen verringern lassen, sondern auch dadurch, dass es von der Quantität zur Qualität fortschreitet. Zuletzt leben wir mit einem Dutzend Bücher als eiserner Ration. Sie trösten uns in der Einsamkeit des Alters, im Unglück, in der Armut, selbst in den Gefängnissen. Wir siebten aus dem Sand der Wüste eine Handvoll Edelsteine.“

Ein sehr schöner Gedanke – ich bin allerdings noch lange nicht so weit, dass ich schon mein Lieblingsdutzend heraussieben könnte. Aber da ich sehr alt werden will, habe ich ja noch sehr viel Zeit dazu. Vielen Dank jedenfalls an Tobias Wimbauer für den Einblick in sein Leseplätzchen!

Über Petra Gust-Kazakos

Fiel als Kind in eine Buchstabensuppe; Femme de lettres, virtuelle Salonière, Public Relations Managerin, Autorin, stets lese- & reiselustig https://phileablog.wordpress.com/
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4 Antworten zu Leseplätzchen, Folge 10

  1. Gregor Meder schreibt:

    Das konnte ich ja noch nie verstehen: Auf dem Bauch liegend lesen. Ich halte das höchsten ein paar Minuten durch. Für mich ist Lesen ein „sitzende Tätigkeit“ inmitten der vielen anderen Bücher. Hin- und wieder höre ich dann die Eifersüchteleien der in den Regalen stehenden Bände: „Mich könnte er auch mal wieder zur Hand nehmen“, „Jetzt ließt er schon Wochen an dem Heftchen rum, mich, mich hatte er in dieser Zeit schon zweimal gelesen.“ usf. Das amüsiert, beflügelt und – ja – es verführt mich. Mit Tobias stimme ich überein, dass ich oft mehrere Bücher „in der Lese“ habe -je nach dem, wonach es meinen Geist gerade dürstet. Auch das ruft natürlich den Spott der im Regalgebliebenen hervor. Ich höre dann so Sprüche herunterrufen wie „weniger ist mehr“ oder „eins nach dem anderen“, je nach geistiger Herkunft des schwadronierenden Bändchens …

  2. Petra Gust-Kazakos schreibt:

    Lieber Gregor, auf dem Bauch kann ich leider auch nicht lesen – wegen meines Rückens, der jault dann immer so. Offenbar hat Tobias einen gesunden Rücken : ) Wenn ich parallel lese, sitze ich auch lieber. Liegend lese ich eigentlich nur vor dem Einschlafen und vor dem Aufstehen oder auf dem Sofa, wenn ich mich wirklich nur in ein einziges Buch vertiefen will. Herzliche Grüße,
    Petra

  3. Anja L. schreibt:

    Ich lese sehr, sehr gern auf dem Bauch liegend. Das ist Urlaub pur und beinhaltet die Erinnerungen an viele Jahre Ferienlager. Aber, ich war da eben auch viel jünger und konnte dies über Stunden hinweg durchhalten. (Konnte man im Ferienlager tatsächlich mehrere Stunden lang am Stück lesen? Ist wohl eher zu bezweifeln.) Heute lese ich auch mehr im Sitzen, aber gern im Bett. Am Abend, wenn es mal früher werden sollte …

  4. synaesthetisch schreibt:

    Ich habe als Kind viel auf dem Bauch liegend gelesen. Als die Pubertät dann kam, wurde die Position zunehmend ungemütlich 😉 Ein sehr kuschliges Leseplätzchen hat Tobias da, könnte mir auch gefallen!

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