Leckeres vom ZEITungsfrühstück

Auch dieses Wochenende wieder mein kleines persönliches „Best of“ der Beiträge aus der aktuellen Zeit. Wir beginnen traditionsgemäß mit Harald Martensteins Kolumne, in der er diesmal der These einer Leserbriefschreiberin nachgeht, dass Männer die schlechteren Menschen seien, da ja auch in Gefängnissen fast nur Männer säßen – unbedingt lesen : )

Im Wissensteil gibt es mehrere lesenswerte Artikel darüber, ob das, was wir in der Schule lernen, wirklich wichtig ist, wie Lehrpläne möglicherweise effizienter wären und derley mehr („Das will ich gar nicht wissen“ sowie die flankierenden Beiträge „Bildung ist, was übrig bleibt“ und „Vergiss es! Aber was?“). Leider noch nicht alles online.

Bei Reisen findet ihr ein interessantes Interview von Elke Michel mit Vincent van Dijk, der ein Jahr lang nur in Amsterdamer Hotels geschlafen hat und darüber ein Buch schrieb, das demnächst erscheint. „Jede Nacht woanders“ ist leider auch noch nicht online. Susanne Sitzler stellt in „In der Fremde“ drei Bücher zum Thema Reisen vor, von denen das zuletzt besprochene besonders sinnreich zu sein scheint. Es heißt Fettnäpfchenführer Spanien. Wie man den Stier bei den Hörnern packt und stammt von Lisa Graf-Riemann. Interessant, dass nach so vielen Jahren als eines der Lieblingsreiseländer erst jetzt dazu ein Buch erscheint. War’s den Touristen früher egal, was die Spanier von ihnen dachten? War Spanien einfach nicht „exotisch“ genug, um sich über Fettnäpfchen Gedanken zu machen? Die beiden anderen Bücher jedenfalls zeugten wohl weniger von interkultureller Sensibilität, sie scheinen (nach Lektüre des Artikels) entweder snöbbelige Ansichten oder Klischees der jeweiligen Autoren zu pflegen. Dann gab’s noch einen kleinen Beitrag mit großem Foto zu dem schönen Bildband New York Roof Top Gardens, den ich euch ja auch schon vor einiger Zeit vorgestellt habe.

Im Feuilleton rät Susanne Mayer zu Elsemarie Maletzkes Eine Liebe in Florenz. Elizabeth Barrett und Robert Browning. Das klang so gut – und noch dazu von Elsemarie Maletzke – dass ich es gleich bestellt habe. Ansonsten findet sich in der Zeit natürlich einiges zum neuen Buch von Charlotte Roche, deswegen brauche ich darauf eigentlich nicht auch noch einzugehen ; )

Über Petra Gust-Kazakos

Fiel als Kind in eine Buchstabensuppe; Femme de lettres, virtuelle Salonière, Public Relations Managerin, Autorin, stets lese- & reiselustig https://phileablog.wordpress.com/
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2 Antworten zu Leckeres vom ZEITungsfrühstück

  1. flattersatz schreibt:

    Martenstein ist eigentlich immer ein Genuss… und wie positiv die „Schossgebete“ in der ZEIT wegkommen, hat mich gewundert, vor allem, wenn ich die leserkommentare bei einem großen online-händler zu diesem buch dagegen halte…
    mich persönlich hat der bericht über das alte ehepaar im dossier („Das Versprechen“) sehr berührt….
    lg
    fs

  2. Petra Gust-Kazakos schreibt:

    Lieber Flattersatz, ich gebe dir vollkommen Recht. Zu allem. Beim ZEITungsfrühstück beschränke ich mich – passend fürs Blog – meist auf den Reiseteil und das Feuilleton. Aber selbstverständlich sind die anderen Seiten der Zeit genauso lesenswert. Bis zum Dossier war ich noch nicht gedrungen, bin aber nun nach deinem Kommentar besonders darauf gespannt.
    Liebe Grüße
    Petra

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