Große Bücheraussortieraktion

Heute berichte ich euch von mysteriösen Ereignissen in unseren Bücherregalen: Es begann damit, dass wir gestern und heute viel Zeit damit verbrachten, Bücher und Zeitschriften auszusortieren. Hauptsächlich ich, ich habe ja auch mehr davon angesammelt ; ) Ich versuchte mir vorzustellen, welche Bücher ich mitnehmen würde, falls ich mal auswandere (nichts dergleichen ist geplant, das war nur mein „Motto“). Die übrigen kamen zur Seite für das A&S Bücherland. Es waren in erster Linie Krimis und Thriller, aber auch viele Romane, deren Titel und Klappentexte mir nichts mehr sagten, und wenn doch, dann nicht genügend Interessantes. Bei den Zeitschriften waren es vor allem Architekturzeitschriften, von denen ich nur diejenigen aufhob, die ich mir tatsächlich immer wieder gern durchsehe.

Ich war wirklich sehr fleißig. Außerdem war es eine gute Gelegenheit, äußerst gründlich abzustauben. Am Ende kam ein Bücherstapel von gut zwei Regalmetern zusammen. Immerhin. Und wo ich schon dabei war, räumte ich auch gleich ein wenig um, gönnte der Reiseliteratur mehr Platz, stellte alle Biographien zusammen bzw. zu den passenden Roman- und Gedichtbänden der jeweiligen Autoren und derley mehr.

Was ich allerdings nicht verstehe: Die Regale sind immer noch voll und die Bücher stehen immer noch zum Teil in Zweierreihen. Ich weiß gar nicht, wie die aussortierten Bücher vorher ihren Platz gefunden haben. Sehr mysteriös. Ob sie sich heimlich vermehren, sobald ich nicht hinsehe?

Über Petra Gust-Kazakos

Fiel als Kind in eine Buchstabensuppe; Femme de lettres, virtuelle Salonière, Public Relations Managerin, Autorin, stets lese- & reiselustig https://phileablog.wordpress.com/
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14 Antworten zu Große Bücheraussortieraktion

  1. Michael Kieweg schreibt:

    Klar, keine Frage. Vor allem, wenn sie eng zusammenstehen ….
    Ist übrigens bei meinen Bögen genauso.

  2. vor der herausforderung, die bücher zu bestimmen, die ich zum auswandern mitnehmen will, stehe ich heute. wahrlich keine einfache entscheidung. auch wenn in kürze 90 bücherkartons kommen …

  3. Petra Gust-Kazakos schreibt:

    Puh, ja, Umzug mit Büchern – das ist eigentlich die Top-Gelegenheit zum Aussortieren. Viel Erfolg ; )

  4. Sarah schreibt:

    Das erinnert mich doch sehr an mein heutiges Büchersortieren – mit ähnlich schockierendem „Warum sind das immer noch so verdammt viele O.O“
    Aus meiner Tätigkeit in einer Bibliothek kann ich auch bestätigen: Bücher dehnen sich aus, wenn man ihnen genug Freiraum gibt 8D

  5. haushundhirschblog schreibt:

    Ja, wir nehmen uns das auch immer mal wieder vor, nur gelingen will es nicht so recht. Vor einigen Jahren war das mal aus Platzmangel nötig, und da ist es schon schwer genug gefallen. Sich von Büchern, bzw. von Gelesenem zu trennen, stellt für uns immer eine kleine Hürde dar und ist irgendwie jedesmal ein Einschnitt. So als verlöre man das einmal Gelesene mit dem Weggeben des Buches sofort aus dem Kopf. Es hat beispielsweise deshalb auch erst nach einem Jahrzehnt funktioniert, die Uni-Unterlagen wegzuschmeißen. Zuvor standen Vorlesungsnotizen, Hausarbeiten, Stundenpläne, sämtliche Studentenausweise und zig Kopien von Sekundärliteratur verstaubt in den Regalen herum. Wie eine Versicherung. 😉

    • Petra Gust-Kazakos schreibt:

      Kann ich gut verstehen : ) Komischerweise fiel es mir diesmal schwerer mit dem Aussortieren als sonst, vielleicht weil es so viele Bücher waren. Normalerweise gehe ich ab und zu die Regale durch und nehme nur hier und da ein Buch heraus, das ich nicht mehr brauche. Aber gleich tütenweise, das war hart, auch wenn ich die Bücher vermutlich nicht vermissen werde.

  6. Petra Gust-Kazakos schreibt:

    Ach je, 600 Bände aussortieren und dann feststellen, dass man manche davon doch vermisst, das ist natürlich hart, lieber Michael! Ich hoffe, dass mir das nicht passiert, aber zum Glück waren es auch keine 600 Bände bei mir : ) Obwohl: Dann hätte ich vielleicht wirklich mehr Platz in den Regalen …

  7. Penelope schreibt:

    Vor einigen Jahren musste ich wegen einer Renovierung alle Bücher in Kartons packen und vorübergehend auslagern. Das war natürlich eine gute Gelegenheit, einen Karton für aussortierte Bücher zu benutzen. Der wurde aber versehentlich mit abgeholt und nach 4 Wochen auch wieder zurückgebracht! Mein Büchergewissen plagte mich.
    Da ich nicht mehr genau wusste, welche es waren, packte ich sie alle wieder aus und fotografierte sie (so blieben sie doch bei mir). Dann packte ich sie (fast) alle wieder ein, stellte sie in den Hausflur und die Nachbarn bedienten sich je nach Gusto. So blieben sie auch im Haus. *-*
    Da ich viel mit Bleistift lese, sehen manche Bücher auch entsprechend aus – die gebe ich sehr ungerne weiter. Irgendwie war ich mit ihnen intim…

    • Petra Gust-Kazakos schreibt:

      Das ist eine sehr gute Idee, liebe Penelope! Sowohl das Knipsen als auch das Verteilen im Haus : ) Bei meiner Aussortierey habe ich nur die Bücher ausgewählt, zu denen ich keinen engen Bezug gepflegt habe, also nicht mit dem Bleistift gelesen, angemerkt etc. Ich glaube, die „engen“ Bücher würde ich nicht weggeben können. Aber wer weiß, in ein paar Jahren sehe ich das vielleicht anders. Obwohl ich bisher festgestellt habe, dass Bücher, die mir vor Jahren lieb und wert waren, das auch weiterhin geblieben sind.

  8. Lakritze schreibt:

    Bücher können sich sehr schmal machen in ihren Regalen. Und wenn man dann Platz schafft, atmen sie erst mal aus … ,)
    Bücher sortieren ist ein bißchen wie eine neue Frisur. Klar, Haareschneiden tut nicht weh und ist manchmal unbestreitbar nötig, aber man verliert doch etwas sehr Eigenes. (Die Geschichte von den 600 Büchern kommt mir bekannt vor — mir kommen manchmal ganze Regalmeter durch Verleihen abhanden, und hinterher streife ich über die Flohmärkte.)

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