Zeitungsfrühstück am langen Wochenende

Immer noch fantastisches Wetter – und das soll wohl fürs ganze lange Wochenende anhalten. Herrlich! Und so ein langes Wochenende bringt uns viel Zeit fürs ausführliche Zeitungsfrühstücken. Für euch, meine Lieben, wieder mein persönliches Best of aus Zeitmagazin, Reisen und Feuilleton:

Wie’s der Tradition entspricht, beginnen wir mit Harald Martensteins Kolumne, in der er sich diesmal über Leute Gedanken macht, die alles Mögliche entweder schon vorher gewusst (oder prophezeit?) haben wollen bzw. anhand alter Texte auf seelische Störungen, z. B. bei Propheten, schließen.

Das Zeitmagazin ist wieder besonders schön für alle Fans von Paris. Überhaupt scheint mir die Zeit in der letzten Zeit ein besonderes Interesse an dieser Stadt zu zeitigen und dies aufs Schönste für ihre Leserschaft aufzubereiten. Zum Glück ist schon einiges davon online, so zum Beispiel der Artikel „Statt der Liebe“ von Tanja Stelzer, in dem es um „SoPi“ geht, also South Pigalle, das sich offenbar gerade zum neuen Szeneviertel für die urbanen Bohos mausert. Mich erinnerte es etwas an die Prenzlauer-Berg-Atmosphäre, Boho oder boohoo? Sehr interessant ist der Beitrag „Sartres Erben“ von Gero von Randow über die „neuen Intellektuellen von Paris“. Für Fashion Victims gibt es noch einen Artikel über Haider Ackermann und für Gourmets und Gourmands den Beitrag „Über den Sternen“.

Bei Reisen gibt es einen guten Artikel namens „Urlaub im Versuchslabor“ von Merten Worthmann, der mit seiner Familie auf Teneriffa in Bio-Ferienhäusern probewohnte. In „Hier gehen die Uhren andersherum“ berichtet Stephan Burianek über die wiederbelebte Tradition der Gebetsstuben in Budapest. Und Reiner Luyken erzählt in „Er kriegt sie alle“ von den International Sheepdog Trials in Schottland. Beide Artikel sind bedauerlicherweise nicht online.

Das Feuilleton startet mit dem Artikel „Die Utopie ist da“ von Nina Pauer (leider ebenfalls nicht online) über die „Timline“, die sich Facebook ausgedacht hat (na ja, nicht ganz), damit wir unser Leben bald komplett im Netz dokumentieren können. Fragt sich bloß, wen das interessieren soll, also diese Doku. Der Artikel dagegen ist sehr interessant. Und wunderbar weiter geht es mit einem Interview mit Umberto! Eco!! Titel: „Die Macht der Dummen“ – auch nicht online. Daher mein Rat: Kauft euch die Zeit, es lohnt sich! Und das nicht nur wegen des Paris-Specials im Zeitmagazin.

Euch allen noch ein schönes langes Wochenende!

Über Petra Gust-Kazakos

Fiel als Kind in eine Buchstabensuppe; Femme de lettres, virtuelle Salonière, Public Relations Managerin, Autorin, stets lese- & reiselustig https://phileablog.wordpress.com/
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2 Antworten zu Zeitungsfrühstück am langen Wochenende

  1. haushundhirschblog schreibt:

    Vielen Dank wieder einmal für den Hinweis auf Martensteins Kolumne. Köstlich! Und sie hat schön zum Nachdenken über Diagnostik und die Geschichte der Medizin angeregt, obwohl das ja ein ganz eigenes Thema ist. Denn interessant ist ja auch, dass heute kaum mehr Frauen in aller Öffentlichkeit in Ohnmacht fallen. Früher dagegen massenweise. Selbst die Hysterie hat in den letzten Jahren scheinbar stark nachgelassen, heute wird am allerliebsten noch eine Borderline-Persönlichkeitsstörung fröhlich freigiebig „diagnostiziert“. Und die Schizophrenie wird immer häufiger von einem Asperger Autismus abgelöst. Und weil uns das manchmal ärgert, kam die Martenstein-Schreiberei gerade richtig zum verlängerten Wochenende. 😉

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