ZEITungsfrühstück zu später Stunde

Heute, meine Lieben, kommt das ZEITungsfrühstück ungewöhnlich spät, weil wir eine Wohnung besichtigt haben und anschließend noch einkaufen gegangen sind. Die Wohnung war nix, aber in der Zeit habe ich wieder einige Fundstücke für euch gesammelt. Hier also mein persönliches Best of aus Zeitmagazin, Reisen und Feuilleton:

Foto: (c) Gerda Kazakou

In seiner Kolumne teilt Harald Martenstein mit uns seine Sorgen und Nöte als Besitzer eines bissigen Hundes – der Rat der Therapeutin, zum „Rudelführer“ werden zu müssen, scheint ihm nicht zu gefallen. Die Deutschlandkarte zeigt, wo sich in der Republik überall „architektonische Superlative“ befinden (es gibt eine Menge), und ein langer Artikel schaut sich in den Kinderzimmern nach den „Helden unserer Jugend“ um. Leider noch nicht online ist das Interview mit Annie Leibovitz und ihre neuen wunderschönen Fotografien, auf denen zur Abwechslung mal keine Menschen, sondern u. a. eindrucksvolle Landschaften zu sehen sind. Christoph Koch beschreibt in „Das Ende von @was“ den Untergang der E-Mail und, wenn man Tillmann Prüfer glauben darf, so ist Cord, „Der Stoff der Arbeiterklasse“, anscheinend wieder im Kommen (ich will ihm das gern glauben, denn ich liebe Cord).

Im Reiseteil gibt es einen schönen Artikel von Bernadette Conrad über alte Kinos in Wien und einen witzigen Artikel von Alexander Hanisch über eine Heavy-Metal-Kreuzfahrt von Stockholm nach Turku (leider nicht online). Dabei geht es offenbar sehr laut, doch trotz des vielen Alkohols recht zivilisiert zu. Auf jeden Fall nicht so, wie man sich das bei einer „normalen“ Kreuzfahrt vorstellt ; )

Als Beilage gibt’s diesmal ein Krimi-Special mit Rezensionen, Artikeln etc., das Krimifans bestens gefallen dürfte. Im Feuilleton findet sich ein überraschend interessantes Interview mit Larry Hagman, den einige von euch vielleicht noch als J. R. aus „Dallas“ kennen. Außerdem eine ziemlich rührende Grabrede von Steve Jobs Schwester – aber Grabreden sollten natürlich immer rührend und möglichst positiv ausfallen (von Toten nur Gutes …). Beides leider auch noch nicht online.

So, meine Lieben, ich hoffe, meine Fundstücke gefallen euch und animieren euch womöglich zum Kauf der Zeit, was sich ja eigentlich immer lohnt ; ) Morgen werden wir einen Ausflug nach Baden-Baden zur Anselm-Kiefer-Ausstellung im Museum Frieder Burda machen, auf den ich mich schon sehr freue. Euch noch ein schönes Wochenende!

Über Petra Gust-Kazakos

Fiel als Kind in eine Buchstabensuppe; Femme de lettres, virtuelle Salonière, Public Relations Managerin, Autorin, stets lese- & reiselustig https://phileablog.wordpress.com/
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6 Antworten zu ZEITungsfrühstück zu später Stunde

  1. flattersatz schreibt:

    Hallo petra und lieben dank für deine wöchentliche kolumne!
    über das interview mit larry hagman habe ich mich köstlich amüsiert. (ich gehöre übrigens zu der schätzungsweise absoluten minderheit, die nicht eine einzige folge von dallas (oder denver-clan) gesehen hat, ich kenne hagman noch als frühen jugendtagen mit der bezaubernden jeannie…. ) sehr viel selbstironie, erstaunliche erkenntnisse und vor allem keine hemmungen, die wahrheit (oder was er dafür hält) auszusprechen, auch wenn die pc nicht eingehalten wird. und die sache mit dem flatulismus ist ein herrliches wortspiel…
    beim ende von @was habe ich mir wieder gedacht, daß die entwicklung mich langsam doch abhängt… aber will ich wirklich ständig und immer und überall erreichbar sein? war nicht dieses interview mit peter altmeier (parlamentarische geschäftsführung der cdu/csu fraktion im bundestag), in der er seine neu erwachte twitter-begeisterung kundtut, auch in der ZEIT? es muss schrecklich sein, mit einem menschen zusammenzusein, dessen tel dauert piept, weil wieder eine „nachricht“ eingetroffen ist…. na ja, egal…
    ich wünsch dir noch einen schönen sonntag!
    fs

    • Petra Gust-Kazakos schreibt:

      Guten Morgen, lieber Flattersatz! Das Interview mit Larry Hagman hast du sehr treffend zusammengefasst, genauso habe ich es auch gelesen : ) Und stimmt, „Bezaubernde Jeannie“ – das war ja eine sehr putzige Serie! Aber für sein Image war die Rolle des J. R. wahrscheinlich „nachhaltiger“ (zumindest bei denen, die die Serie gesehen haben). Das mit dem Ende der E-Mail konnte ich auch nicht so richtig nachvollziehen. Zwar twittere ich und bin bei FB, wo man sich ja auch weniger öffentliche Nachrichten senden kann, und selbst in einem Blog kommuniziert man ja miteinander (im Idealfall), aber ich habe noch immer viele Freunde, die diese Kanäle nicht nutzen. Würde das E-Mailen abgeschafft, so müssten wir vermutlich wieder zu einem noch „älteren“ Kommunikationsmittel greifen – dem Telefon. Liebe Grüße & auch dir einen schönen Sonntag!

  2. Frau Feuerfalter schreibt:

    Liebe Petra, nachhaltige AugenBlicke zum Innehalten wünsche ich Euch in der Anselm-Kiefer-Ausstellung! Mein Schwesterherz war unlängst auf einem Kongress in Baden-Baden und besuchte noch am Abfahrtstag die Ausstellung in einem beeindruckenden Museumsbau, wie ich auf ihren Fotos sehen konnte. U. war sehr beeindruckt von Kiefers großformatigen Bildern; ich mag besonders das Plastische, seine Verarbeitung unterschiedlichsten Materialien. Ende Oktober ist ein Dokumentarfilm zu Anselm Kiefer im Kino angelaufen, den ich leider noch nicht gesehen habe. Gespannt bin ich auf Deine Eindrücke!

    Mit einem Augenzwinkern darf ich noch verraten: Zu Weihnachten bekomme ich den Ausstellungskatalog zu Anselm Kiefer geschenkt – Schwestern sind wunderbar! 🙂

    Herzliche Grüße von Karin

    • Petra Gust-Kazakos schreibt:

      Liebe Karin, das scheint mir ja eine besonders nette Schwester zu sein : ) Aber falls du mal die Möglichkeit hast: Schau dir seine Bilder auch unbedingt im Original an, man sieht so viel mehr und sie wirken so viel stärker – wirklich sehr zu empfehlen!

  3. haushundhirschblog schreibt:

    Liebe Petra,
    wir warten eigentlich schon seit gestern darauf, wie seit einigen Wochen schon … 😉
    Cord! Ein phantastischer Stoff … ! Während meine Freundinnen und meine Zwillingsschwester Cordhosen ab einem gewissen Alter verschmähten und ihre Jeans stolz trugen, bestand ich noch immer darauf. Feingerippt oder grob. Weinrot, braun, beige oder blau.
    Inzwischen ist das Ewigkeiten her, und ich habe sicher während der letzten 20 Jahre keine mehr getragen. Stattdessen würde ich gerne mal Schuhe tragen, deren Oberfläche mit Cord bespannt sind … ;-))

    • Petra Gust-Kazakos schreibt:

      Hallo, ihr Lieben! Cord ist ja immer mal wieder ein Thema und deshalb hab ich auch immer mal wieder Cordhosen getragen, als Kind, als 14Jährige, vor ein paar Jahren gab’s auch mal wieder eine „Reanimierung“ – und in dieser Saison werde ich schauen, ob es auch Cordhosen gibt, die nicht strumpfhoseneng sind. Das fand ich mit 14 zwar ganz schick, aber gut 30 Jahre später kann man ja mal seine Ansicht zu engen Hosen überdenken ; )

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