ZEITungsfrühstück, Folge 32

Fröhliche Weihnachten, meine Lieben! Auch und gerade an Feiertagen ist so ein ausgiebiges Frühstück mit Zeitung, Vorlesen und Diskutieren ja besonders gemütlich. Hier wieder mein persönliches, kommentiertes Best of aus Zeitmagazin, Reisen und Feuilleton:

Foto: (c) Gerda Kazakou

Harald Martenstein präsentiert sein „Arbeitszeugnis“ für das möglicherweise nur Noch-EU-Mitglied Großbritannien – ich würde sagen, damit wird die Bewerbung um eine andere Mitgliedschaft zumindest zu einer „Herausforderung“ ; ) Der Rest des Zeitmagazins widmet sich wieder einmal vornehmlich dem Verbessern von Texten, wobei ich zum Teil die eingereichten Texte besser fand als die Vorschläge zur Verschönerung. Aber das ist natürlich Geschmackssache. Putzig jedenfalls der Artikel von Hella Schneider über Max Kersting, der für sein Projekt „Drei unbeschwerte Tage“ Fotografien vom Flohmarkt mit kleinen Texten versah, wodurch die Aufnahmen plötzlich eine ganz andere Qualität, eine andere Aussagekraft gewinnen. Neu ist die Idee nicht. Vielleicht kennen manche von euch die Geschichten von Clemens Walter, der aus alten Postkarten und beigefügten Texten eine hintersinnige Chronik der Freundschaft von Artur & Artur schrieb? Falls nicht: Diese Gute-Laune-Büchlein sind sehr empfehlenswert! Überhaupt ist der Anblick alter Fotografien von Wildfremden ja sehr inspirierend. Schön, wenn es solche Blüten treibt, wie bei Kersting oder Walter.

Im Reiseteil findet sich ein schöner Artikel von Bernadette Conrad, „Schwarz wie die Kindheit“ über einen nächtlichen Spaziergang durch London auf den Spuren von Charles Dickens. Anlass ist dessen 200. Geburtstag im Februar 2012 sowie die Ausstellung „Dickens & London“.

Im Feuilleton gibt es einen sehr guten Artikel, „Der nächste, bitte!„,von Adam Soboczynski, in dem er sich über inflationäre Rücktritte und Rücktrittforderungen auslässt. Außerdem ein Artikel von Catharina Koller, „Die Zukunft ist längst vergangen“ über Steampunk, auf den ich mich eigentlich sehr gefreut hatte. Er ist noch nicht online, wie es aussieht, aber das macht auch nichts, denn er ist ziemlich nichtssagend. Wer mehr über das Thema wissen möchte, dem empfehle ich den „Clockworker“ oder auch „The Cynxpire“ von Alex Jahnke alias Cynx, den ihr ja schon bei einem Leseplätzchen näher kennenlernen konntet. Hier gibt es übrigens eine Erklärung zu Steampunk.

Online gibt es noch den Artikel „Seins oder nicht seins“ von Peter von Becker über eine neue, aber alte Theorie, wer in Wirklichkeit Shakespeares Texte geschrieben haben könnte. Überraschung: Christopher Marlowe! Gähn. Lustiger und sinnvoller sind in diesem Zusammenhang die Antworten von Frank Günther auf typische Fragen der Shakespeare-Anzweifler (Warum gibt es kaum Handschriftliches von Shakespeare, wieso konnte ein Sohn von Analphabeten und Nicht-Mitglied der Upper class derart über die Aristokratie schreiben und derley mehr). Ihr findet sie zum Download oder als Youtube-Video auf den Seiten der Deutschen Shakespeare-Gesellschaft.

Euch noch schöne Feiertage, meine Lieben!

Über Petra Gust-Kazakos

Fiel als Kind in eine Buchstabensuppe; Femme de lettres, virtuelle Salonière, Public Relations Managerin, Autorin, stets lese- & reiselustig https://phileablog.wordpress.com/
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11 Antworten zu ZEITungsfrühstück, Folge 32

  1. Johannes schreibt:

    Dir auch noch schöne Feiertage, liebe Petra!

  2. flattersatz schreibt:

    ach, die ZEIT liegt noch unaufgeschlagen neben dem Schreibtisch… hab noch schöne Feiertage, liebe Petra, und weiterhin eine interessante Lektüre! Ich freu mich jedesmal über deine Kolumne, nicht selten, daß ich die ZEIT nochmal hervorkrame, um eine Empfehlung von dir selbst zu lesen…

    p.s.: Martenstein ist natürlich gelesen. Das ist Pflicht.

  3. durchleser schreibt:

    Ein toller Service – selbst an Weihnachten!

    Lektürereiche Festtage wünscht Durchleserin!

  4. Penelope schreibt:

    Immer wieder angenehm informativ & dazu gerade im Fernsehen Oliver Twist – schöne Weihnachtszeit noch *~*

  5. kreadiv schreibt:

    Wünsche Dir auch noch schöne Feiertage, herzliche Grüße Andrea 🙂

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