Sammelstückchen, Folge 2

Wie wunderbar: Die liebe Büchermaniac, die das schöne Blog lesewelle führt, ist meinem Aufruf gefolgt und präsentiert uns hier und heute die Objekte ihrer Sammelleidenschaften. Nun ist aus den „Sammelstückchen“ also wirklich eine Serie geworden, wenn auch noch eine kleine. Aber ich hoffe, dass ihr, meine Lieben, dem guten Beispiel von Büchermaniac nacheifern werdet : )

„Nach dem Beitrag von Petra auf ihrem Blog, eilte ich also nach Hause und guckte mich in der Wohnung um, was denn da alles für Sammlerstücke aufbewahrt werden und stelle fest, dass es da eine Menge gibt und gab. Bin ich verrückt geworden? Keine Ahnung, vielleicht ein bisschen.

Alle Gegenstände liegen nicht nur herum, sondern werden oft und gerne gebraucht und dekorativ ausgestellt.

Einige Sammelleidenschaften habe ich inzwischen aufgegeben, aber die Dinge sind noch da. Nicht alles ist gleich sichtbar, aber meine Hüte, die ich um eine Türe herum aufgehängt habe, sind nicht zu übersehen. Es sind alles geflochtene Hüte, wie der Original-Panamahut aus Ecuador (die beiden weissen) auf Bild 1.“

Dekorativ: Hüte hüten den Türrahmen bei Büchermaniac.

„Auf Bild 2 hängt links über der Tür ein Strohhut aus dem Onsernone Tal (Tessin). Ich war etwa 20 Jahre alt, als ich ihn bei der Flechterin im Dorf gekauft habe. Ich musste immer an ihrer Tür vorbei, wenn ich ins Ferienhaus gelangen wollte. Rechts aussen hängt ein Trachtenhut mit Samtband, der zu einer Simmentaler Tracht (Berner Oberland) gehört. Er gehörte der Mutter meines Partners. Und darunter sieht man meinen Strohhut, den ich auf dem Trekking im Hohen Atlas getragen habe, wie viele Berber ihn auch bei der Arbeit tragen.“

Noch mehr schöne Strohhüte

„Da passt meine Korb-Leidenschaft auch gleich dazu, die bereits in Kindertagen gelegt wurde (der kleine Henkelkorb, rechts), mit dem ich zum Einkaufen geschickt wurde. Es sind nur einige Körbe abgebildet: der mit der Wolle darin habe ich aus Mauritius mitgebracht, vorne ein Beerenkörbchen meiner Mutter, davor der Brotkorb aus Sardinien, den ich bei der Flechterin selbst gekauft habe, ganz vorne ein Weidenkorb aus Deutschland, dahinter eine Schale aus Afrika, ein Erntekorb, ein Einkaufskorb, wie man ihn auf vielen Märkten findet, den ich mir hier gekauft habe, und den mit dem Deckel, habe ich aus Asien.“

Bei diesen Körben könnte Rotkäppchen glatt neidisch werden.

„Die nächste Leidenschaft sind die Natives oder Indianer, das war schon immer so und wird auch immer so bleiben. Gerne hätte ich auch einmal einen schön geflochtenen Indianer-Korb ; )“

„Wie viele Menschen auch, bin ich eine Steinesammlerin. Von überall bringe ich sie mit: links aussen der zerborstene Stein und der rote stammen aus der Südsahara. Der grosse und der rund geschliffene daneben sind aus den Flüssen Maira (Bergell, Kanton Graubünden) und der Simme (Simmental, Berner Oberland), dann Schwemmgut aus Mauritius und Rügen, ein gefundener Stein mit Kristall, den ich selber im Kanton Graubünden gefunden habe, ein typischer Stein, vorne der grosse, von meiner geliebten Alp, der unscheinbare rote ist Tuffstein aus Latium und der rötliche, rechts aussen, aus Sardinien. Steine finde ich etwas sehr Spannendes und ich nehme sie gerne in die Hand.“

Steinerne Souvenirs

Steinerne Souvenirs

„Hier ist unschwer zu erkennen, dass ich Keramik und Holz, vor allem Schalen und Krüge mag. Es sind alles Erinnerungsstücke von meinen Reisen (von links nach rechts Marokko, Kroatien, vorne eine Olivenholz-Schale aus Umbrien, Kabylie (Algerien), Berner Oberland und Provence.“

Sind das nicht tolle Einblicke in verschiedene Sammelleidenschaften? Wahre Sammlerinnen und Sammler können sich eben für vieles begeistern. Büchermaniacs Faible für Hüte teile ich. Allerdings sind es bei mir keine Strohhüte und ich kam auch noch nicht auf die Idee, sie so schön zu präsentieren. Ganz herzlichen Dank, liebe Büchermaniac!

Über Petra Gust-Kazakos

Fiel als Kind in eine Buchstabensuppe; Femme de lettres, virtuelle Salonière, Public Relations Managerin, Autorin, stets lese- & reiselustig https://phileablog.wordpress.com/
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22 Antworten zu Sammelstückchen, Folge 2

  1. erinnye schreibt:

    Ein schöner Beitrag einer offenbar passionierten Sammlerin. Ganz besonders gefällt mir die Hutsammlung. Besten Dank.

  2. Petra Gust-Kazakos schreibt:

    Schade, dass heute kaum noch jemand Hut trägt, man fällt richtig auf, wenn man es tut. Vor allem jenseits kalter Jahreszeiten, wo Kopfbedeckungen üblicher sind.

  3. buechermaniac schreibt:

    Junge tragen doch eher wieder Hut als peppiges Assecoire, so wie der braune Hut auf Bild 1.

    LG buechermaniac

  4. haushundhirschblog schreibt:

    Sehr schön, dass es hier tatsächlich weitergeht mit der Sammellust!
    Die Hüte gefallen uns ausgesprochen gut, und wir sehen es ähnlich: inzwischen sind Kopfbedeckungen, wie diverse Wollmützen, Baseballkappen und ältlich wirkende Männerhüte ja wieder en vogue. Wenn wir im Sommer auf langen Spaziergängen an heißen Tagen mit dem Hund unterwegs sind, schätzen wir auch Strohhüte. Aber so schöne, wie hier abgebildet, findet man nicht so leicht. Vor allem erzählen Deine ja ihre jeweils eigenen Geschichten, das ist u.a. auch das Schöne daran.

  5. Lakritze schreibt:

    Hüte –! Die würde ich auch gerne sammeln, aber ich habe nur drei. Und so schöne Exemplare wie die abgebildeten sowieso nicht. Die Serie verspricht interessant zu werden!

  6. Gregor Meder schreibt:

    Schöne Serienidee. Ich sammle natürlich auch so alles mögliche. Manches sammelt sich aber auch einfach nur so an. Akzidenzen mit schönen Typographien (Einladungskarten, Visitenkarten, Eintrittskarten, Parkscheine …) oder Ostraka von eigener oder fremder Hand sammeln sich wohl eher in Kästen und Schachteln an. Eine wahre Sammlung sind die vielen Krüge, die ich von meinen reisen in Ost- und Westeuropa mitgebracht habe. Sie alle erzählen eine kleine Geschichte. Wenn Du sie haben willst, dann schicke ich Dir ein paar Bilder und ein paar Geschichten für Deine Serie.

    • Petra Gust-Kazakos schreibt:

      Wunderbar, vielen Dank, lieber Gregor! Ostraka und Akzidenzen wären ja eigentlich auch einen Beitrag wert (reicht man mir den kleinen Finger … obwohl, die Krüge sind ja schon mindestens eine Hand!) : ) Ich freue mich sehr, dass du die Serie magst und mitmachen wirst!

  7. haushundhirschblog schreibt:

    Gregor Meder hat mich erst wieder darauf gebracht (Einladungskarten etc) …
    Leider versäume ich es immer wieder, sie auszuschneiden, aber vielleicht macht es ja jemand: skurrile, sprachlos-beredte, kitschige und absurde Texte von Todesanzeigen zu sammeln. Ich habe, neben vielen anderen Gestaltungsoffensiven, einmal eine gesehen, bei der in allen vier Ecken je eines der vier Kartenspielsymbole auftauchte: Pic, Herz, Caro und Kreuz.
    In der Mitte der Anzeige stand: „Rien ne va plus“. Großartig!
    mb

    • Lakritze schreibt:

      Da gibt es ein Buch, »Aus die Maus«, wenn mich nicht alles täuscht … (Rien ne va plus. Da bin ich baff.)

    • Petra Gust-Kazakos schreibt:

      Das ist zwar ein bisschen morbid, aber natürlich auch ein herrliches Sammel- bzw. Beschäftigungsfeld : ) Ich lese auch immer die Todesanzeigen in der Tageszeitung. Außerdem liebe ich es, über Friedhöfe zu spazieren. Morbides ist mir also nicht fremd ; ) Fang mal an, auszuschneiden, liebe MB, dann könnte man diese Sammlung ja auch eines Tages präsentieren, was meinst du?

  8. beatesauer schreibt:

    … Strohüte zu sammeln ist ja eine sehr schöne und originelle Sammelleidenschaft 😉 ! So einen rund geschliffenen Stein, wie auf dem Steinbild zu sehen, haben meine Eltern auch einmal aus einem Schweiz-Urlaub mitgebracht. Ich war als Kind sehr davon faszininert. Liebe Grüße Beate

    PS Das „Gerstenberg-Buch“ übers Sammeln finde ich toll. Ich finde, dieser Verlag macht ohnehin sehr schöne Bildbände.

    • Petra Gust-Kazakos schreibt:

      Stimmt, liebe Beate. Ich habe auch so allerley von diesem Verlag in den Regalen, z. B. aus der Serie „50 Klassiker“ oder „Die Krinoline bleibt in Kairo“, „BücherWelten“ oder auch „Mit Büchern leben“ – und ich denke, da wird noch manches hinzukommen ; )

  9. Rabin schreibt:

    Schade, dass ich den Beitrag erst jetzt lese. 😉 Vor einem Jahr hatte ich noch einen sehr schönen geflochtenen grünen Strohhut mit einem wirklich riesigen Rad (sagt man so?). Der hätte sicher gut in diese Sammlung gepasst.

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