Proust Pharao

Michael Maars Buch ist wunderbar, nur mit seinen nicht mal 80 Seiten leider schrecklich kurz! Dabei hätte ich so gern noch viel mehr von ihm über das Leben Prousts, die Vorlagen für seine Romanfiguren und seine vielen Tics und Marotten gelesen.

Maar nimmt uns mit auf eine kleine und überaus informative Reise durch den Proust‘schen Kosmos. Wir erfahren Erhellendes über die Parallelen zwischen Thomas Manns Zauberberg und Prousts Suche, über Parallelen zwischen realen und fiktiven Gestalten, natürlich über Prousts Asthma, seinen Lebenswandel undsoweiter. Das alles ist so interessant geschrieben, dass man es auch genießen kann, wenn man, wie ich, noch immer nicht die komplette Suche gelesen hat. Deshalb hat mich letztlich der relativ kecke Preis für die wenigen Seiten nicht gereut. Für Proust-Fans und solche, die es mal irgendwann werden wollen.

Über Petra Gust-Kazakos

Fiel als Kind in eine Buchstabensuppe; Femme de lettres, virtuelle Salonière, Public Relations Managerin, Autorin, stets lese- & reiselustig https://phileablog.wordpress.com/
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8 Antworten zu Proust Pharao

  1. haushundhirschblog schreibt:

    Vielen Dank, liebe Petra, für diesen feinen Tipp!
    Wir sind auf dem besten Weg, dank Deiner Proust-Empfehlungen, zu noch größeren Fans zu werden … 😉

  2. valentino schreibt:

    Sehr schön, diese Vorstellung der Sekundärliteratur über Proust an seinem Geburtstag. Allerdings muss ich gestehen nichts davon gelesen zu haben, wohl unter dem Vorbehalt durch die Texte über Proust mir den Blick auf das Original nicht verstellen zu lassen. Allerdings habe ich mir mal die von Luzius Keller herausgegebene Enzyklopädie schenken lassen, bei der es sich aber – wie der Name schon sagt – um ein Nachschlagewerk handelt 😉

    • Petra Gust-Kazakos schreibt:

      Danke, lieber Valentino! Es ist schon verrückt: Normalerweise nähere ich mich nicht in einer solchen Spirale einem Autor, sondern direkt über seinen eigenen Text. Inzwischen habe ich natürlich auch schon Texte von Proust und nicht nur über ihn gelesen. Aber die Texte drumherum sind so interessant und faszinierend, dass es mir Spaß macht, ausführlich entlang dieser Spirale zu spazieren : )

      • valentino schreibt:

        Liebe Petra, sicher gibt es ganz unterschiedliche Herangehensweisen an einen Roman. Man weiß ja nun leider auch vorher nicht, wie es ist ihn gelesen zu haben. Und oft schreckt man schon aufgrund des Umfanges davor zurück. Mir geht das so mit Robert Musil.

  3. Petra Gust-Kazakos schreibt:

    Oh ja, lieber Valentino, Musil steht mir auch noch bevor. Und der Ulysses. Natürlich. Aber wir haben ja hoffentlich noch viel Lesezeit vor uns : )

  4. atalante schreibt:

    Ich freue mich, eine Empfehlung für diesen lesenswerten Blick auf Proust auch bei Dir zu finden. Maars Essays sind nicht nur Sekundärliteratur, sondern Literatur an sich. Und es stimmt, sie machen noch mehr Lust die Recherche zu lesen.

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