Wie Proust Ihr Leben verändern kann

Wie Proust Ihr Leben verändern kann. Eine Anleitung von Alain de Botton war eines der ersten oder sogar das erste Buch zu Proust, das ich las. Und nach all den Jahren kann ich es noch immer wärmstens empfehlen.

 

Alain de Botton geht darin der Frage nach, was das Lesen für das eigene Leben bringen kann, und zwar am Beispiel von Prousts Auf der Suche nach der verlorenen Zeit. Ich gehöre zu jenen, die die Suche noch nicht komplett gelesen haben. Beim Lesen von de Bottons Buch hatte ich sie nicht einmal angefangen. Aber das macht gar nichts, denn de Bottons „Anleitung“ versteht man auch sehr gut ohne den Primärtext.

Der Autor hat in dem handlichen Bändchen unter diversen Überschriften, die man aus anderen Ratgeberbüchern zu kennen meint, vielleicht das Wichtigste (kann ich ja aufgrund meiner partiellen Unkenntnis nicht wirklich wissen) herausgezogen aus Proust, seinem Werk und seinem Leben. Hinterher weiß man allerley und kann sein eigenes Leben, wenn auch vielleicht nicht grundlegend ändern, so doch humorvoll reflektieren. Ein echter Glücksgriff, der intelligent die Zeit vertreibt.

Hierzu passt thematisch ein ziemlich alter Artikel mit dem Titel „Wer Marcel Proust liest, muss seltener zum Arzt“ über den Proustianer Reiner Speck. Wenn das mal kein Anreiz ist ; )

Über Petra Gust-Kazakos

Fiel als Kind in eine Buchstabensuppe; Femme de lettres, virtuelle Salonière, Public Relations Managerin, Autorin, stets lese- & reiselustig https://phileablog.wordpress.com/
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16 Antworten zu Wie Proust Ihr Leben verändern kann

  1. apfelesserin schreibt:

    es ist schon recht lange her, dass ich dieses buch las – von de botton – und auch mir hat es sehr gut gefallen. ich kann mich deiner empfehlung nur anschließen!

  2. jexner schreibt:

    Hey! Du hast „allerlei“ geschrieben! Ist die „y“ Taste kaputtgegangen? 😉

  3. juneautumn schreibt:

    Das hört sich sehr interessant an. Werde ich auf jeden Fall lesen, bevor ich mich an das Ungetüm begebe 🙂

    • Petra Gust-Kazakos schreibt:

      Unbedingt, liebe Juneautumn! Selbst, wenn du hinterher nicht die „Suche“ liest, macht das Buch Spaß : ) Es gibt noch ein paar Bücher rund um Proust, die mir sehr gefielen, die könnte ich mal aus dem „Salong“ ziehen und im Blog posten … Damit die Aufmerksamkeit mal wieder auf sie gerichtet wird ; )

      • juneautumn schreibt:

        Irgendwann werde ich zur „Suche“ gelangen, und ich schätze, bei einem derartigen Werk kann Hintergrundinfo nicht schaden. Also bitte richte die Aufmerksamkeit auf sie 🙂

  4. Petra Gust-Kazakos schreibt:

    Juneautumns Wunsch ist mir Befehl ; )

    • juneautumn schreibt:

      Vielen Dank! 🙂 Und nach all den begeisterten Kommentaren zu den Büchern kann ich es -fast- nicht erwarten, mit der Lektüre zu beginnen. Jeden Tag ein Stückchen daraus zu lesen, hört sich wie eine gute Herangehensweise an. Mal sehen, ich bin auf jeden Fall gespannt 🙂

  5. durchleser schreibt:

    Proust verändert das Leben! Es wird reicher, schöner und literarischer. So begleitet mich Marcel Proust seit meinem 16. Lebensjahr, ausgelöst durch den wunderbaren Film von Volker Schlöndorff: „Eine Liebe von Swann“ (http://www.kino.de/kinofilm/eine-liebe-von-swann/26456). Im Anschluss folgte die faszinierende und sehr private Biographie von Céleste Albaret „Monsieur Proust“ und danach begann der langsame und sehr vorsichtige Einstieg in die „Recherche“…! Proust und sein Werk kann man kennen ohne zu mögen, man kann ihn auch mögen, ohne ihn zu kennen, doch am Besten ist es, ihn zu kennen und deshalb zu mögen. Somit lassen wir den ersten Satz der „Suche“ („Lange Zeit bin ich früh schlafen gegangen.“) auf uns wirken und geniessen weiter viele schöne Momente mit und durch Marcel Proust!
    Mehr über und von Marcel Proust kann man auch hier noch entdecken:
    http://durchleser.wordpress.com/marcel-proust/

  6. buzzaldrinsblog schreibt:

    Liebe Petra,
    auch ich habe dieses schöne Büchlein vor einigen Jahren gelesen, als ich mich im Rahmen meiner Masterarbeit mit Proust beschäftigte, es ist mir sehr positiv in Erinnerung geblieben. Alain de Botton hat sicherlich kein hoch wissenschaftliches Buch über Proust geschrieben, aber er schafft einen gut lesbaren Einstieg in die Thematik und er macht mir Mut, eines Tages vielleicht doch einmal „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ zu lesen … 🙂

    Viele Grüße
    Mara

    • Petra Gust-Kazakos schreibt:

      Liebe Mara, genau so ist es : ) Darf ich fragen, was das Thema deiner Masterarbeit war? Wenn’s was mit Proust zu tun hat, werd ich immer noch neugieriger, als ich ohnehin schon bin ; )

      • buzzaldrinsblog schreibt:

        Klar darfst du fragen … 😉 Mein Masterarbeitsthema war Uwe Tellkamps Roman „Der Turm“, den ich auf seine intertextuellen Merkmale hin untersucht habe. Mein Schwerpunkt lag dabei auf Proust und Joyce, die bei Tellkamp beide eine große Rolle spielen. Ich hatte also nur einen kleinen Proust-Bezug …

  7. Petra Gust-Kazakos schreibt:

    Wow, klingt sehr interessant, liebe Mara!

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