Schotts Sammelsurium

Benn Schotts Sammelsurium sollte in keiner Bibliothek fehlen. Ach, was sag ich: in keiner Hand-, Mantel- oder meinetwegen auch Hosentasche! Oder, um es mal mit den Worten von Elmar Krekeler zu sagen, die sich auf dem Rücken des Einbands zu Schotts Sammelsurium finden: „Es ist ein Schweizermesser in Buchform. Wer es einmal besitzt, möchte es nie wieder missen, immer dabei haben.“

So isses. Ich muss es wissen: Meine Ausgabe ist vom vielen Dabei-Haben schon ziemlich lädiert, doch das erhöht für mich nur den Charme des hübschen Büchleins. Es enthält eine enorme Informationsvielfalt: Listen, Anweisungen, Wissenswertes aller Art, vieles davon nutzlos. Wann werde ich schon eine Anleitung benötigen, wie ich einen Sari zu binden habe. Auch ist es gewiss nicht Teil des Allgemeinwissens, die ungewöhnlichen Todesarten exotischer Herrscher zu kennen, aber darüber zu lesen ist durchaus interessant.

All das Wissen reiht sich hintereinander ohne irgendeine erkennbare Ordnung, was vielleicht das Lesen noch spannender macht. Man weiß nicht, was als nächstes kommt, und genießt die Überraschung weiterer ungewöhnlicher Informationen. Kaufen, verschenken oder behalten!

Rezension erstmals erschienen im „Virtuellen literarischen Salon“.

Über Petra Gust-Kazakos

Fiel als Kind in eine Buchstabensuppe; Femme de lettres, virtuelle Salonière, Public Relations Managerin, Autorin, stets lese- & reiselustig https://phileablog.wordpress.com/
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4 Antworten zu Schotts Sammelsurium

  1. Desirée Löffler schreibt:

    Na gut. Bei so starken Worten gebe ich mich geschlagen und habe das jetzt mal ertauscht. Bin sehr gespannt!

  2. Desirée Löffler schreibt:

    Du hast recht, was für ein tolles kleines Büchlein! Ich hatte es heute mit beim Arzt, und plötzlich tat die Dreiviertelstunde Wartezimmer gar nicht mehr so weh! Ich bin zwar nicht so sicher, ob das Wissen, das ich da sammle (sofern es überhaupt haften bleibt) so gut anwenden kann wie ein Schweizer Messer – aber macht ja nichts, Hauptsache es macht Spaß.

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