Bücherparadiese weltweit, Folge 5

Vor einiger Zeit sandte mir meine liebe Schwiegermutter Gerda von einer Italienreise Bilder einer berühmten Mailänder Bibliothek, der Bibliotheca Ambrosiana. Das Foto vom Innern der Bibliothek ist zwar qualitativ etwas, ja, ungewöhnlich, aber das hat auch seinen Grund, wie sie mir schrub:

„In Mailand habe ich für dich versucht, die Bibliotheca Ambrosiana zu fotografieren, in der Leonardos Handzeichnungen aufbewahrt werden. Ich wurde dabei gesehen und ermahnt …“

„Der Raum könnte meine Lieblingsbibliothek sein, er hat eine umwerfende Atmosphäre. Er liegt im Untergeschoss, Endstation, nachdem man die bedeutenden Bilder der Pinakothek gebührend bewundert hat. Ich eilte gleich hinunter und lauerte, ob der Aufpasser nicht mal verschwände. Er stand im Schatten, als ich knipste… Das Foto von der Bibliothek habe ich, so gut ich konnte, per Photoshop nachgebessert. Ich schicke dir auch Fotos vom Gebäude, von vorn und hinten.“

Toll, nicht wahr? Auch den ganz besonderen Einsatz Gerdas, mir schöne Fotos von einem „Bücherparadies“ zu senden, finde ich sehr lobenswert : )

Auf der gleichen Reise fand sie noch einen witzigen, thematisch beziehungsreichen Wandbehang, den sie ebenfalls für mich fotografierte. Nämlich auf dem Flohmarkt, der in und um den Palazzo Ducale (Dogenpalast) in Genua abgehalten wurde.

Also, ihr Lieben, falls euch im Urlaub eine schöne Bibliothek oder eine tolle Buchhandlung begegnet – macht mit bei den „Bücherparadiesen weltweit“! Ich würde mich feuen : )

Über Petra Gust-Kazakos

Fiel als Kind in eine Buchstabensuppe; Femme de lettres, virtuelle Salonière, Public Relations Managerin, Autorin, stets lese- & reiselustig https://phileablog.wordpress.com/
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14 Antworten zu Bücherparadiese weltweit, Folge 5

  1. haushundhirschblog schreibt:

    Schön, eine so mutige Schwiegermutter zu haben …
    Ein tolles Foto, das umso schöner wirkt, wenn man erst weiß, wie es entstanden ist!

    • Petra Gust-Kazakos schreibt:

      Ja, ich bin stolz auf sie : ) Das Foto finde ich auch so, wie sie es aufgenommen/bearbeitet hat, sehr interessant. Vielleicht sehe ich die Bibliothek ja mal eines Tages in echt …

  2. Deiner lieben, mutigen und bibliophilen Schwiegermutter auch von mir ein herzliches Dankeschön für diese Augenblicke!

  3. buechermaniac schreibt:

    Super, deine Schwiegermutter. Ich fotografiere meist auch eher unauffällig, wenn ich in einer Ausstellung bin. Wird ja nicht überall gerne gesehen. Vielleicht kann ich im Herbst irgendein Foto beitragen, wenn es wieder auf die Reise geht.

  4. Heidrun schreibt:

    .. vielleicht (!) kann ich auch ein Foto besteuern, muss einmal auf die Suche gehen … eine tolle Idee! Macht Freude …

    GLG von Heidrun

  5. Klausbernd schreibt:

    Ich fahre im Herbst mit Dina nach Dublin und da ist natürlich ein Muss die Bibliothek des Kings College – ich bin gespannt, sehr! Dina wird sicherlich mit unserer Buchfee Selma viele Fotos schießen, die Siri und ich dann kommentieren müssen 😉
    Sehr schön und voller Schätze – meist illuminierte Handschriften – ist die Klosterbibliothel von St. Gallen, von der die Schutzgöttin der Buchliebhaber und Bibliotheken, die Hl. Wiborada, herstammt, die das Retten von Handschriften mit ihrem Tod bezahlte. Über sie gibt`s einen amüsanten Roman „Fräulein Stark“. Ich habe gerade den Autor vergessen und bin zu faul in meiner Bibliothek zu suchen. Es ist ein Schweizer.

    Liebe Grüße von der sonnig heißen Küste Norfolks, wo wir gerade Fenster blau streichen
    Klausbernd und seine beiden Buchfeen Siri & Selma
    🙂 🙂 🙂

  6. Klausbernd schreibt:

    Danke!
    Genau, Thomas Hürlimann.

    Eine Bibliothek, die ich von ihrem Bestand beachtlich fand, ist jene der Universität von Uppsala. Viele alte Werke gibt`s da zu betrachten. Ich arbeitete einst dort als Student, eigentlich sollte ich helfen, Hs zu ordnen, aber meistens wurde ich fürs Kaffeeholen eingesetzt.
    Liebe Grüße
    Klausbernd und seine beiden Buchfeen Siri & Selma

    • Petra Gust-Kazakos schreibt:

      Klingt schön, lieber Klausbernd : ) Ich arbeitete als studentische Hilfskraft in einer Institutsbibliothek. Das stellte ich mir anfangs natürlich hochromantisch vor, doch leider bestand die „Bibliothek“ aus einem inliegenden Raum, in dem sich dicht gedrängt sicher bedeutende Werke zur Siedlungswasserwirtschaft und ihren angrenzenden Disziplinen befand. Nix edle Bände und alte Handschriften ; ) Aber der Job machte mir trotzdem Spaß, weil die Leute dort sehr nett waren.

  7. buchstabenchaos schreibt:

    Ich will unbedingt mal in die Buchhandlung Selexyz in Maastrich: http://www.artschoolvets.com/news/2012/03/19/kontrastprogramm-selexyz-buchhandlung-in-der-dominikanerkirche/ Unglaublich, oder? Habe ich leider aber noch nicht selbst gesehen. Wenn das aber nicht der Himmel für Leseratten ist dann weiß ich auch nicht mehr weiter…;)

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