Bücherkoffer Nr. 10, diesmal sportlich

Bücherkoffer, Foto: © Petra Gust-Kazakos

Heute dürfen wir in den Bücherkoffer bzw. -rucksack der wunderbaren Gabelspitze schauen, die uns schon einige schöne Beiträge bescherte, beispielsweise ihre „Leseplätzchen“ und einen zur Rubrik „Bücherparadiese weltweit“. Übrigens führt sie auch ein schönes Blog. Aber lassen wir sie nun gleich selbst zu Wort kommen:

„Petra bat mich schon des Öfteren – oder habe ich mich aufgedrängt? [Anmerkung von mir: Nein, hast du nicht : )] – einen Bücherkoffer zu packen und für ihr Blog zu beschreiben. Neben aller bekannten Trägheit gab es eine Reihe von Schwierigkeiten.

– Ich reise nicht so gern.

– Ich habe demzufolge keinen Koffer.

– Ich habe vor einiger Zeit entdeckt, dass ich das Dilemma der falschen Bücherwahl im Vorfeld einer tatsächlichen Reise mit der ziemlich guten kindleApp und einem iPad wunderbar umgehen kann. Ich kaufe spontan. Ich kaufe viel. Ich lese permanent. Mit der neuen Technik spare ich mir zudem die Vorauswahl und kiloweise Gepäck.

Aus all diesen Gründen hätte ich zwar Bücher beschreiben und in Gedanken zusammenpacken können, aber eben nicht das Blog mit Bild + Literatur anreichern können. All dies führte dazu, dass ich mich mit diesem Thema ziemlich herumgequält habe. Die Balkanbücher – meine derzeit liebste Reisefiktion – wurden aufgestapelt und mit der entsprechenden eBook-Liste dekoriert. Diverse Rucksäcke mit Büchern bepackt, die ich nie wirklich mit mir herumschleppen würde und die auch kein gutes Bild abgeben. In einem Rucksack kann man einfach nicht gut stapeln.

Schlussendlich habe ich entschieden, etwas zu den Büchern zu sagen, die tatsächlich zu meinem Urlaub immer dazugehören und die ich auch lieber physisch in die Hand nehme. Oder auf den Boden lege, um mit einem halben Auge hinein zu schielen.“

„Mein Urlaub besteht nämlich oft aus kleineren oder größeren sportlichen Vorhaben. Und da ich mehr Leserin als alles andere bin, kaufe ich Sportbücher. Eher seltener Sportlerbiographien oder Beschreibungen von sportlichen Großtaten und -ereignissen. Nein, ich kaufe Bücher mit Trainingsplänen, Beschreibungen von Übungen und Techniken und gelegentlich mit dem üblichen heroischen Errungenschaften vergangener Tage oder sehr junger Lebensjahre.

Ich habe nicht viele dieser Bücher, aber nutze sie sehr oft. Mindestens, um mir einen Trainingsplan für den Urlaub zu machen. Oft ziehe ich die Pläne dann aber auch durch und quäle mich durch ein Sportprogramm, um wieder die Fitness vergangener Urlaube zu erlangen. Unschwer zu erkennen ist, dass Fechten mein Lieblingssport ist, den ich aber aus Praktikabilitätsgründen nur ansatzweise im Urlaub trainieren kann. Sonst müsste man sich anderen verpflichten und das würde die allgemeine Freiheit des Urlaubs zerstören. Die meisten Yoga-Bücher habe ich nach anfänglicher Faszination verschenkt. Diese Art der Bewegung ist mir einfach zu langweilig. Pilates und jede Art von Gymnastik – mit oder ohne Musik – mache ich gern. Schwimmen und Laufen klappt bisher ohne Nachhilfe, aber so richtig können, würde ich das schon gern. Und richtig Können tut man etwas nur, wenn man alles darüber gelesen hat. Oder?“

Vielen Dank für deine Einblicke, liebe Gabelspitze! Das widerspricht doch gleich mal allen, die das Vorurteil pflegen, dass Buchfinken unsportlich sind und am liebsten auf der Chaise liegen, ein Buch vor der Nase und Spezereien nahebei. Übrigens ein Vorurteil, das auf mich zutrifft. Ein paar „sportliche Bücher“ habe ich auch, aber nach anfänglichem Fleiße landen sie über kurz oder lang in der „Kuriositätenecke“ mit Feng Shui, Callanetics und ähnlichen Themen … Hut ab daher vor Gabelspitze, die offensichtlich disziplinierter ist!

Dieser Koffer wartet auf die nächste Bücherladung. Foto: © Petra Gust-Kazakos

Über Petra Gust-Kazakos

Fiel als Kind in eine Buchstabensuppe; Femme de lettres, virtuelle Salonière, Public Relations Managerin, Autorin, stets lese- & reiselustig https://phileablog.wordpress.com/
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4 Antworten zu Bücherkoffer Nr. 10, diesmal sportlich

  1. Mila schreibt:

    Ach, ich dachte ja bei dem Titel „The Art and Science of Fencing“ spontan an Gartenzäune, vielleicht weil Gabelsitze nicht gerne reist. Da kriegt man sicher auch Muskeln von, wenn man ein paar Quadratkilometer einzäunt…

  2. haushundhirschblog schreibt:

    Auch diesmal wieder ein anregender Bücherkoffer, diesmal ganz ohne Koffer …
    Das tröstet, denn bis auf den kleinen alten Lederkoffer, in dem sich die Stiftesammlung befindet, wurde auch hier bisher alles in Taschen, Rucksäcke und Körbe gepackt, wenn wir in den Urlaub fuhren … Bisher! Seit kurzem besitzen wir einen großen Karierten mit Rollen drunter. 😉

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