Souvenirs und Trouvaillen

Das Schöne nach der Reise sind die Erinnerungen, auch die Form gewordenen: Fotos, Mitbringsel aller Art, Fundstücke. Sie bringen ein Stückchen Urlaub in unser Zuhause. Zwar sind Souvenirs nicht die Essenz einer Reise, doch zumindest ihre sichtbare Manifestation.

Muscheln vom Strand in Trouville

Muscheln vom Strand in Trouville

Wann immer ich an einem Strand bin, richtet sich mein Blick irgendwann unweigerlich auf den Sand auf der Suche nach Muscheln. Erfahrene Sammler haben zu diesem Zweck eine Tüte dabei. Ich legte sie vorsichtig, mit Papiertaschentüchern umhüllt, in die geräumigen Taschen meiner Strickjacke : ) Kennt jemand von euch zufällig ein gutes Muschelbestimmungsbuch? Ich wüsste doch gern, was ich da alles gefunden habe.

Ein weiteres hübsches Fundstück war der Katalog mit Fotografien von Strandszenen um 1900 des Amateurfotografen Alcide L. Die Fotos der Badenden darin zeigen, dass man damals zum Schwimmen mehr an- als auszog. Aber zur Strandpromenade reichte es auch, einfach die Röcke zu raffen.

Zu den weniger spektakulären Mitbringseln gehören die diversen Eintrittskarten, die ich hinterher immer in mein Tagebuch klebe.

Was haben wir uns sonst noch mitgebracht? Zeitlich limitierte Andenken wie Terrinen, Madeleines, Calvados und Pommeau, außerdem Lesezeichen für meine Sammlung, ‘ne Proust-Dose, die verschiedenen Kataloge, die ich euch vorgestellt habe, natürlich für mich zwei dieser unvermeidbaren Marinières (die geringelten Shirts, von denen schon Coco Chanel so angetan war), Bücher und eine putzige Krabbenbrosche (Modeschmuck, den ich bei einem Trödler entdeckte).

Schön war’s. Die Erinnerungen bleiben und tragen mich bis zur nächsten Reise …

Über Petra Gust-Kazakos

Fiel als Kind in eine Buchstabensuppe; Femme de lettres, virtuelle Salonière, Public Relations Managerin, Autorin, stets lese- & reiselustig https://phileablog.wordpress.com/
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17 Antworten zu Souvenirs und Trouvaillen

  1. Dina schreibt:

    Liebe Petra, mein Herz geht auf, wenn ich diese Zeilen lese, so schön! 🙂
    Es ist als hätte ein Teil meiner Selbst mitgeschrieben. Ja, das kenne ich doch alles wieder, das gehört zum Zauber der langsamen Reisen, dieses liebevolle in den Erinnerungen noch verweilen und auskosten.

    In der Nähe von Cley next the sea in North Norfolk gibt es kleines, feines Muschelmuseum, was sagst du dazu? 🙂 Die Buchfeen können bestimmt mehr über The Shell Museum in Glanford in the Glaven Valley berichten.

    http://www.shellmuseum.org.uk/

    Herzliche Grüße
    Dina

    • Petra Gust-Kazakos schreibt:

      Oooh, ganz lieben Dank für deine Wort, liebe Dina! Und vielen Dank auch für den Hinweis auf das Muschelmuseum, schon die Seiten sehen ja ganz nach meinem Geschmack aus! Ob ich da jemals hinkommen werde? England und Schottland stehen eigentlich schon lange auf der Liste meiner Sehnsuchtsziele …

      • Klausbernd schreibt:

        Ja, du solltest wirklich mal bei uns vorbeikommen. Das ist immerhin ein AONB – ein Area of Outstanding Natural Beauty (Rating der EU) – und wir sind da 🙂
        Wenige wissen, wie schön das ländliche England ist: idyllisch, gemütlich und „voll skurril“.
        Also: WIR ERWARTEN DICH!
        Ganz liebe Grüße aus den Alpen
        Siri, Selma, Dina und ich
        Klausbernd

      • Petra Gust-Kazakos schreibt:

        Oh, ganz herzlichen Dank für die Einladung! Nach allem, was ich bisher dazu las oder hörte, ist es bestimmt sehr schön dort – und wer weiß, vielleicht habe ich eines Tages die Möglichkeit dazu, das wäre toll!

      • Dina schreibt:

        Schön, ja richtig toll!
        🙂

  2. Sofasophia schreibt:

    schööön. bin auch so eine. sammlerin meine ich. 🙂 muschelsammlerin im speziellen … 😉

  3. puzzle schreibt:

    Einen Strand entlanggehen kann ich auch nicht ohne einige Fundstücke mitzunehmen: Muscheln, Steine, Holz …. das ist einfach immer wieder eine Versuchung, etwas mitzunehmen., auch wenn es die gefühlt 1Mio17. Herzmuschel ist oder ein weiterer Stein mit Loch.
    Ich glaube, du könntest den kleinen handlichen BLV-Naturführer „Muscheln und Schnecken“ von Gert Lindner gebrauchen, der berücksichtigt ganz Europa und paßt ins Gepäck.

    • Petra Gust-Kazakos schreibt:

      Ja, Steine und glatt gespülte Glasscherben habe ich auch mitgenommen – interessantes Treibholz gab es weniger (gut eigentlich, wir hatten eh zu viel Gepäck). Danke für den Buch-Tipp, liebe Puzzle, hab ich mir gleich bestellt : )

      • haushundhirschblog schreibt:

        Wir wussten (!), dass wenn, dann Puzzle einen besonderen Buch-Tipp dafür parat haben würde. 😉
        Wir hätten beinah auch ein feines Erinnerungsstück vom Strandspaziergang an der Ostsee aus unserem Urlaub vor einer Woche mitgebracht. Dass es nicht so kommen sollte, daran sind drei Hunde und drei, zur Kommunikation bereiten, Menschen schuld: Die beiden Rüden eines permanent auf den Sand starrenden Mannes machten sich über unsere Hündin her (vermutlich ein alter, eingeübter Trick). Derweil wir versuchten, das Hunde-Spektakel im Blick zu behalten, sah der Rüdenhalter noch immer auf und in den Sand, während er fröhlich drauflos quatschte bis uns die Ohren bluteten, um mich schließlich zu bitten, kurz zur Seite zu treten, denn „Da liegt ja ein fetter Bernsteinbrocken!“, den er dann aufhob, einsteckte … und uns einen frohen Tag wünschte.
        mb

      • Petra Gust-Kazakos schreibt:

        Ja, auf die Puzzle ist Verlass : )
        Das mit dem Bernstein ist ja gemein, ts! Aber der Hund scheint mir super dressiert gewesen zu sein ; )

  4. Mila schreibt:

    Muscheln. Steine. Ein paar Kilo davon müssen immer mit. Ich finde ja auch essbare Spezialitäten als Souvenir wunderbar. Und die Brosche ist wirklich ein witziger Fund! LG Mila

    • Petra Gust-Kazakos schreibt:

      Danke, liebe Mila : ) Kilos waren es diesmal zwar nicht, aber einige besonders hübsche Exemplare sind doch wieder dabei, die ich so noch nicht hatte. Und dank des bestellten Muschelbestimmungsbuchs weiß ich dann ja auch bald, wie sie heißen.

  5. juneautumn schreibt:

    Liebe Petra,
    vielen Dank für Deine tolle Reise-Serie! Sollte ich dorthin fahren (und jetzt will ich es noch mehr als zuvor!), werde ich Deine Artikel gerne als „Reiseführer“ nehmen 🙂 Das Meer ist ohnehin mein Sehnsuchtsort, und dann alles, was man dort noch entdecken kann – ich denke, das ist das perfekte Ziel für mich.
    Liebe Grüße, June

    • Petra Gust-Kazakos schreibt:

      Das freut mich, liebe Juneautumn! Und Trouville ist wirklich ganz wunderschön, im Herbst sehr gemütlich und die vielen Orte, die man außerdem besuchen kann, sind ja auch sehr interessant. Ich hoffe, dass du bald eine solche Reise antreten kannst : ) Liebe Grüße!

  6. buechermaniac schreibt:

    Steine, Glasscherben und vor allem Muscheln, die an jedem Strand wieder anders aussehen, nehme ich auch immer mit und verwende sie auch als Deko im Sommer. Die grösste Muschel fand ich einmal am Strand von Mauritius, die benütze ich als Seifenschale. Und wie bei Mila, meist nehmen wir essbare Souvenirs mit nach Hause, die nur vorübergehend Platz beanspruchen.

    • Petra Gust-Kazakos schreibt:

      Das ist ja nett, liebe Büchermaniac, eine Muschel als Seifenschale habe ich auch. Meine ist allerdings – ich gestehe – in einem Muschelladen gekauft und soll aus der Südsee stammen, auch eine recht große, schillernde – so eine habe ich bisher nie gefunden (zur Südsee hab ich’s noch nicht geschafft). Ich habe ziemlich viele Muscheln in unserem Duschvorhang untergebracht, das ist so ein durchsichtiger mit Taschen. Macht sich auch gut und man sieht sie jeden Tag.

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