It happened in Boston?

Dieser Roman von Russel H. Greenan ist ein wiederentdecktes Kultbuch von 1968 – zum Glück, denn es ist ausgezeichnet! Zur Story: Der Künstler Alfred Omega (nettes Spiel zu Alpha bis Omega) liebt es, im Park auf einer Bank zu sitzen und dabei im Geiste Reisen in die Vergangenheit zu unternehmen. Seine Frau hat ihn verlassen und er glaubt, dass die Tauben ihn bespitzeln. Im Park trifft er immer wieder auf teilweise recht bizarre Gestalten, mit denen er sich unterhält oder denen er lieber ausweicht.

Zunächst wundert man sich beim Lesen, warum der Künstler nicht in seinem Atelier ist und arbeitet. Und natürlich fragt man sich, ob er einfach nur plemplem ist oder ob noch etwas anderes hinter seinem Verfolgungswahn steckt. Nach und nach erzählt Greenan, was Alfred passiert ist – und das ist unglaublich und gewinnt immer mehr an Fahrt und Spannung. Alfreds Verfolgungswahn erklärt sich damit dann auch. Eine Art Thriller im Künstlermillieu und sehr komplex. Am Ende jedenfalls versteht man sogar, warum Alfred unbedingt Gott treffen will, um ihn zu töten.

Sehr ungewöhnlich, aber ganz unbedingt lesenswert!

Erstmals erschienen im „Virtuellen literarischen Salon“.

Über Petra Gust-Kazakos

Fiel als Kind in eine Buchstabensuppe; Femme de lettres, virtuelle Salonière, Public Relations Managerin, Autorin, stets lese- & reiselustig https://phileablog.wordpress.com/
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2 Antworten zu It happened in Boston?

  1. susa schreibt:

    habe ich auch kürzlich gelesen und fand es ganz großartig. wer es allerdings nicht so gerne ordentlich abgedreht mag, sollte es liegen lassen.

    bibliophile grüße,
    susa

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