All you can read

Nach High Fidelity, das mir gefiel, habe ich nichts mehr von Nick Hornby gelesen. Natürlich sah ich „About a Boy“, aber das gilt eigentlich nicht. Als ich dieses handliche Bändchen beim Stöbern entdeckte und beim ersten Anlesen für witzig befand, nahm ich’s mit nach Hause, wo ich es alsbald verschlang.

Ja, es ist witzig, wie Hornby – noch etwa 1.000 Meilen weiter vom elfenbeinernen Stil der Literaturwissenschaftler entfernt als Bernd Sucher – Bücher empfiehlt oder verreißt. Zumindest anfangs. Denn irgendwann wird es langweilig, zumal er immer interessante Bücher ankündigt, Bücher, die ich mochte z. B. von Siri Hustvedt oder Kate Atkinson, dann jedoch kaum ein Wort über sie verliert. Vielleicht mochte er sie nicht, dann hätte er doch wenigstens dies kundtun können. Die erste Stunde mit dem Büchlein war amüsant, die folgende halbe dann eher anstrengend. Möglicherweise, weil die Kapitel eigentlich Kolumnen sind und sich Hornbys Rezensionen in Happen besser verdauen lassen, als in einem Büchlein zusammengefügt. Insgesamt ein durchwachsenes Leseerlebnis.

Erstmals erschienen im „Virtuellen literarischen Salon“.

Über Petra Gust-Kazakos

Fiel als Kind in eine Buchstabensuppe; Femme de lettres, virtuelle Salonière, Public Relations Managerin, Autorin, stets lese- & reiselustig https://phileablog.wordpress.com/
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