Die dreizehnte Geschichte

Was für ein herrlicher Schmöker! Für den idealen Genuss sollte die Leserin dieses Romans von Diane Setterfield (ja, ich denke, der Roman ist besonders für Frauen geeignet) eine Vorliebe für verschlungene, spannende, geheimnisvolle Geschichten mitbringen und vielleicht in ihrer Jugend gern Bücher wie Jane Eyre, Stürmische Höhen oder Rebecca gelesen haben. Kommt dazu noch eine gewisse Liebe zu Büchern an sich, die sie zuweilen in Antiquariaten auslebt, wird sie mit diesem Buch, vor allem an düstren, regnerischen Tagen bestens unterhalten sein.

Die Hauptfigur, die zugleich die Geschichte erzählt ist, heißt Margaret Lea. Ihr bisheriges Leben spielte sich im Antiquariat ihres Vaters und in Romanen des 19. Jahrhunderts ab (was die Marschrichtung für Plot und Setting vorgibt). Gern vertieft sie sich auch in Tagebücher und Briefe, und schreibt Lebensläufe meist unbekannter Persönlichkeiten in Form von Essays. Einer ihrer Aufsätze über ein Brüderpaar erregte dabei die Aufmerksamkeit eines Historikers, wodurch sie sich einen gewissen Ruf als Biografin erwirbt.

Nun ist ausgerechnet Englands beliebteste Schriftstellerin Vida Winter auf sie aufmerksam geworden und bittet sie in einem Brief darum, ihre wahre Geschichte zu schreiben. Das scheint Margaret eine gewisse Herausforderung zu sein, da Vida Winter gern fabuliert und bereits x Versionen ihres angeblichen Lebens existieren, alle erfunden. Zwischen Neugier und der Angst davor, belogen oder benutzt zu werden, schwankend, entscheidet sie sich schließlich, das Angebot anzunehmen. Sie soll als Erste das merkwürdige Schicksal der Zwillinge Adeline und Emmeline Angelfield erfahren, warum der Familienbesitz der Angelfields in jener Nacht vor 60 Jahren niederbrannte und wer Vida Winter wirklich ist.

Erstmals erschienen im „Virtuellen literarischen Salon“.

Über Petra Gust-Kazakos

Fiel als Kind in eine Buchstabensuppe; Femme de lettres, virtuelle Salonière, Public Relations Managerin, Autorin, stets lese- & reiselustig https://phileablog.wordpress.com/
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