Zu sehen

In Zu sehen spricht die Autorin Lily Brett von ihrem Leben und dem ihrer Eltern. Diese Beschreibung klingt zunächst wenig aufregend, wenn man nicht weiß, was diese Frau alles erlebt und durchgemacht hat.

In einem wunderbar fließenden Monolog erzählt sie von sich, ihren Problemen mit Seele und Gewicht, von ihren Ehen und ihren Kindern, von Juden und Nicht-Juden, ihren zahllosen Gängen zu Therapeuten, ihrer Arbeit für Go-Set, dem ersten australischen Magazin für Popmusik, für das sie Rock- und Popmusiker interviewte, vom Laufen und Gewichtheben, von ihren Eltern, die den Holocaust überlebten, aber danach ihre traumatischen Erfahrungen nicht verarbeiten konnten und ihr Kind durch Erzähltes und Nicht-Erzähltes traumatisiert ins Leben schickten.

Schlimme, unfassbare Erlebnisse wechseln ab mit warmherzigen Betrachtungen über das Leben und Schicksale. Was braucht es, um solche Erfahrungen, die eigenen und die fremden, zu verarbeiten? Vielleicht ein solches Buch.

Erstmals erschienen im „Virtuellen literarischen Salon“.

Über Petra Gust-Kazakos

Fiel als Kind in eine Buchstabensuppe; Femme de lettres, virtuelle Salonière, Public Relations Managerin, Autorin, stets lese- & reiselustig https://phileablog.wordpress.com/
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