Sammelstückchen, Folge 8

Leselustige und Reisefiebrige sind sammelfreudig: Gute Bücher, bibliophile Ausgaben, interessante Eindrücke, grandiose Aussichten, Souvenirs … Ob stofflich oder nicht, sammeln tun wir alle. In der Serie „Sammelstückchen“ präsentieren Philea’s Bloggäste ihre Sammelleidenschaften.

Diesmal zeigt Doreen, die das schöne Blog Wortmeer führt, ihre eindrucksvolle Sammlung von Kameras. So viele auf einmal habe ich noch bei niemandem gesehen! Doch lassen wir nun Doreen über ihre Sammlung erzählen:

„Wie das mit Sammlungen auch oft ist, man sammelt nicht aktiv, sondern die Objekte werden einem sozusagen zugetragen. So geschehen bei meiner Sammlung an verschiedenen Fotoapparaten. Mit Anfang zwanzig begann ich meine Leidenschaft für die Fotografie zu entdecken. Klar, habe ich auch vorher schon gern fotografiert, aber so richtig los ging es, als ich von einem früheren Bekannten eine alte Miranda Spiegelreflexkamera geschenkt bekam und ich mich mit dieser in einen damals nahegelegenen Parkt stellte und mit einem Stativ gewappnet die technischen Möglichkeiten an ein und dem selben Motiv – einem Weg mit Bäumen und Sträuchern am Rand – ausprobierte.“

„Wie ging es dann weiter? Kurz darauf bekam ich dann verschiedene Schätzchen von meinem Vater, darunter war auch meine erste Kompaktkamera, die ich mit elf Jahren, glaube ich, geschenkt bekam. Auf einem der Fotos ist es die Kamera mit einem grün gemusterten Herzen darauf, eine Beirette SL100. Und das noch kurz am Rande: Mit der japanischen Kamera namens YASHIKA, die Ihr ebenfalls auf einem der Fotos sehen könnt, war ich damals zu Abi-Zeiten bei einem Schüleraustausch in Schweden, in Stockholm und Umgebung unterwegs.“

„Wieder zurück zur Entstehung meiner Sammlung: Diese, also meine ersten Kameras stellte ich sichtbar in meiner Wohnung auf, so dass dann Freunde mich nach und nach mit Fotoapparaten bedachten, die sie nicht mehr brauchten: ‚Du sammelst doch Fotoapparate. Hier ist ein schöner, alter – noch von meinem Opa. Die Kamera wird Dir sicher gefallen.‘ – oder  ähnlich. Ja, und so habe ich manches inzwischen schöne, alte Schätzchen, Dachbodenfunde oder ausrangierte Kameras in meinem Regal zu stehen.“

„Die Rollfilmkameras habe ich vor vielen Jahren auch mal ausprobiert, war aber mit den Ergebnissen nicht ganz zufrieden, so dass ich das dann wieder aufgab. Und seit das digitale Fotografieren Einzug gehalten hat, habe ich, muss ich zugeben, die Apparate mehr und mehr vernachlässigt. Aber meine Lomografie-Kameras (Wikipedia-Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Lomografie) hole ich ab und zu raus. (Actionsampler:  http://wortmeer.wordpress.com/2009/04/15/ein-klick-vier-bilder/ und das Original, die Lomo LC-R: http://wortmeer.wordpress.com/2009/05/08/das-original/)

So manches fotografische Ergebnis könnt ihr in meinem Blog und auch in meinem entsprechenden Flickr-Album sehen.“

„Auf den hier gezeigten Fotos findet ihr nur eine kleine Auswahl. Wie viele Kameras ich letztendlich habe? Mmh, da muss ich mal nachzählen… Das bringt mich auch auf den Gedanken, dass ich sie schon längst einmal in meinem Blog einzeln vorstellen wollte… Ach ja, was mir immer so alles an Ideen durch den Kopf schwirrt…“

Vielen lieben Dank, dass du uns deine Sammelstückchen vorgestellt hast, liebe Doreen!

Und was sammelt ihr? Wer Lust hat, bei den Sammelstückchenmitzumachen, sende mir einfach eine E-Mail (die Adresse findet ihr bei Über „Philea“).

Über Petra Gust-Kazakos

Fiel als Kind in eine Buchstabensuppe; Femme de lettres, virtuelle Salonière, Public Relations Managerin, Autorin, stets lese- & reiselustig https://phileablog.wordpress.com/
Dieser Beitrag wurde unter Sammelstückchen abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

17 Antworten zu Sammelstückchen, Folge 8

  1. Der Emil schreibt:

    Da bin ich mit meinen paar wenigen Kameras auch nur Anfänger 😉 Eine Voigtländer oder AgfaBox oder Linhof oder Hasselblad fehlen mir tatsächlich noch 😉

  2. Susanne Haun schreibt:

    Das ist eine eindrucksvolle Sammlung.
    Meine erste Kamera habe ich von meinem Vater annektiert, eine Minolta SRTII. Ich war 16 Jahre alt, es ist also über 30 Jahre her.
    Meine Schulfreundinn kippte bei einem Fest Faßbrause in die Kamera. Natürlich nicht mit Absicht und nach der Reparatur war die Minolta nie wieder wie davor.
    Heute habe ich nur noch meine beiden digitalen Canon Kameras. Es ist schade, dass ich nicht den Platz hatte, meine alten Analogen Kameras aufzuheben. Ich habe sie vor nur 5 Jahren über ebay versteigert. Hätte ich von dir schon gehört, Doreen, dann hätte ich sie lieber dir zugesendet.

    • wortmeer schreibt:

      Oh je, klebrige Brause… Mir ist mal eine Kamera in den Ostseestrandsand gefallen, die war auch hinüber.
      Ich hatte auch schon oft überlegt, die ganzen Kameras mal zu versteigern. Insbesondere bei Ausmistaktionen oder Umzügen. Aber irgendwie war da immer jemand, der meinte ‚Oh nein, bloß nicht.‘ oder ich konnte mich selbst nicht durchringen. Nun stehen sie hier und ich erfreue mich immer wieder daran. (Habe aber auch ein wenig schlechtes Gewissen, weil ich mir nicht die Zeit nehmen kann, sie mal wieder intensiv zu benutzen. Naja…)

    • wortmeer schreibt:

      Das hat aber auch seine Vorteile. Ich erinnere mich, als ich mich auch mal rigoros zusammenstreichen 😉 musste. Das war auch sehr befreiend. Deshalb miste ich immer mal wieder aus, aber klar, es ist nicht das selbe.

  3. Pingback: Ob ich Fotoapparate sammle? « wortmeer

  4. wortmeer schreibt:

    Liebe Petra, ich danke Dir und sende Dir herzliche Grüße, Doreen

    • Petra Gust-Kazakos schreibt:

      Ich danke dir, liebe Doreen! Für mich sind die Begriffe wie Hasselbad etc. ganz fremd, ich kenne mich da leider gar nicht aus. Aber ich freue mich über den regen Austausch hier unter den Expertinnen und Experten : )

  5. haushundhirschblog schreibt:

    Eine schöne Sammlung, liebe Doreen. Viele kleine Schätze aus analoger Zeit. Ich kann mich noch gut an die Zeit erinnern, als die Lomos so hip waren, wie es heute die i-Phone-Photo-Apps sind.
    Liebe Grüße
    dm

    • wortmeer schreibt:

      Ich habe diese Zeit irgendwie verpasst, oder war ich mit meinen Ergebnissen nicht zufrieden? Ach, ich erinnere mich nicht mehr so genau. Für mich kam die Lomo-Begeisterung erst, als ich die Fotos am Rechner sehen und ggf. auch noch etwas verfeinern konnte.
      Es ist heute ein seltsames Gefühl, zu fotografieren, ohne gleich nach dem Ergebnis schauen zu können und dann auch noch zu warten, bis die Negative entwickelt sind 😉

  6. buechermaniac schreibt:

    Bei mir stehen auch Kameras offen im Regal, zwar nur zwei, aber mit ihnen sind so manche Familienbilder entstanden, eine durfte ich schon als Kind gebrauchen, eine Kodak Baby. Diese Fotoapparate würde ich nie weggeben, weil sie zu den alten Fotos dazugehören.

    Eine tolle Sammlung, liebe Doreen. Die sicher auch viele Geschichten erzählen könnten.

  7. Wie schön. Ich liebe ja 6X6 Fotos. Mein Vater hat früher damit fotografiert und unsere ganzen Kindheitsdias sind in diesem Format. Leider hat er die Kamera irgendwann verkauft. Schade. Ich werde gerade sentimental…
    Und freue mich gleichzeitig über diese Serie, die ich so gerne lese wie die Leseplätzchen-Reihe, Petra. LG Mila

    • Petra Gust-Kazakos schreibt:

      Das freut mich, liebe Mila! Diese ganzen Gespräche rund um Fotokameras kann ich ja nur ehrfürchtig verfolgen. Ich hatte als Kind von irgendwem einen Fotoapparat bekommen, der auch sehr lange hielt. Aber irgendwann, so sagte man mir, gab es dafür wohl keine Filme mehr. Gut gefiel mir die Polaroid-Kamera einer Freundin, auch die Tatsache, dass man das Ergebnis sofort in Händen hielt. Aber die Folgekosten waren mir zu hoch. Bis heute habe ich keinen richtigen Fotoapparat, sondern nutze nur die Knips-Funktion an meinem Eifon – für meine geringen Ansprüche reicht das natürlich vollkommen ; )

  8. buchstabenchaos schreibt:

    Was für eine tolle Sammlung, sehr beeindruckend! Meine Kamera-Sammlung kann man leider nicht mal als Sammlung bezeichnen und…mein erster Fotoapparat war – muss ich zu meiner Schande gestehen – ein billiges pinkes Plastikmonster, dass seltsame Töne von sich gegeben hat wenn man den Auslöser gedrückt hat. (und nein, es befindet sich nicht mehr in meinen Besitz!)

    • Petra Gust-Kazakos schreibt:

      Mein allererster war auch aus Plastik und eigentlich ein Souvenir aus Norderney (gab’s und Gibt’s aber vielleicht auch von anderen Gegenden): Ganz klein, und wenn man drückte, sah man vorgefertigte Bilder vom Leuchtturm, Strand etc. Ich habe ihn ewig aufgehoben, aber bei einem Umzug ist er dann wohl verloren gegangen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s