Zeitungsfrühstück, Folge 65

Ein schöner Morgen: Man sieht ein wenig Blau zwischen den Wolken, jenes Blau, das wir so lange vermissen mussten. Das passt gut zum heutigen Zeitungsfrühstück, meine Lieben, denn das Zeitmagazin befasst sich in weiten Teilen mit dem „Einfluss der Farben auf unsere Gefühle“. Außerdem gibt es beim Zeitungsfrühstück Häppchen aus dem Reiseteil sowie aus dem Feuilleton der aktuellen Zeit vom 4. April 2013. Bon ap‘!

Foto: (c) Gerda Kazakou

Foto: (c) Gerda Kazakou

Harald Martenstein zeigt in seiner aktuellen Kolumne, dass er auch aus einer „Richtigstellung“ einen amüsanten Text machen kann. Den Rest des Zeitmagazins könnte man zusammenfassend mit „Alles so schön bunt hier“ beschreiben. Da geht es im Artikel „Schön! Färberei!“ von Tillmann Prüfer um die Wirkung von Farben auf unsere Stimmung und wir können lesen, dass ein bestimmtes Rosa farbtherapeutisch bei Schwerverbrechern eingesetzt wird. Ich fürchte, wenn man mich zu lange der Farbe Rosa aussetzen würde, hätte das eine therapeutisch eher ungute Wirkung auf mich. Experten beantworten in „Farben über Farben“ Fragen, die sich eigentlich jeder lieber für sich selbst beantworten sollte, z. B. „Wann wird bunt eigentlich zu bunt?“ oder „Welche Töne gehören in ein Wohnzimmer?“. Etwas gefühlsduselig am Ende geriet Tillmann Prüfers Artikel „Der Wilde fürs Milde“ über Peter Marino, der Luxusläden gestaltet.

Sehr bedauerlich: Die Beiträge im Reiseteil über und von Manfred Schmidt, Nick-Knatterton-Schöpfer und Wirtschaftswunder-Reisejournalist, sind noch nicht online. Ein Buch mit seinen Reisereportagen ist jetzt im Lappan Verlag erschienen. Natürlich ist auch sonst noch nichts aus dem Reiseteil online, auch nicht der nette Hoteltest „Spieglein, Spieglein an der Bar“, in dem Julia Grosse stilvoll über das neue „Café Royal“ in London lästert. Ein Doppelzimmer kostet hier ab 527 Euren, ein Einzelzimmer „kaum unter 350“ – da mag das marmorne Bad zwar nicht überraschen, aber man kann sich natürlich mit Julia Grosse fragen: „Wieso hängen Tophotels heute noch einer derartig antiquierten Idee von Luxus nach?“

Im Feuilleton schreibt Adam Soboczynski in „Auf dem Sonderweg“ über eine Ausstellung deutscher Kunst in Paris, die dank Betextung und Audio-Guide wohl eine ziemlich ungute Aussage weitergibt. Leider nicht online: „Ich, der ewige Agent“ von John le Carré, „Dunkel ist die Gegenwart der Vergangenheit“ von Andreas Isenschmid über die historischen Romane von Hilary Mantel, „Ruhig Blut“ von Urs Willmann über Thomas Strässles Buch über Gelassenheit und vieles Interessantes mehr. Aber bei dem hübschen Wetter könntet ihr ja einen Spaziergang zum nächsten Kiosk unternehmen?

Habt noch einen schönen Sonntag!

 

Über Petra Gust-Kazakos

Fiel als Kind in eine Buchstabensuppe; Femme de lettres, virtuelle Salonière, Public Relations Managerin, Autorin, stets lese- & reiselustig https://phileablog.wordpress.com/
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