Traumnovelle

Heute empfehle ich euch die Traumnovelle von Arthur Schnitzler, die übrigens auch sehr modern, sehr gut filmisch umgesetzt wurde in „Eyes Wide Shut“, dem letzten Film von Stanley Kubrick.

Eigentlich lieben sie einander, Albertine und Fridolin. Aber irgendwann im Verlauf ihrer Ehe beginnen sie vielleicht, sich ein bisschen zu langweilen. Und so geben sie sich erotischen Träumereien hin, die wohl auch ohne Folgen geblieben wären, hätten sie sie für sich behalten. Aber da sie immer ehrlich zueinander sein wollen, erzählen sie einander von ihren Phantasien.

Ausgerechnet die brave Albertine schockiert mit einem ihrer Träume den Gatten so nachhaltig, dass dieser sich, als hätte er plötzlich seinen Halt verloren, auf die schmale Grenze zwischen Phantasie und Tat begibt. Dabei lässt er sich einfach treiben und wird in einen nächtlichen Strudel teils erotischer, teils bizarrer Geschehnisse gezogen. Seine Streifzüge gewinnen eine immer traumhaftere Atmosphäre, unwirklich und seltsam. Und wie man es in Träumen zuweilen vermag, kann auch Fridolin sich anscheinend in gefährliche Situationen begeben, ohne dass ihm wirklich Schlimmes zustößt. Aber wird er den Rausch seiner wahr gewordenen Träume wieder aufgeben und ein normales Leben führen können?

Mehr zum Thema Träume bzw. Traumdeutung gibt es auch beim kbvollmarblog.

Über Petra Gust-Kazakos

Fiel als Kind in eine Buchstabensuppe; Femme de lettres, virtuelle Salonière, Public Relations Managerin, Autorin, stets lese- & reiselustig https://phileablog.wordpress.com/
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9 Antworten zu Traumnovelle

  1. B.ee schreibt:

    Schnitzler mag ich auch total. Die Wiener und die Psyche…lächel…

  2. Klausbernd schreibt:

    Danke, liebe Petra, dass du auf meinen Blog zum Traum mit den umfangreichen Kommentaren verwiesen hast.
    Schnitzler war einer der erste Dichter, der Freuds Theorien aus seinem Werk „Traumdeutung“ umgesetzt hat und das dazu noch hervorragend, wie ich finde. Nach ihm sollten viele, viele Autoren das gesamte 20. Jh. lang folgen, die den psychologisch Roman begründeten. Aber wenig nur reichten an Schnitzler heran.
    Ganz liebe Grüße vom sonnig warmen Meer, ich fahre gleich mit meinem Boot hinaus 🙂
    und eine feine Woche dir
    Klausbernd

  3. haushundhirschblog schreibt:

    Danke, liebe Petra!
    Tatsächlich war uns überhaupt nicht bekannt (bewusst ;-)), dass „Eyes Wide Shut“ die filmische Umsetzung von Schnitzlers Traumnovelle ist.
    Schön auch der Hinweis zum kbvollmarblog. Wir schätzen das hier bei Dir immer wieder: wie Du Verbindungen herstellst …
    Herzliche Grüße von uns,
    dm und mb

    • Petra Gust-Kazakos schreibt:

      Herzlichen Dank, ihr Lieben! Ja, das passte auch besonders gut, dass es zur Vorstellung der Traumnovelle bei Klausbernd einen interessanten Text zur Traumdeutung gab … Liebe Grüße!

  4. Pingback: Arthur Schnitzler – Traumnovelle | Muromez

  5. irrewirre schreibt:

    Ich lese jetzt „Fräulein Else“, danach nehme ich mir dann endlich mal die „Traumnovelle“ vor. Irgendwo hier in einem Bücherregal steht sie schon…ich muss sie nur finden. Und dann gucke ich auch endlich den Film.

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