Ein perfekter Freund

Als Fabio Rossi im Krankenhaus aufwacht, hat er eine Gedächtnislücke von 50 Tagen. Ausgerechnet in diesen 50 Tagen muss sich in seinem Leben einiges verändert haben. Er verließ seine große Liebe Norina und tat sich mit der PR-Assistentin Marlen zusammen – für die er nach seinem Unfall (oder war es ein Verbrechen?) allerdings keinerlei Gefühle mehr empfindet – kündigte seinen Job als Redakteur und hatte plötzlich komische Angewohnheiten und Freunde. Fabio versucht, diese 50 Tage zu rekonstruieren, doch einige Menschen scheinen das verhindern zu wollen. Und welche Motive hat Lucas, sein bester Freund, der mittlerweile mit Norina zusammen ist? Ist er in seinen Unfall verwickelt? Wollte er ihm womöglich die große Story wegschnappen, an der Fabio gerade arbeitete?

Spannend geschrieben, gut recherchiert, und wenn der Roman am Ende auch nicht ganz so überzeugend ist wie Small World, so ist er auf jeden Fall sehr unterhaltsam. Interessant finde ich auch, dass Suter mit diesem Roman, Small World und Die dunkle Seite des Mondes eine Art Trilogie des Vergessens geschrieben hat. Mein Suter-Favorit allerdings ist Der letzte Weynfeldt.

Rezension erstmals erschienen im „Virtuellen literarischen Salon“.

Über Petra Gust-Kazakos

Fiel als Kind in eine Buchstabensuppe; Femme de lettres, virtuelle Salonière, Public Relations Managerin, Autorin, stets lese- & reiselustig https://phileablog.wordpress.com/
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13 Antworten zu Ein perfekter Freund

  1. cogitarre schreibt:

    Wahrscheinlich liegt es daran, dass es mein erster „Suter“ war, aber „Ein perfekter Freund“ – und ich habe alle Romane gelesen – bleibt mein Lieblingswerk des Autors.
    Viele Grüße
    Cogitarre

    • Petra Gust-Kazakos schreibt:

      Das kann gut sein, so geht mir das auch mit manchen Autoren, mein erster Sedaris gefiel mir auch am besten (zum Beispiel). Mein erster Suter war „Lila, Lila“, den fand ich allerdings überschätzt. Aber insgesamt sind die Romane prima Unterhaltungslektüre, ich habe sie bisher alle gern gelesen. Liebe Grüße!

  2. Dina schreibt:

    Danke für die Empfehlung, ich mag seine Bücher sehr gerne!🙂

  3. Susanne Haun schreibt:

    Es ist auf jeden Fall mein „Lieblings-Suter“🙂

  4. Stefan schreibt:

    Von Martin Suter habe ich bislang noch nicht viel gelesen. Irgendwie rauschte er bei mir immer wieder vorbei. Aber dank der Rezension werde ich mir „Der letzte Weynfeldt“ kaufen. Danke für die Empfehlung.
    Herzliche Lesegrüße
    Stefan

  5. buechermaniac schreibt:

    „Small World“ hat mir schon sehr gut gefallen und „Der letzte Weynfeldt“ fand ich äusserst spannend, weil die Handlung in der Kunstszene angesiedelt ist. „Ein perfekter Freund“ habe ich hingegen noch nicht gelesen.

    Vielen Dank für den kurzen Einblick ins Buch🙂

    LG buechermaniac

  6. SuPo schreibt:

    Danke für die vielen guten Lesetipps, die ich immer sehr gerne verfolge! Ein perfekter Freund wird dann mein nächster Suter … Der letzte Weynfeldt gibt es übrigens auch als ungekürztes Hörbuch gelesen von dem überragenden Gert Heidenreich. Ebenso wie Allmen und die Libellen, bei dem ich aus dem Schmunzeln gar nicht mehr herauskam. Wahrscheinlich weil ich seit 3 Jahren in Zürich lebe und die Zürcher Gesellschaft dort so treffend beschrieben wird (will sagen Charaktere und Atmosphäre sind klasse, da verzeihe ich den etwas konstruierten Plot). Suter hat eine Leichtigkeit in seinem Stil, die mir sehr gefällt.

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