Seriell gesehen

„Bonanza“, „Daktari“, „Die Leute von der Shiloh Ranch“, „Drei Engel für Charlie“, „Detektiv Rockford“, „Die Zwei“ (hatte die beste Titelmusik ever), „Der Kommissar“ – ich war wohl schon früh ein Serienjunkie. Immerhin hatten diese Serien den Vorteil, dass man nicht zwingend die vorhergehenden Teile gesehen haben musste, da die einzelnen Folgen in sich abgeschlossen waren. Später dann „Dallas“, „Denver Clan“, „Falcon Crest“ – hier war es durchaus sinnvoll, dran zu bleiben, wollte man verstehen, worum die ganze Aufregung eigentlich ging. Am schlimmsten war die „Lindenstraße“, nach ein paar Wochen Urlaub kapierte man erst mal gar nichts mehr. Auch heute sehe ich mir gern Serien an: „24“, „Damages“, „Mad Men“, „Big Bang Theory“, „How I met your Mother“, „West Wing“, „Boardwalk Empire“, „Tudors“, „Borgias“, „Dexter“, „Game of Thrones“ – you name it.

Bei Bücherserien ist es anders. Dabei haben sie durchaus einen ähnlich angenehmen Effekt: Die Personen sind einem alte Bekannte und man kann sich sanft berieseln und spannend unterhalten lassen. Bei gut gemachten Fernsehserien will ich wissen, wie es weiter geht. Sind die Buchserien aber allzu vielbändig, steige ich vor der Zeit aus. Entsprechend gefiel mir die kleine Cozy-Crime-Serie von Walter Satterthwait. Und wohl vor allem meiner Vorliebe für Vampire ist es zu verdanken, dass ich alle Bände der Sookie-Stackhouse-Serie verschlang, die dann auch noch hervorragend unter dem Titel „True Blood“ als Fernsehserie umgesetzt wurde. Mit dem besten Vorspann ever.

Nun habe ich den vierten Teil der Serie um Thursday Next gelesen, den ersten habe ich euch ja bereits empfohlen. Den zweiten Teil fand ich übrigens lange nicht so gut wie den ersten und ich bereute bereits, dass ich schon den dritten Teil gekauft hatte. Der aber fand zur einstigen Größe zurück und ich kaufte mir den vierten Teil, der ebenfalls wieder sehr gelungen war. Rezensionen dazu gibt es beim Flattersatz.

Noch zwei weitere Teile dieser Serie gibt es, aber bevor ich weiter mache, lese ich das neue Buch von Kate Atkinson, Life after Life. Eine meiner Lieblingsautorinnen schreibt über eines meiner Lieblingsthemen (Zeitreisen). Und dieses Buch ist endlich einmal nicht Teil ihrer Jackson-Brodie-Serie, sondern ein Roman – ich freu mich drauf!

Über Petra Gust-Kazakos

Fiel als Kind in eine Buchstabensuppe; Femme de lettres, virtuelle Salonière, Public Relations Managerin, Autorin, stets lese- & reiselustig https://phileablog.wordpress.com/
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4 Antworten zu Seriell gesehen

  1. B.ee schreibt:

    Liebe Petra,
    darüber unterhielten wir uns ja heute schon kurz. *lächel*
    Beim Fernsehen sehe ich das aber auch anders. Ich schaue ganz gerne Serien, wenn auch eher ein anderes Genre, bzw., mir fielen dann gleich andere Serien ein: Fraggles, Löwenzahn, O.C. California und meine geliebten Gilmores.

    Bzgl. der Buchreihen konnte mich in der Tat nur Harry Potter so sehr begeistern, dass ich bis zuletzt am Ball blieb, wobei der Ausblick im letzten Band mehr als daneben war. Ach ja und die Reihe von Sarah Douglas „Unterm Weltenbaum“, die war auch bis zum Schluss wirklich gut.

    • Petra Gust-Kazakos schreibt:

      Die Fernsehserien kenne ich zum Teil nur vom Hörensagen, liebe B.ee. Harry Potter gefiel mir 3 Bände lang ausgezeichnet, doch dann kam der Vierte mit der endlosen Spielbeschreibung, da bin ich ausgestiegen. Die andere Buchserie klingt interessant. Liebe Grüße!

  2. Ich liebe es tatsächlich auch, TV-Serien zu gucken, allerdings immer im Original und auf DVD (Werbung und grässliche Übersetzungen verderben mir sonst den Spaß). Buchserien lese ich seltsamerweise eher äußerst selten und steige nach zwei, drei Bänden, die ich mit Freude gelesen habe, schnell wieder aus. Schon interessant, warum die „Sucht“ im einen Fall nicht auf den anderen zu übertragen ist?! Hmm, grübel, LG Mila

    • Petra Gust-Kazakos schreibt:

      Wir schauen auch immer im Original, liebe Mila. Manche Serien sind übersetzt so seltsam, dass man sich wundert, wieso sie im Deutschen überhaupt Erfolg haben konnten, z. B. „The Nanny“. Vielleicht steigen wir bei Buchserien schneller aus, weil Lesen, auch leichten Stoffs, mehr „Aufwand“ bedeutet als bloßes Kucken?

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