Zeitungsfrühstück, Folge 72

Herzlich willkommen zum Zeitungsfrühstück, meine Lieben! Heute am Zeitungsfrühstücksbüffet: Häppchen aus dem Zeitmagazin und der Zeit vom 29. August 2013. Diesmal mit Hinweis auf @NeinQuarterly (we love ü!). Bon ap‘!

Foto: (c) Gerda Kazakou

Foto: (c) Gerda Kazakou

Heilig’s Blechle: Thema Auto im Zeitmagazin

Harald Martenstein schildert in seiner aktuellen Kolumne einen dieser Tage, an dem wirklich alles schiefgeht. Auch beim Autofahren.

In „Fahren Sie doch, wie Sie wollen“ von Henning Sußebach geht es um das Auto der Zukunft. Wie das nach dem Wunsch der Leser aussehen soll, möchte auch ein angehängter Fragebogen wissen. Anregungen daraus wird Lutz Fügener, Professor für Transportation Design an der Hochschule Pforzheim, gemeinsam mit seinem Studenten nutzen, um Zukunftsmodelle zu entwerfen. Dazu äußert er sich auch im Interview „Alles außer fliegen“.

Abrechnung

Bei manchen Themen scheint die Zeit keine eindeutige Position zu beziehen oder beziehen zu wollen. Diesen Eindruck jedenfalls machte mir der Artikel „Die Stunde der Propheten“ von Martin Spiewak, der darin mit drei populären Schulreformern der neueren Zeit abrechnet, mit Gerald Hüther, Richard David Precht und Jesper Juul. Darauf aufmerksam wurde ich über einen Beitrag bei Valeat. Und auch ich muss mich doch sehr wundern, dass Richard David Precht, der vor einigen Monaten noch so ausführlich Raum für seine Thesen (die ich übrigens in Teilen sehr gut fand) in der Zeit bekam, nun so gebasht wird. Wir vermuten, dass die Zeit besonders gern von Lehrerinnen und Lehrern gelesen wird, die sich durch Prechts Thesen angegriffen fühlten, weswegen die Zeit nun versucht, es ihnen wieder recht zu machen.

Twitterstar @NeinQuarterly

Besonders gefreut hat mich der Artikel „#Weltschmerz ist sein Held“ von Nina Pauer über Eric Jarosinski, in der Twitterlandschaft bekannt als @NeinQuarterly. Ich twittere selbst seit geraumer Zeit und folge ihm seit etwa einem Jahr. Er folgt mir übrigens auch, weshalb  ich mich zunehmend geehrt fühle. Denn inzwischen hat er 35.436 Follower, folgt selbst 4.212 Twitterern (Stand heute, 11.40 Uhr) und wurde in den letzten Wochen schon fleißig von diversen Medien als neuer Twitterstar ausgemacht (beispielsweise vom Spiegel oder auch von der Süddeutschen). Seine teils philosophischen, teils sprachwitzigen Tweets versüßen mir die Timeline und ich wundere mich oft, wie er es bei all den Tweets und Followern, mit denen er ja auch kommuniziert, und sei es nur, indem er ihre Anmerkungstweets zu seinen Sprüchen favorisiert oder retweetet, noch irgendetwas anderes machen kann. Im Zeit-Artikel ist zu lesen, dass er seine Stelle als Germanistik-Professor an der Pennsylvania University aufgeben will, um sich ganz dem Twittern zu verschreiben. Nina Pauer prophezeit, er könnte „der erste hauptberufliche Twitter-Künstler werden“ – von mir aus gern : )

Über Petra Gust-Kazakos

Fiel als Kind in eine Buchstabensuppe; Femme de lettres, virtuelle Salonière, Public Relations Managerin, Autorin, stets lese- & reiselustig https://phileablog.wordpress.com/
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15 Antworten zu Zeitungsfrühstück, Folge 72

  1. eulenausathen schreibt:

    Süper. Das ü-Tüpfelchen unter den Twitterern 😉

  2. Thank Susan it’s Sontag 😉 Wir folgen ihm auch sehr gerne und amüsieren uns prächtig! ^nh

  3. kbvollmarblog schreibt:

    Danke, liebe Philea, wie immer sehr aufschlussreich speziell für einen Expat 🙂
    Liebe Grüße und eine feine Woche
    Klausbernd

  4. buzzaldrinsblog schreibt:

    Danke für diesen tollen Twitter Tipp 🙂

  5. 500woerterdiewoche schreibt:

    (Ich weiß, ich bin spät dran…) Könnte es sein, dass die ZEIT nicht unentschlossen ist oder ihren Lehrer-Lesern in den Hintern kriechen möchte, sondern vielmehr die Einstellung vertritt, dass man intelligenten Lesern durchaus konträre Meinungen zumuten darf, auf dass sich ein jeder selbst ein Bild macht? Ich persönlich möchte von meiner Zeitung nicht vorgekaut bekommen, was ich von bestimmten Themen und Thesen zu halten habe – ich möchte sie dargestellt bekommen und, gern, unterschiedliche Meinungen unterschiedlicher Menschen dazu hören. Dass die ZEIT dafür ab und zu beiden Seiten einer Diskussion Raum gibt, rechne ich ihr nicht als Verfehlung, sondern als Vorzug an.

    Eine Zeitung als Ganzes muss doch nicht Positionen beziehen, sie sollte es auch eigentlich nicht! Ihre Aufgabe ist Information und eine Bühne für die (als solche gekennzeichneten) Meinungen einzelner. Den eigenen Standpunkt muss man sich als mündiger Bürger schon selbst erarbeiten.

    • Petra Gust-Kazakos schreibt:

      Besser spät als nie : )
      Gern würde ich dir ja aus vollstem Herzen zustimmen, aber der Fall liegt hier ein bisschen anders. Davon abgesehen, dass Zeitungen sowieso keine neutralen Plattformen sind, sondern immer zumindest gefärbt (eher links, eher konservativ, was auch immer) und damit durchaus an der Meinungsmache beteiligt, war es im konkreten Fall so: Das Nicht-Redaktionsmitglied Precht bekam Raum für seine Thesen. Die konnte man ja nun finden, wie man wollte. Etwas später hat Redaktionsmitglied Spiewak versucht, diese und weitere Thesen zu zerpflücken. Das kann man natürlich machen, aber neutral ist es nicht. Hätte ein anders Nicht-Redaktionsmitglied Raum für eine versuchte Zerpflückung erhalten, so hätte ich das schon neutraler gefunden. So oder so kann mir eine Zeitung zwar etwas servieren, aber kauen und verdauen tu ich das lieber selbst.

  6. Xeniana schreibt:

    Das Zeitungsfrühstück auf deinem Blog ist für mich ein Frühstück, auf das ich mich immer sehr freue . Danke1

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