Zeitungsfrühstück, Folge 74

Herzlich willkommen zum sonntäglichen Zeitungsfrühstück, meine Lieben! Heute wieder am Zeitungsfrühstücksbüffet ein paar Highlights aus dem Zeitmagazin sowie dem Reiseteil der Zeit vom 10. Oktober 2013. Da von den Artikeln, die mir im Feuilleton besonders gefallen haben, keine online sind, wird diesmal ohne Feuilleton gefrühstückt. Bon ap‘!

Foto: (c) Gerda Kazakou

Foto: (c) Gerda Kazakou

Der Doppelname im bürgerlichen Milieu

Das Zeitmagazin steht diesmal ganz im Zeichen von Buchmesse, Frankfurt etc. Beginnen wir dennoch wieder mit Harald Martenstein, der ganz messe- und buchfrei in seiner Kolumne die Bemühungen der FDP um die „Akzeptanz von Doppelnamen“ thematisiert, die bei „eher linken, emanzipatorischen Parteien“ ja „schon früh eine Selbstverständlichkeit gewesen“ seien. Doch die FDP habe „den Doppelnamen tief hinein in die bürgerlichen Milieus getragen“. Aha. Da mag sogar was dran sein, dennoch möchte ich betonen, dass mein Doppelname nichts mit der FDP zu tun hat ; )

Wo die Dichter wohnten

Die Deutschlandkarte veranschaulicht die Standorte von Schriftstellerhäusern, wobei es von Goethe, Schiller, Busch und Brecht besonders viele zu finden gibt. Prima Idee, vielleicht kann man ja beim nächsten Verwandtenbesuch unterwegs welche abklappern.

Frankfurt, deine Würstchen

Auf mehreren Seiten folgen Fotos, Beiträge und Ausgeh- und Einkaufstipps zu Frankfurt, die sind ja vielleicht auch unabhängig von der Buchmesse interessant. Hinweise auf Würstchenbuden suchte ich allerdings vergeblich.

Bücher in Schottland und ein Minimuseum in New York

Aktuelles ist aus dem Reiseteil noch nicht online, aber ich möchte dennoch auf zwei interessante Beiträge verweisen und dann eben auf andere passende Seiten verlinken. In „Schottland, Seite an Seite“ erzählt Reiner Luyken vom schottischen Wigtown, das zwölf Buchhandlungen, aber nur 1.000 Einwohner zählt und den Titel „Nationale Buchstadt“ tragen darf. Außer einem Literaturfestival Ende September hat Wigtown eine Art Dorfschreiberin zu bieten. Denn die Amerikanerin Jessica Fox verliebte sich dort in einen Antiquar und blieb hängen – was sie zu einem Roman verarbeitet hat. Das Buch erscheint 2014 auf Deutsch.

Witzig die Idee der Kuratoren Alex Kalman und Benny Safdie, in einem Frachtenaufzug in Tribeca, NYC, ein Minimuseum mit höchst ungewöhnlichen Exponaten einzurichten. Der Name: Museum. Die Kriterien für die Ausstellungen lauten: keine Kunst, keine Gegenstände von sentimentaler Bedeutung und keine Klassiker. Mehr dazu beispielsweise im Blog der New York Times und einem etwas neueren Artikel der Zeitung.

So, das war’s für heute. Habt noch einen schönen Sonntag!

Über Petra Gust-Kazakos

Fiel als Kind in eine Buchstabensuppe; Femme de lettres, virtuelle Salonière, Public Relations Managerin, Autorin, stets lese- & reiselustig https://phileablog.wordpress.com/
Dieser Beitrag wurde unter Zeitungsfrühstück abgelegt und mit , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

8 Antworten zu Zeitungsfrühstück, Folge 74

  1. nextkabinett schreibt:

    Liebe Petra,
    „Zeitungsfrühstück“ ist ja auch eine großartige Weise, den Sonntag einzuläuten. Die Zeit habe ich seit Giovanni di Lorenzos Sündenfall:“Vorerst gescheitert: Karl-Theodor zu Guttenberg im Gespräch mit Giovanni di Lorenzo.“ größtenteils boykottiert. Bestimmt zu Unrecht, denn die Redaktion kann ja nichts für die Kapriolen ihres Chefredakteurs. Es gibt viele hinreißende Reihen und Serien dort, gerade im Feuilleton: „Tonträger – Das Musik-Blog zwischen Disko und Diskurs“, „Rekorder“, „Kinderlieder“ (http://www.zeit.de/serie/kinderlieder), „Volkslieder“ (http://www.zeit.de/serie/volkslieder), „Wiegenlieder“ (http://www.zeit.de/serie/wiegenlieder) …

    Liebe Grüße,
    Renate

  2. nextkabinett schreibt:

    Ach, Jammer und Elend! Schon wieder versehentlich auf Germanys next Kabinettstisch rebloggt.

    Danke für den Hinweis zu den „Schriftstellerhäusern“. In Germanys next Reiseministerium habe ich über ein ähnlich motiviertes Buch über Jean Paul berichtet: Michael Mayer (Hrsg.) · Jean Paul-Taschenatlas

    Zu den Frankfurt Tipps: Sehr viele Adressen im neuerdings angesagten Schmuddelviertel: Bahnhofsviertel, etliche in good old Sachsenhausen, einige rund um das Museum für Moderne Kunst und den Römer … insgesamt eine ganz gute Auswahl. Dennoch besuche ich die meisten Lokale nicht, weil Frankfurt gastronomisch unfassbar teuer ist. Ja, keine Würtschenbuden. Das ist dumm. Würstchen isst man am besten Donnerstags und Samstags auf dem Erzeugermarkt an der Konstabler Wache oder auf irgendeinem anderen Wochenmarkt: Mittwochs an der Börse nähe Hauptwache und auch samstags auf der Berger Straße in Bornheim, donnerstags an der Bockenheimer Warte, freitags am Sachsenhausener Südbahnhof. Es gibt eigentlich täglich irgendwo in einem Stadtviertel einen Erzeugermarkt. Abends esse ich hier keine Würstchen. Wo ist eine Bude? Eine gute Frage. Doch, klar. Am Römer gibt es einen Stand mit Frankfurter Würstchen, aber nur bis 21 Uhr, glaube ich. Abends gehe ich Apfelwein trinken und esse dann eine Kleinigkeit dazu, Handkäse mit Musik, Sauerkraut oder sowas. Hier gibt es aber an jeder Ecke Imbissstände jeder Art (Thai, Döner, Hamburger usw.), da gibt es dann auch Würstchen.Stark frequentiert sind Burger King an der Hauptwache und dort auch Mac Donalds, der gleich noch an der Konstabler anzutreffen ist. Dort sogar mit einer eigenen Lounge. Aber das ist nichts für mich. Wie gesagt, preislich entspricht dies dem Besuch einer traditionellen Frankfurter Apfelweinkneipe und dort ist es einfach angenehmer.

    • Petra Gust-Kazakos schreibt:

      Doppelt hält besser ; ) Der Taschenatlas klingt interessant – und deine Würstchentipps sind eine famose Ergänzung! Vielleicht solltest du ein Würstchen- und Äppelwoi-Special vor der nächsten Buchmesse online stellen, das wäre doch ein super Service für die Besucherinnen und Besucher : )

      • nextkabinett schreibt:

        Das ist eine ausgezeichnete Idee, liebe Petra. 🙂 Ich hatte dieses Jahr ein Oktoberfest-Special, mit dem ich noch gar nicht fertig geworden bin. Habe das auf’s nächste Jahr verschoben. Auch mal ein Ramadan-Special. Da wäre ein Hessen-Special endlich auch mal angesagt. Ich werde es mir gleich in den Artikeln vormerken. Vielen Dank.

      • Petra Gust-Kazakos schreibt:

        Ui, das freut mich : ) Solche Specials haben ja wirklich den vielbeschworenen Mehrwert für die Leserinnen und Leser, die vorhaben, Oktoberfeste, Buchmessen etc. zu besuchen. Da muss man sich gar nicht nur auf die Zeit et al. verlassen. Solche persönlichen Tipps finde ich auch meist interessanter. Da geht es dann eben mal nicht um Schicki- und In-Kneipen, die sowieso meist keine hohe Halbwertszeit besitzen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s