Shelfie Nr. 26 von Wilhelm Ruprecht Frieling alias Prinz Rupi

Diesmal beehrt der vom Spiegel zum „Bücherprinz“ ernannte Wilhelm Ruprecht Frieling, auch bekannt als Prinz Rupi, die Shelfie-Serie mit seinen Regalen. Rupi hat kürzlich zufällig die Shelfie-Serie hier entdeckt und sich erfreulicherweise gleich bereit gefunden mitzumachen.

Rupi vor Bücherwand

Zunächst möchte ich euch den aktuellen Shelfisten (hab ich gerade ein Wort erfunden oder gibt es das schon?) ein bisschen näher vorstellen: Wilhelm Ruprecht Frieling ist bekannt als unkonventioneller Autor und Verleger. Seine Veröffentlichungen sind zahlreich und finden sich beispielsweise in Publikationen wie Börsenblatt des deutschen Buchhandels, Westermanns Monatshefte, Memo, Der Feinschmecker oder auch im New Yorker. Trends zu setzen und seine Lust am Polemisieren und Polarisieren, gehören sicher zu seinen bekanntesten Eigenschaften.

Der in den wilden 68ern vor dem Kriegsdienst ins damalige Westberlin geflüchtete Westfale publizierte als Dienstleister mit eigenem Unternehmen mehr als zehntausend Texte neuer Autoren in Sammelwerken und Jahrbüchern. Dreitausend weitere Werke erschienen in Einzelbüchern. Henryk M. Broder bewertete sein Programm im Spiegel als „das schrägste, originellste und individuellste Verlagsprogramm weit und breit“. Das Hamburger Nachrichtenmagazin taufte ihn deshalb „Bücherprinz“. Seitdem tritt Rupi auch unter dem Künstlernamen Prinz Rupi auf.

Als Autor schrieb er zwei Dutzend klassische Holzbücher für Verlag Das Beste, ADAC-Verlag, dtv, Nicolai Verlag u. v. a. Er spezialisierte sich auf Ratgeber für Autoren und verfasste unter anderem Standardwerke wie das Wörterbuch der Verlagssprache, Autor sucht Verleger sowie Kindle für Autoren. Aktuell zählt er mit rund 40 lieferbaren E-Books zu den Pionieren im Markt der elektronischen Bücher. Die Zeit nannte ihn „E-Book-Pate“.

Darüberhinaus betreibt Prinz Rupi mehrere Medien-, Kunst-, Literatur- und Musik-Blogs. So leitet er das Portal Literaturzeitschrift.de sowie das zugehörige Blog http://literaturzeitschrift.blog.de, unterstützt die Self-Publishing-Bewegung und wirkt als Produzent im Kulturbereich. Mehr über und von ihm erfahrt ihr hier:
Heimathafen
Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Ruprecht_Frieling
YouTube: http://de.youtube.com/user/PrinzRupi
Twitter: http://twitter.com/Prinz_Rupi
Facebook: http://www.facebook.com/frieling
Google+: https://plus.google.com/+RuprechtFrieling
Bücher: http://www.amazon.de/Wilhelm-Ruprecht-Frieling/e/B001K1NI6G

DSCN0846Wie mir Rupi erzählte, sind seine Regale 1:1-Nachbauten des Bücherregals von Pablo Picasso – das finde ich ja schick! Ich wüsste nicht mal, wie Picassos Regale ausgesehen haben, aber nun weiß ich es doch, in gewisser Weise.

DSCN0847Rupi sagt über seine Lesegewohnheiten: „Als leidenschaftlicher Leser genieße ich Literatur wie eine opulente Mahlzeit. Ich verspeise sie mit Hochgenuss und Lust, schmause, schlecke, schlürfe, schlinge. Bücher bestimmen seit einem halben Jahrhundert mein Leben. Heiß, hungrig und hoch gestimmt stürze ich mich auf jede Neuentdeckung, stopfe die Zeilen wie Salzstangen bündelweise in mich hinein. Ein starkes Manuskript schaltet mein Gedankenkino ein, es entwickelt Bildfolgen titanischer Tiefe.“

DSCN0848„Im behaglichsten Winkel meines Palastes nistet meine Bibliothek. Hier fühle ich mich heimisch. An diesem Ort kann ich einen selbstbestimmten Lebensstil pflegen: in einem Kokon sanfter Träume, in einem Schneckenhaus ungebundener Phantasie.
Bücher sind wie salziges Wasser. Je mehr man davon trinkt, desto durstiger wird man. Ein Bündel bedruckter, sortierter und zusammengeleimter Blätter mit Umschlag, aus kaum mehr und selten weniger Material besteht ein Buch. Es gibt Millionen davon und jedes Einzelne wird genauso bewegt, angepriesen und gehandelt wie Margarine, Malzbier oder Magenbitter.“

DSCN0850„Der Unterschied zu anderen Waren besteht in Inhalt, Sprache, Stil einer Veröffentlichung. Diese Komponenten formen aus dem profanen Alltagsartikel eine geheiligte Ware. Bücher werden selten weggeworfen oder zweckentfremdet. Sie werden selbst ungelesen aufbewahrt, gesammelt, in spezielles Mobiliar gestellt, verehrt, vererbt. Bücher besitzen Ewigkeitswert.“

Der Vergleich mit den Büchern und dem salzigen Wasser gefällt mir gut. Das kennen wir doch alle, die wir das das Lesen lieben: Wir sind süchtig, immer mehr zu lesen. Immerhin nicht die schlechteste Sucht und eine, die uns Vielleser glücklich macht. Bei Rupis Shelfies finde ich die Idee mit den Zeitungsschnipseln auf den Regalen ja besonders faszinierend. Die machen mir richtig Lust, diese Idee zu kopieren und ebenfalls schräge Sprüche auf meine Regale zu kleben. Ich musste dabei spontan an Max Goldt denken, der in seinen Büchern oft Fotos mit schrägen Bildunterschriften versieht.

Ich danke dir sehr herzlich fürs Mitmachen, lieber Rupi!

Über Petra Gust-Kazakos

Fiel als Kind in eine Buchstabensuppe; Femme de lettres, virtuelle Salonière, Public Relations Managerin, Autorin, stets lese- & reiselustig https://phileablog.wordpress.com/
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14 Antworten zu Shelfie Nr. 26 von Wilhelm Ruprecht Frieling alias Prinz Rupi

  1. kormoranflug schreibt:

    Der wird auch immer jünger der Prinz Rupi! 😉

  2. Susanne Haun schreibt:

    Ich bin beeindruckt von den vielen Nachschlagewerken!
    In Wikipedia steht zwar alles aber auch vieles falsch… da ist so ein gutes Fachlexikon doch Gold wert.

    • Prinz_Rupi schreibt:

      Ich sammele Nachschlagewerke – vor allem Lexika, die den jeweiligen Zeitgeist spiegeln. Das beginnt beim »Bilder-Conversations-Lexikon für das deutsche Volk« aus dem Jahre 1841 über »Herders Conversations-Lexikon« von 1899 über »Der Grosse Herder« von 1955 bis hin zu Lexika aus der Neuzeit. Dieses Wissen findet sich nur zu einem Bruchteil im Netz.

  3. puzzleblume schreibt:

    Ich kann mich nicht entscheiden, was mit besser gefällt, Bilder oder Beschreibung.

  4. Frank Duwald schreibt:

    Liebe Petra,
    ich bin der Meinung, dass es mal wieder Zeit für ein neues Shelfie ist. Mein Vorschlag ist Michael Perkampus, der gerade mit seiner neuen Seite „Phantastikon“ Außergewöhnliches leistet.
    Herzliche Grüße
    Frank

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