Der LeseLust-Rabe

Die Nr. 44 des Literaturmagazins Der Rabe wird auch der LeseLust-Rabe genannt, auf ihn war ich besonders gespannt. Nicht, weil man bei mir die Leselust besonders anregen müsste, sondern weil mir das Thema natürlich (abgesehen vom Reisefieber) besonders am Herzen liegt. Und es gab wieder viele wunderbare Texte zu entdecken, die in der Tat Lust auf mehr machten. Einige der Texte nämlich stammen aus Sammlungen, mehrbändigen Werken oder Romanen, etwa die Unterhaltung zwischen Oscar Wilde und Doc Holliday. Sie ist Walter Satterthwaits Roman Wilde West entnommen, den ich mir wohl besorgen muss, denn der Auszug macht – na was? – Leselust natürlich, auf mehr. Ungewöhnliche Begegnungen sind überhaupt eines der großen Themen dieses Raben. So treffen beispielsweise in Arno Schmidts „Vorfall am Eingang zum Elysium“ Cervantes, Fouqué, Goethe, Homer, Poe, Shakespeare und Wieland und in einem Beitrag von Kim Newman, wie der gleichlautende Titel schon sagt „Herr Poe, Herr Kafka und Herr Ewers“. Ein weiteres Highlight war „Der annotierte Father Brown“, in dem sich Stephen Fry über die Fußnotenmanie lustig macht. Alles in allem wieder ein prima Rabe. Herausgegeben wurde die Nr. 44 von Tilo Eckardt und Patrick Niemeyer. Das komplette Inhaltverzeichnis findet ihr hier.

Über Petra Gust-Kazakos

Fiel als Kind in eine Buchstabensuppe; Femme de lettres, virtuelle Salonière, Public Relations Managerin, Autorin, stets lese- & reiselustig https://phileablog.wordpress.com/
Dieser Beitrag wurde unter Lesenswertes abgelegt und mit , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu Der LeseLust-Rabe

  1. Liebe Petra,
    das war ein schöner, auch in Teilen sehr humorvoller Rabe, ich erinnere mich slightly. Leider habe ich ihn nicht mehr, wie so viele andere dieser Vögel (immerhin hat der grüne, der Irland-Rabe überlebt). Ach, es ist ein Elend…
    Liebe Grüsse
    Kai

    • Petra Gust-Kazakos schreibt:

      Lieber Kai, ich hab das Gefühl, meine Raben-Beiträge reißen hier und da immer wieder Wunden auf ; ) Den Irland-Raben habe ich leider nicht, aber dafür noch viele andere schöne Raben, die mir meine Straßenbahnfahrten wirklich sehr verschönern. Liebe Grüße!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s