Lektürenotizen & Neuzugänge

Manesses1In letzter Zeit las und lese ich wieder viel Autobiographisches: Sitwell, Agnelli, Millers Kunst des Lesens, FJRs Tagebücher. Und ich freue mich über wunderbare Neuzugänge in meiner Bibliothek: 38 Manesse-Bändchen warten darauf, einen gebührenden Platz in meinen Regalen zu finden.

Edith Sitzwells Mein exzentrisches Leben enthält unter anderem interessante Erläuterungen zu ihrer Auffassung von Poesie, Rhythmus etc. sowie lustige Seitenhiebe auf die Folgen künstlerischen Tuns und Lebens (Kritiker, eigentümliche Briefe angehender Poeten, absurde Bittbriefe …). Anschließend las ich Wir trugen immer Matrosenkleider, die Lebenserinnerungen Susanna Agnellis; schöne Passagen und runtergeschriebene im Wechsel, erstaunlich unpolitisch in Teilen, las sich dennoch nett weg, allerdings ohne allzu bleibende Eindrücke zu hinterlassen. Und nun der FJRschen Tagebücher zweiter Teil, die sich wieder großartig anlassen. Unterwegs in der Straßenbahn Henry Millers Kunst des Lesens, das sich gut für Leute eignet, die Bücher über Bücher, das Lesen etc. schätzen. Dazwischen genieße ich meine Augenweiden, zum Beispiel Caspar Hendersons Wahre Monster und immer mal wieder den herrlichen Band über Ernst Haeckels „Kunstformen der Natur“ und „Kunstformen aus dem Meer“.

Manesses2Von einem lieben Menschen bekam ich einen ganzen Schwung wunderhübscher Manesse-Bändchen, die aus dem Nachlass seiner Eltern stammen. Ich bin ihm sehr dankbar und voll Vorfreude auf die Perlen, die es zu entdecken gilt, sowie auf etliche Titel, die ich sowieso schon immer mal lesen wollte, aber bislang nicht zur Hand hatte. Dank ihres zierlichen Formats eignen sich die Bändchen zudem perfekt für unterwegs. Nun muss ich nur noch einen schönen Platz für sie finden. Ihr Format ermöglicht Zweireihiges, die dahinter liegenden Bücher wären zwar schlechter zugänglich, aber noch sichtbar. Oder ich sortiere wieder ein paar Bücher aus, mal sehen. Bis dahin können sich die Büchlein noch ein bisschen auf unserem Gästebett ausruhen.

Über Petra Gust-Kazakos

Fiel als Kind in eine Buchstabensuppe; Femme de lettres, virtuelle Salonière, Public Relations Managerin, Autorin, stets lese- & reiselustig https://phileablog.wordpress.com/
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34 Antworten zu Lektürenotizen & Neuzugänge

  1. Pingback: [Philea's] Lektürenotizen & Neuzugänge - #Literatur | netzlesen.de

  2. Pit schreibt:

    Schoen hast Du’s, liebe Petra, mit so viel Buechern um Dich herum. Das ist eines der weniger Dinge, die mir hier (etwas) fehlen. Aber ich komme ohnehin zu wenig zum Lesen. Jedenfalls zum Buecher Lesen.
    Hab‘ ein feines Wochenende,
    Pit

  3. Herr Ärmel schreibt:

    Gratulation zur weitergeleiteten Erbschaft. Bei Manesse sind in der Tat Perlen erschienen. Überdies sind viele Übersetzungen sind noch immer gültig.
    Nachmittäglichleichtsonnie Grüsse aus dem vergnügten Bembelland.

    • Petra Gust-Kazakos schreibt:

      Danke, lieber Herr Ärmel : ) Der Freund hat natürlich einen Teil der Sammlung seiner Eltern behalten, es sind für ihn damit ja auch Erinnerungen verbunden. Aber ich freue mich, wenn ich die ein oder andere Widmung in den Bändchen lese. Der Ehemann hat sie seiner Frau im Laufe ihrer langen Ehe geschenkt. Eine Liebesgeschichte in Büchern … Schöne Samstagabendgrüße!

  4. Pop-Polit schreibt:

    Ich liebe diese Manesse-Bände. Jederzeit sind hier Neuzugänge willkommen…

  5. Tobi schreibt:

    Zwei von den Manesse Bändchen habe ich auch. Die sind echt schick. Aber 38, da bist du erstmal eine Weile beschäftigt.

    Liebe Grüße
    Tobi

  6. buzzaldrinsblog schreibt:

    Da hast du nun ja erst einmal eine ganze Weile etwas zu lesen – ich freue mich für dich und bin schon gespannt, welche der Bücher auf auf deinem Blog landen werden.

    Ich selbst kenne von dieser Reihe aus dem Manesse-Verlag übrigens noch keinen einzigen Band!

    • Petra Gust-Kazakos schreibt:

      Das stimmt, liebe Mara, von diesem unverhofften Bücherschwung werde ich lange zehren. Schön ist das. Ich kannte die Reihe und stand oft bewundernd davor. Bislang hatte ich nur drei davon – und nun so viele, herrlich!

  7. saetzebirgit schreibt:

    Oh, die Manesse-Bücher sind so fein…da kann ich Dein Glück gut nachvollziehen. Die ganzen klassischen Engländer und Amerikaner habe ich früher im Manesse-Format gesammelt…allein schon das Papier! Und schöne Lesetipps gibst doch noch dazu!

    • Petra Gust-Kazakos schreibt:

      Ja, fein ist hier wirklich das richtige Wort, liebe Birgit. Bei den Büchlein sind auch ein paar Engländer und Amerikaner, aber vor allem jede Menge Franzosen und auch Japanisches und Chinesisches, Russisches, Persisches, Türkisches, Arabisches etc. Eine kleine literarische Weltreise in Büchern sozusagen. Liebe Grüße!

  8. J. Kienbaum schreibt:

    Liebe Petra, mich treibt der Neid zu diesem Kommentar. 38 Manesse-Bändchen auf einen Schlag, so ein Glück hätte ich auch gerne. Viel Spaß beim Lesen. lg_jochen

  9. Susanne Haun schreibt:

    Ein paar Manesse-Bänder finden sich auch in meinem Regal. Ich bin jedoch gerade wieder am Reduzieren meiner Bücher, hauptsächlich, um Platz für Neues zu schaffen und um das Extrakt zu erhalten, an dem mir wirklich etwas liegt.

    • Petra Gust-Kazakos schreibt:

      So mache ich das auch immer, liebe Susanne. Man muss nicht alles haben oder behalten. Alle paar Monate gehe ich meine Regale durch und schaue, was sich aussortieren und weitergeben lässt. Ein Extrakt – genau, das soll übrig bleiben, die Essenz meines Leselebens sozusagen. Hab noch einen schönen Abend!

      • Susanne Haun schreibt:

        Schade, dass ihr alle soweit weg wohnt. Sonst könnten wir prima Bücher tauschen. Manchmal lasse ich meine aussortierten Bücher im Flur stehen und frage jeden, der kommt, ob er einen Blick hineinwerfen möchte und ob etwas für diejenige / derjenige dabei ist! Habe ich eine Veranstaltung oder stört es meinen Schönheitssinn, rufe ich eine Nummer in Berlin an, die kostenlos Bücher abholen und die dann in ihrem Kaffee für 1 Euro verkaufen. Ich bin selber gerne dort und kaufe Bücher ein. http://www.cafe-tasso.de/
        Einen schönen Sonntag von Susanne

        • Petra Gust-Kazakos schreibt:

          Stimmt, das wäre klasse, wenn wir untereinander tauschen könnten! Ich frage auch immer erst Freundinnen oder Freunde, ob sie gern ein paar der Bücher hätten. Und der Rest: Bücherschrank, Caritas-Laden, Antiquariat … Hab noch einen schönen Sonntagabend!

  10. Wie ich sehe, hat Dir Sitwells Autobiographie zugesagt.
    Außerdem herzliche Gratulation zu den Manesse-Bändchen – in diesem Umfang ein echt toller Fang!

    Gruß Constanze

    • Petra Gust-Kazakos schreibt:

      Das stimmt, liebe Constanze, die hat mir in der Tat zugesagt. Ich komme in letzter Zeit nur nicht so recht dazu, ausführlicher zu bloggen, daher fielen die Worte dazu etwas knapper aus als es die Autobiographie eigentlich verdient … Liebe Grüße!

  11. IngridW schreibt:

    38 Manesse-Bändchen auf einen Schlag – da hast Du ja eine Menge neues Lesefutter! Und eine Menge zu „räumen“ – einzuräumen, was wahrscheinlich ein kleines Kunststück sein wird 🙂

    • Petra Gust-Kazakos schreibt:

      Wohl wahr, liebe Ingrid! Nur gut, dass im Moment keine Übernachtungsgäste da sind, so können die Büchlein auf dem Bett zwischenlagern, bis mir eine zündende Idee gekommen ist, wo ich sie am besten einräumen kann ; )

  12. juneautumn schreibt:

    Wow, auch ich bin ein wenig neidisch 🙂 Die würden bei mir wohl ein eigenes Brett bekommen, denn sie sehen zusammen ja bestimmt toll aus! Und als erstes würde ich das lesen, wozu die Stimmung mich an ebenjenem Tage leitet… Ach, das war ja eine schöne Freude im Alltag 🙂

    • Petra Gust-Kazakos schreibt:

      Das ist schön, dass du dich mitfreust : ) Ja, ein eigenes Regal wäre natürlich ideal, bin allerdings nicht sicher, ob ich das hinbekomme … Muss ich wohl noch ein bisschen tüfteln … Liebe Grüße!

  13. perlengazelle schreibt:

    Wohl der, die einen so einen manesseschenkenden Ehemann hat! Bin auch ganz neidisch. Ich habe selbst nur einen einzigen, von Anthony Trollope …

  14. durchleser schreibt:

    Was für ein bibliophil-literarisches Geschenk! Manesse-Bände sind mehr als nur Literatur, Klassiker, es sind fast schon eine Art Handschmeichler in gedruckter Form. Kann das Glück mehr als nach empfinden. Hege und pflege meine Manesse-Sammlung (inzwischen bei 60 Bänden) in jeglicher Hinsicht. Übrigens ist einer meiner Lieblingsbände aus dieser so wunderschönen Buchreihe „Lied ohne Worte“ von Sofia Tolstaja – mehr dazu auch hier: https://durchleser.wordpress.com/2010/07/29/durchgelesen-lied-ohne-worte-v-sofja-tolstaja/

    Literarische Grüsse, Durchleserin

  15. zeilentiger schreibt:

    Das ist ja beeindruckend! Viel Freude mit den neuen Hausgästen. Sie fühlen sich sicher schon wunderbar heimisch. 🙂

  16. Muromez schreibt:

    Da wird man glatt neidisch, bei den vielen kleinen Schätzen. Jüngst durfte ich vier Manesse-Neuzugänge begrüßen, deine Zahl kommt dagegen nicht an – Glückspils 🙂 Schöne Ostern noch!

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