Ex Libris, Exlibris

ExLibris_PZur Besitzklarstellung gibt es viele Möglichkeiten: Man kann beispielsweise seinen Namen ins Buch schreiben oder auch einstempeln. Das Exlibris ist für mich jedoch der schönste Besitzklarsteller. Man zeigt mit einem Exlibris, dass einem ein Buch wirklich lieb is. So jedenfalls sehe ich das und ziere seit Jahrzehnten meine Bücher – also die, die ich voraussichtlich behalten werde – mit einem solchen.

Entworfen hat es mir vor vielen Jahren mein Freund Marcus. Wie wir darauf kamen, können wir gar nicht mehr genau rekonstruieren. Wollte ich eins, weil er so gut zeichnen konnte? Oder war er gerade dabei, welche zu entwerfen und ich wollte dann auch eins? Egal, Marcus hat jedenfalls noch weitere Exlibris entworfen, wie ihr sehen könnt.

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Wie macht ihr das, schreibt ihr euren Namen, vielleicht mit Kauf- oder Lesedatum, in eure Bücher? Habt ihr Stempel oder auch Exlibris? Oder macht ihr das gar nicht?

ExLibris_M_02Ich finde es immer schön, wenn ich gebrauchte Bücher kaufe und darin Widmungen, Namen oder eben auch mal ein Exlibris finde. Diese kleinen Andeutungen aus der Vergangenheit geben dem Buch seine eigene Geschichte – zumindest setze ich mir dann kleine Geschichten zusammen. Ob sie stimmen, ist dabei eigentlich gar nicht so wichtig.

Bei Druckschrift findet ihr übrigens eine schöne Besprechung zu einem tollen Buch über Exlibris von Anneliese Schmitt.

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Über Petra Gust-Kazakos

Fiel als Kind in eine Buchstabensuppe; Femme de lettres, virtuelle Salonière, Public Relations Managerin, Autorin, stets lese- & reiselustig https://phileablog.wordpress.com/
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31 Antworten zu Ex Libris, Exlibris

  1. Pingback: [Philea's] Ex Libris, Exlibris - #Literatur | netzlesen.de

  2. Herr Ärmel schreibt:

    „…Man zeigt mit einem Exlibris, dass einem ein Buch wirklich lieb is.“ Also ein exliebis quasi 😉
    Klare Frage, klare Antwort. In jungen Jahren habe ich durchaus meinen Namen in meine Bücher geschrieben. Wegen der Besitzanzeige, vielleicht auch aus jugendlichem Stolz, im Fall des Verleihens war der Namenszug praktisch (jedoch nicht immer).
    Irgendwann als ich häufiger und mehr Bücher kaufte und gelegentlich auch wieder an Antiquariate verlaufte, habe ich es gelassen.
    Über ein Exlibris habe ich früher öfter nachgedacht, habe mir auch etliche entworfen, aber nie eines davon drucken lassen.
    Inzwischen habe ich etliche Bücher mit den Exlibris bekannter Menschen. Die schaue ich mir gelegentlich gerne an.
    Schöne wochenendliche Grüsse aus dem Bembelland

    • Petra Gust-Kazakos schreibt:

      Sozusagen, lieber Herr Ärmel : )
      Ich klebte es früher in alle Bücher, inzwischen, weil ich immer mal wieder sichte & aussortiere, nur noch in meine Favoriten. Vielleicht freut sich ja in 100 Jahren noch jemand darüber & denkt sich dazu Geschichten aus …
      Liebe Grüße!

  3. hokuspokus77 schreibt:

    Oh wie hübsch!
    Ich habe einen Stempel mit meinen Initialen, der kommt hauptsächlich in die Bücher, die sich jemand ausleiht 😉
    Eine Zeit lang habe ich mal in die eBooks, die ich manchmal mache, hinten zweckentfremdet ein Exlibris eingefügt, um anzuzeigen, aus welcher Werkstatt das eBook kommt. Bin aber irgendwie davon abgekommen.

  4. saetzeclaudio schreibt:

    Das sind wunderschöne Besitzklarsteller. Meine Frau nennt sie auch Reviermarkierer. Zwischen uns tobt schon seit Jahren ein bibliomanischer Streit, ob man exlibrieren soll oder nicht. Ich habe die Angewohnheit, weil ich zunächst meine, jedes Buch muss auch bei mir bleiben. Leider ist meine Frau eine Auf- und Wegräumerin. Aber mittlerweile sind wir uns einig, dass sie Bücher, die verstauben und die ich nie wiederlesen werde, wegräumen darf, wenn ich exlibrieren darf. Seit ich darf, will ich aber seltsamerweise nicht mehr. Soviel aus den Szenen einer Leser-Ehe.
    Viele Grüße, Claudio.

    • Petra Gust-Kazakos schreibt:

      : ) Bei uns darf jede/r mit ihren/seinen Büchern machen, was sie/er will. Es gibt auch doppelte Exemplare in gleichen oder verschiedenen Sprachen. Die vertragen sich ganz gut. Viele Grüße!

  5. Buchheldin schreibt:

    Oh, die Zeichnungen sind sooo hübsch *.*

    In meinen liebsten Büchern kommen auch Exlibris rein, jedoch solche, die schon vorgefertigt sind und in denen ich nur noch meinen Namen reinschreiben muss..

  6. Herr Hund schreibt:

    Schöne Idee. Mir fielen nur Pannini-Bilder ein, die ich doppelt oder dreifach besitze, z.B. Kalu Uche aus Nigeria, Gignac aus Frankreich oder Miguel Veloso aus Portugal, die könnte ich verwenden. Das ist wahrscheinlich nicht ganz das Gemeinte, doch die Bücher, die liebsten wären markiert. So gesehen, besitze ich mehr Exlibris als Bücher selbst, unverhältnismäßig.

  7. puzzleblume schreibt:

    Wenn ich antiquarisch Bücher erwerbe, mache ich mir auch gern Gedanken über die Namen und Widmungen, aber selbst markiere ich meine Bücher schon seit Jahren nicht mehr, verleihe allerdings auch keine Bücher mehr an Menschen, die man daran erinnern müsste, woher sie das Buch haben. Da es nur noch meinem eigenen Vergnügen dient, lege ich lieber kleine Lesezeichen ein, die mich daran erinnern, bei welchen Gelegenheiten ich das Buch gelesen habe. Kassenzettel aus Urlaubsorten, vierblättrige Kleeblätter, Federn……

  8. Karin schreibt:

    Die gezeigten Exlibris sind zauberhaft, doch bei meiner Sammelleidenschaft würde das zu teuer, deswegen habe ich mir bei Pineider in Florenz vor Jahren einen Prägestempel nur mit Vor- und Nachnamen in Schreibschrift anfertigen lassen und damit markiere ich alle meine Bücher, bei Dünndruckausgaben gar kein leichtes Unterfangen. Die damals vorhandenen unmarkierten Bände auch damit zu versehen, führte fast zum Tennisarm -:)))
    Das Buch über die Exlibris habe ich gleich bestellt, herzlichen Dank für den Tipp.

  9. Druckschrift schreibt:

    Danke für den Link, liebe Petra! – Deine Exlibris sind in der Tat sehr schön. Ich selber habe keine eigenen und bekunde meinen Besitz auch nicht durch Namenseinträge o.ä.

  10. Susanne Haun schreibt:

    Liebe Petra,
    ich kaufe auch gerne Bücher mit Widmung. Sie haben so viel Atmosphäre.
    Ich habe mir vor langen Jahren einen Stempel aus Speckstein geschnitzt. Eigentlich Stempel ich damit meine großen Tuschezeichnungen. Seit ich jedoch studiere, stempel ich damit auch meine Bücher, die ich mit zur Uni nehme. Dort ist es oft so, dass ein Seminar das gleich Buch benutzt und so gibt es keine Diskussionen.
    Einen schönen Samstag von Susanne

    • Petra Gust-Kazakos schreibt:

      Liebe Susanne,
      Speckstein fühlt sich so wunderbar an, finde ich …
      Du als Künstlerin könntest dir ja wundervolle Exlibris selbst gestalten, oder für Freundinnen & Freunde zum Verschenken … Die Bibliophilen wären sicher begeistert!
      Liebe Grüße!

      • Susanne Haun schreibt:

        Liebe Petra,
        ja, Speckstein ist ein sehr schönes Material.
        Ich habe schon oft darüber nachgedacht, mich eine Zeit lang mit Exlibris zu beschäftigen. Im Moment bin ich jedoch zeitlich und auch thematisch so ausgelastet, dass kein Sekündchen dafür noch übrig ist – leider! Liebe Grüße und einen schönen Wochenbeginn von Susanne

  11. Jarg schreibt:

    Früher habe ich mit Kaufdatum und Name markiert. Heute nicht mehr … aber ich habe mir mal – angeregt durch einen großen Exlibrissammler und -kenner in meinem Freundeskreis – ein schönes Holzschnitt von einem Künstler machen lassen. Jetzt müsste ich nur noch anfangen zu tauschen: schöne Art, Grafik zu sammeln!!

  12. Tobi schreibt:

    Ich kannte die Exlibris gar nicht. Ist ja keine schlechte Idee, aber bei mir nicht wirklich nötig, denn ich verleihe meine Bücher nur sehr selten und wenn dann nur in der Familie, wo ich weiß, dass ich die Bücher wieder bekomme.

    Aber eine echt gute Idee, vielleicht brauch ich doch sowas… 😉

    Liebe Grüße
    Tobi

    • Petra Gust-Kazakos schreibt:

      Lieber Tobi,
      ich habe das mit dem Namen reinschreiben und den Exlibris gar nicht mal wegen des Verleihens gemacht. Obwohl das natürlich ein praktischer Nebeneffekt für Leihende ist, falls sie vergessen sollten, von wem sie sich das Buch geliehen hatten. Warum ich es überhaupt mache, weiß ich gar nicht so genau, vielleicht für die Nachwelt? Liebe Grüße!

  13. Pingback: Exlibris | lesestunden

  14. Tobi schreibt:

    Liebe Petra,

    jetzt hab ich auch ein Exlibris. Vielen Dank nochmal, dass du das hier vorgestellt hast. Ich mag die Idee und den Gedanken dahinter echt sehr. Hier gibts mein Exlibris zu bestaunen:
    http://www.lesestunden.de/2015/05/exlibris/

    Liebe Grüße
    Tobi

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