Der Werbe-Rabe

RabenturmDie Nummer 45 des Literaturmagazins Der Rabe behandelt in vielfältigen Beiträgen die Freuden, vor allem aber die Leiden der Werbetreibenden und derer, die in der ein oder anderen Weise die Werbung zur Kenntnis nehmen (müssen). Also eigentlich von allen.

Es beginnt schon wieder höchst vergnüglich, gleich im ersten Beitrag von Ono Mothwurf ein Zitat von Jacques Seguela: „Sagen Sie meiner Mutter nicht, daß ich in der Werbung arbeite. Sie denkt, ich bin Pianist in einem Bordell.“ Mit diesem Zitat, das übrigens in mehreren Beiträgen dieses Raben auftaucht, ist natürlich die Marschrichtung weitgehend vorgegeben. Deshalb fand ich auch besonders jene Beiträge besonders gut, die nicht einfach nur ins Lamento über die dämliche Werbung und die bösen Manipulierer einstimmen, beispielsweise den gerade erwähnten „Ich bin Werber. (Bin ich nicht).“ von Mothwurf, „Glanz und Elend des Erfolgs“ von Howard Luck Gossage oder besonders auch „Für ein Pflichtjahr in der Werbung. Ein durchaus ernstgemeinter Vorschlag“ von Karl Michael Armer.

Da es das wunderbare Literaturmagazin Der Rabe ja leider nicht mehr gibt, müsst ihr bei Interesse nach Exemplaren aus zweiter Hand Ausschau halten. Hier geht’s zum kompletten Inhaltsverzeichnis der Nr. 45.

Über Petra Gust-Kazakos

Fiel als Kind in eine Buchstabensuppe; Femme de lettres, virtuelle Salonière, Public Relations Managerin, Autorin, stets lese- & reiselustig https://phileablog.wordpress.com/
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11 Antworten zu Der Werbe-Rabe

  1. Pingback: [Philea’s] Der Werbe-Rabe – #Literatur

  2. Herr Ärmel schreibt:

    Alle sechzig Raben (oder warens dreiundsechzig?) sind klasse.

    Wenn ich Ihre Begeisterung für Literatur etwas anfachen darf: Kennen Sie die „Literazzia“? Erschienen von 1952 bis 1969, jedes Jahr ein Taschenbuch. Herausgegeben von Hans Reimann.
    Abendspäte Grüsse aus dem hellwachen Bembelland

    • Petra Gust-Kazakos schreibt:

      Oh, Herr, Ärmel, Sie Schlimmer! Das klingt ja auch alles wieder furchtbar interessant, was ich dazu ergoogelte! Haben Sie davon selbst Exemplare, können Sie bestimmte Nummern besonders empfehlen? Herzliche Grüße!

      • Herr Ärmel schreibt:

        Da Hans Reimann vor allem die jährlichen Neuerscheinungen der sezierenden Behandlung unterzog, empfehle ich natürlich alle erschienenen Nummern 🙂
        Sie sollten sich jedoch für die Literaturen jener Epoche interessieren. Das steigert das Vergnügen enorm. Ich habe etliches neu entdeckt und anderes dafür sein lassen, als ich Reimanns offensichtliche Vorlieben und Abneigungen so in etwa auf dem Schirm gehabt hatte.
        Schöne Grüsse vom sommerheissen Schwarzen Berg

  3. dasgrauesofa schreibt:

    Liebe Petra,
    das Zitat von Jacques Seguela ist richtig, richtig gut.
    Schmunzelnde Grüße, Claudia

    • Petra Gust-Kazakos schreibt:

      Das finde ich auch, liebe Claudia : ) Wohl mit ein Grund dafür, dass es mehrfach in diesem Raben auftaucht. Ich kannte es gar nicht, hat aber den Anekdotenschatz gleich sehr bereichert ; ) Liebe Grüße!

  4. The Tastemonials schreibt:

    Das Zitat ist wirklich höchst vergnüglich!! 🙂 Liebe Grüsse, Heike

  5. zeilentiger schreibt:

    Das ist ja ein hübsches Zitat von Seguela!

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