Lektürenotizen zu Jane Eyre

Die Tasche zum Buch

Die Tasche zum Buch

Gestern las ich Jane Eyre zu Ende. Ich weiß nicht, wie oft ich den Roman schon gelesen habe, aber die Lektüre ist immer wieder ein Genuss von der ersten bis zur letzten Seite.

Zum ersten Mal las ich Jane Eyre auf Deutsch. Ich muss etwa 13 Jahre alt gewesen sein und war damals schon völlig fasziniert von der Geschichte um die junge Waise mit dem starken Willen und dem ausgeprägten Wunsch nach Unabhängigkeit, auch innerhalb einer Liebesbeziehung; außerdem denke ich, dass dieser und weitere Romane mit dunklen Helden das Ideal meines Zukünftigen stark geformt haben. Vor allem aber Janes Worte über ihre Beziehung zu ihrem Ehemann und über die Art der Ehe, die sie führen. So heißt es in einer der letzten Passagen gegen Ende des Romans:

“I have now been married ten years. I know what it is to live entirely for and with what I love best on earth. I hold myself supremely blest—blest beyond what language can express; because I am my husband’s life as fully as he is mine. No woman was ever nearer to her mate than I am: ever more absolutely bone of his bone, and flesh of his flesh. I know no weariness of my Edward’s society: he knows none of mine, any more than we each do of the pulsation of the heart that beats in our separate bosoms; consequently, we are ever together. To be together is for us to be at once as free as in solitude, as gay as in company. We talk, I believe, all day long: to talk to each other is but a more animated and an audible thinking. All my confidence is bestowed on him, all his confidence is devoted to me; we are precisely suited in character—perfect concord is the result.” (Charlotte Brontë: Jane Eyre, Bantam Books, Kapitel 37, S. 431f.)

Während meines Studiums las ich Jane Eyre auf Englisch und das noch viele Male, u. a. weil zu meinen Prüfungsthemen die Brontës gehörten. Danach las ich den Roman in meinen Dreißigern wieder, in den Vierzigern und nun noch mal, kurz vor 50. Ich war sehr gespannt, wie ich ihn diesmal finden würde. Auch weil ich einige Wochen zuvor Wuthering Heights erneut gelesen hatte und ein bisschen enttäuscht davon war. Catherine ging mir diesmal schwer auf den Wecker mit ihrem unentschlossenen Getue, immerhin war ihre Tochter interessanter. Alles in allem zähle ich inzwischen Wuthering Heights nicht mehr zu meinen Favoriten, Heathcliff hin oder her.

Wie anders erging es mir mit Jane Eyre! Da ist zunächst die Geschichte selbst: Das arme Waisenkind, das anfangs bei lieblosen Verwandten aufwächst, in einem Internat unter Hunger und Schikanen leidet, dann ihre Jahre als Lehrerin und Gouvernante, in denen sie sich durch eigene Kraft und Wissen eine selbständige Stellung in der Welt erkämpft, ihre Liebe zu Rochester, die Zweifel, das vermasselte Happy End, ihre innere Zerrissenheit zwischen Herz und Verstand (Verstand siegt), ihre Flucht, das Zusammentreffen mit gütigen Seelenverwandten, ein weiterer Heiratsantrag und schließlich das wirkliche Happy End, “Reader, I married him!” Alles drin: Liebe, Leidenschaft, Intrigen, die Stellung der Frau in der Gesellschaft, Kolonialisierung, Berufung, falsche Entscheidungen, Heuchelei, Vergebung und Barmherzigkeit, Selbstverwirklichung durch widrige Umstände und bittere Erfahrungen, aber auch – und das ist das Bemerkenswerte – durch die Liebe.

Bei aller Dramatik gibt es durchaus humorvolle Stellen. Besonders niedlich fand ich immer diesen kleinen Dialog zwischen dem bigotten Brocklehurst und der kleinen Jane:

“No sight so sad as that of a naughty child,” he began, „especially a naughty little girl. Do you know where the wicked go after death?”
“They go to hell,” was my ready and orthodox answer.
“And what is hell? Can you tell me that?”
“A pit full of fire.”
“And should you like to fall into that pit, and to be burning there for ever?”
“No, sir.”
“What must you do to avoid it?”
I deliberated a moment: my answer, when it did come was objectionable: “I must keep in good health and not die.” (Jane Eyre, Kapitel 4, S. 25f.)

Die ganze Geschichte so rund, so außergewöhnlich und sprachlich so wunderbar erzählt. Und dies von einer Frau, die lange zurückgezogen mit ihrer Familie lebte und möglicherweise nie eine solche Liebe kennengelernt hat … In diesem Zusammenhang sei allen Interessierten besonders die Biographie Das Leben der Brontës von Elsemarie Maletzke ans Herz gelegt.

Charlotte Brontë hat uns so viele unvergessliche, einprägsame und prägende Typen geschenkt: die kleine Jane (the poor orphan child), die harte Verwandte Mrs. Reed, bei der Jane aufwachsen soll, der bigotte Mr. Brocklehurst, die zarte hochreligiöse Helen, ihre erste Freundin, die Gouvernante Jane (poor, obscure, plain, and little), Rochester, kein schöner Mann, aber unglaublich faszinierend, für den Jane immer außergewöhnlich sein wird (fairy-born and human-bred). Und nicht zuletzt the mad woman in the attic, Bertha, Rochesters erste Frau.

Für mich unvergesslich ist auch die Sprache, bestimmte Passagen, die mich immer wieder beeindrucken. Schon der erste Satz, die erste Szene: “There was no possibility of taking a walk that day” – es regnet und Jane bedauert nicht, dass der Spaziergang ausfallen muss, denn das schlechte Wetter bietet ihr die Möglichkeit, sich mit einem Buch zurückzuziehen. Das hat mir mit 13 sicher schon deswegen gefallen, weil ich mir in diesem Alter auch nicht viel aus Spaziergängen machte und lieber las.

Eindringlich die Passagen, in denen Jane über die Rolle der Frau nachdenkt oder spricht. Zum Beispiel diese aus dem 12. Kapitel:

“Women are supposed to be very calm generally: but women feel just as men feel; they need exercise for their faculties, and a field for their efforts, as much as their brothers do; they suffer from too rigid a restraint, to absolute a stagnation, precisely as men would suffer; and it is narrow-minded in their more privileged fellow-creatures to say that they ought to confine themselves to making puddings and knitting stockings, to playing on the piano and embroidering bags. It is thoughtless to condemn them, or laugh at them, if they seek to do more or learn more than custom has pronounced necessary for their sex.”

Oder diese hier aus dem 23. Kapitel:

“Do you think I am an automaton? — a machine without feelings? and can bear to have my morsel of bread snatched from my lips, and my drop of living water dashed from my cup? Do you think, because I am poor, obscure, plain, and little, I am soulless and heartless? You think wrong! — I have as much soul as you — and full as much heart! And if God had gifted me with some beauty and much wealth, I should have made it as hard for you to leave me, as it is now for me to leave you. I am not talking to you now through the medium of custom, conventionalities, nor even of mortal flesh: it is my spirit that addresses your spirit; just as if both had passed through the grave, and we stood at God’s feet, equal — as we are!”

In ihrer Eindringlichkeit, ihrem Bestehen auf Gleichheit von Mann und Frau, Reich und Arm haben mich diese Passagen immer an die berühmte Rede Shylocks in Shakespeares Merchant of Venice erinnert, wenngleich es darin natürlich um etwas ganz anderes geht:

“I am a Jew. Hath not a Jew eyes? Hath not a Jew hands, organs, dimensions, senses, affections, passions; fed with the same food, hurt with the same weapons, subject to the same diseases, healed by the same means, warmed and cooled by the same winter and summer as a Christian is? If you prick us do we not bleed? If you tickle us do we not laugh? If you poison us do we not die? And if you wrong us shall we not revenge? If we are like you in the rest, we will resemble you in that. If a Jew wrong a Christian, what is his humility? Revenge. If a Christian wrong a Jew, what should his sufferance be by Christian example? Why, revenge. The villainy you teach me I will execute, and it shall go hard but I will better the instruction.” (III.i.49–61)

Meine Ausgabe von Jane Eyre ist eine inzwischen arg zerlesene aus dem Bantam Verlag (mit einem Vorwort von Joyce Carol Oates). Ich denke daran, mir gelegentlich eine schönere Ausgabe zu kaufen, andererseits enthält meine Fledderausgabe natürlich noch viele Anmerkungen … Schön ist die Ausgabe von Penguin Classics mit den Kastanienblättern; ebenfalls sehr gelungen finde ich die Ausgabe, die auch für die Herstellung meiner Abendtasche verwendet wurde. Sinnreicherweise mit der Abbildung des vom Blitz gespaltenen Kastanienbaums, der sozusagen schon mal seinen Schatten auf die kommenden Ereignisse wirft. Diese Ausgabe ist übrigens von Reader’s Digest (World’s Best Reading Series). Die hatte ich eher als Zeitschrift bzw. praktische Zusammenfassungsbände für das eilige Lesepublikum abgespeichert. Allerdings bringt der Verlag durchaus Bücher und vieles mehr heraus. Ich denke, eine der beiden Ausgaben wird es wohl werden, beide scheinen allerdings nur noch antiquarisch erhältlich zu sein.

Jedenfalls, egal in welcher Ausgabe ich Jane Eyre das nächste Mal lesen werde, es wird ein nächstes Mal geben!

Für Jane-Eyre-Fans hier noch zwei Links:

http://bronteblog.blogspot.com/

http://fuckyeahjaneeyre.tumblr.com/

Über Petra Gust-Kazakos

Fiel als Kind in eine Buchstabensuppe; Femme de lettres, virtuelle Salonière, Public Relations Managerin, Autorin, stets lese- & reiselustig https://phileablog.wordpress.com/
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23 Antworten zu Lektürenotizen zu Jane Eyre

  1. Pingback: [Philea’s] Lektürenotizen zu Jane Eyre – #Literatur

  2. The Tastemonials schreibt:

    Ich liebe dieses Buch auch sehr! Allerdings ist’s bei mir bestimmt 10 Jahre her, dass ich es gelesen habe. Würde jetzt gut passen, es mir wieder auf meinen Bücherstapel zu legen 🙂 Liebe Grüsse und schöne Weihnachten, meine Liebe.. Heike

  3. mannigfaltiges schreibt:

    Ich wollte dieses Buch nie lesen, werde es auch vermutlich nie lesen.
    Aber:
    wenn ich es jemals lesen werde, ist das ganz allein deine Schuld
    bzw. die Schuld deines bezaubernden Leselebenslaufes.
    Lg Erich

    • Petra Gust-Kazakos schreibt:

      Lieber Erich, nun freue ich mich natürlich einerseits über deinen netten Kommentar, andererseits frage ich mich aber, warum du denn das Buch lieber nicht lesen möchtest? Es gibt übrigens auch aus neuerer Zeit eine ziemlich gute Verfilmung, für den Einstieg ; ) Liebe Grüße!

      • mannigfaltiges schreibt:

        Ich kann dir das nicht erklären, die ganze englische Literatur, von Shakespeare bis heute. Irgendwas hält mich zurück. Ich weiß nicht was, kann es nicht erklären. Obwohl: wenn es denn ginge, wäre ich lieber heute als morgen auf den Inseln – je weiter im Norden, je lieber. Ich bin fasziniert von Natur, Musik, den Menschen und allem.Aber die Literatur, ein Buch mit sieben Siegeln…sie ist nicht unbekannt, im Gegenteil, aber nur aus 2er Hand. Wobei du einige Siegel schon gebrochen hast. Vielleicht, irgendwann, an Ort und Stelle. Wer weiß…
        LG Erich

  4. Trippmadam schreibt:

    Jane Eyre habe ich mit 13 Jahren ebenfalls geliebt, später habe ich ihr Lucy Snowe aus „Villette“ und noch später Shirley . Ich traue mich gerade nicht, Wuthering Heights noch einmal zu lesen, weil ich befürchte, davon enttäuscht zu sein. Aber Heathcliff – ich habe nie eine der Verfilmungen von Wuthering Heights gesehen. Ich glaube, keiner der Darsteller hätte Gnade vor meinen Augen gefunden.

  5. Trippmadam schreibt:

    sollte heißen: später habe ich ihr Lucy Snowe aus „Villette“ und noch später Shirley vorgezogen. Charlotte Bronte war definitiv Feministin, auch wenn es das Wort zu ihrer Zeit wohl noch nicht gab. Anne auch, schätze ich, bei Emily bin ich mir nicht sicher.

    • Petra Gust-Kazakos schreibt:

      Als junges Mädchen und junge Frau war ich von Wuthering Heights schwer begeistert, dieses und Jane Eyre waren meine liebsten Brontë-Romane. Übrigens fand ich Laurence Olivier in dieser Uralt-Verfilmung ziemlich gut, habe ich aber auch schon seit Jahrzehnten nicht mehr angeschaut. Vielleicht sähe ich das heute anders …

  6. gkazakou schreibt:

    Ich habe mit Genuss deine Besprechung gelesen, das Buch allerdings nie. Irgendwie geht es mir mit englischen Titeln wie Erich. Ist schon merkwürdig…. Mit Shakespeare ist es bei mir anders, schon mit 14 oder 15 las ich alle seine Dramen im Original, vor allem deshalb, weil das sonst niemand tat. Reine Snobberie, denn ich verstand nicht viel. Später war es dann seine Sprachwucht, die mich umhaute. Und noch später näherte ich mich auch seinem Denken.

    • Petra Gust-Kazakos schreibt:

      Vielen Dank, liebe Gerda! Jaaa, Shakespeare ist natürlich unglaublich großartig! Hihi, ich stelle mir gerade die junge Gerda vor, die ganz snobby ihren englischen Shakespeare liest und versucht, eine verständige Miene zu behalten, auch wenn sie ihn nicht komplett versteht – süß : )
      Aber vielleicht hast du eines Tages ja mal Lust auf Jane Eyre, ist auf jeden Fall ein absolut lesenswerter Klassiker. Liebe Grüße!

  7. Dina schreibt:

    Sehr lesenswert, deine Besprechung!

  8. Stefanie schreibt:

    Oooh, Petra, da geht mir das Herz auf! Ich liebe Jane Eyre! (Hab das Buch ja auch damals in meinen Bücherkoffer gepackt, du erinnerst dich vielleicht.) Wenn ich mein absolutes Lieblingsbuch auserwählen müsste, es wäre Jane Eyre!
    Beim Lesen deiner Lektürenotizen habe ich so viele Parallelen entdeckt. Auch ich war ungefähr 13, als ich das Buch zum ersten Mal gelesen habe. Und auch ich war sofort begeistert, die Geschichte und vor allem die starke, unabhängige Jane haben mich nicht mehr losgelassen. Ebenso Mr. Rochester, der düster-romantische Held. Hach…
    Den ersten Satz liebe ich bis heute. Ein wirklich toller erster Satz, der einen sofort in die Geschichte zieht, auch wenn er etwas ganz Alltägliches beschreibt. (Ich fand übrigens mit 13 auch die Vorstellung, auf einem breiten Fensterbrett hinter einem schweren Vorhang in Büchern zu blättern, wesentlich angenehmer, als bei Wind und Wetter draußen spazieren zu gehen 😉 )
    Nach dem ersten Mal hat es gut 10 Jahre gedauert, bis ich den Roman wieder gelesen hab, diesmal auf Englisch, und vor etwa einem Jahr (?) las ich ihn zum dritten Mal. Jedes Mal bin ich wieder begeistert und ganz beglückt beim Lesen. Und es gibt so vieles zu Entdecken, bei jedem Wiederlesen fallen mir andere Facetten auf. (Mr Rochester zum Beispiel hat für mich mittlerweile ein wenig Glanz verloren. Als Teenager hab ich seine weniger guten Charakterzüge einfach nicht wahrgenommen, vor lauter Schwärmen 😛 )
    Sehr schön finde ich auch die Zitate, die du gewählt hast, Petra. Tolle Stellen! Gerade das Zitat aus Kapitel 23 zeigt so schön, was Jane ausmacht, und ist auch sprachlich so eindringlich und bewegend.
    Danke jedenfalls für diesen anregenden Beitrag. Ich glaube, es ist auch für mich mal wieder Zeit, zu „meiner“ Jane Eyre zu greifen! Um mit deinen Worten diesen (seeehr langen) Kommentar zu schließen: „… es wird ein nächstes Mal geben!“ 🙂
    Liebe Grüße, Stefanie

    • Petra Gust-Kazakos schreibt:

      Ach, wie schön, liebe Stefanie, dass wir hier offenbar einen ganz ähnlichen Leselebenslauf haben, wie Erich das so treffend genannt hat : ) Ja, klar, ich erinnere mich an deinen Bücherkoffer und habe bei der Gelegenheit noch mal dort geschaut, welche Ausgabe du eigentlich hast. Everyman’s Library wäre natürlich auch eine Idee …
      So ein breites Fensterbrett mit Vorhang davor hätte ich damals auch gern gehabt. Inzwischen sitze ich lieber etwas bequemer beim Lesen (man wird ja nicht jünger). Ich freue mich jedenfalls über die gemeinsam geteilten Leseerinnerungen : ) Liebe Grüße!

  9. Mina schreibt:

    Hach Jane, Jane!
    Die Welt wäre so viel ärmer ohne diesen wundervollen Roman!
    Ein absolutes Lieblingsstück!

  10. Tobi schreibt:

    Liebe Petra,

    es ist gar nicht so lange her, dass ich Jane Eyre gelesen habe. Ich habe das Gefühl, dass man einfach nichts falsch machen kann, wenn man einen von diesen großen Klassikern aus dieser Zeit zur Hand nimmt. Ich fand die Dialoge zwischen Jane und Rochester einfach klasse. So vielschichtig und sehr spannend, weil Bronte einen hier immer wieder überrascht hat. Auch die Darstellung dieser Zeit und das Internat fand ich sehr eindrucksvoll. Wenig glaubhaft fand ich dann den Zufall, der Jane zu ihren Verwandten führt. Aber auch das Ausreizen der Vorsehung ist so ein Ding, dass für die Zeit typisch war (wenn ich da auch an Hugo oder Dumas denke, die haben das mal ordentlich auf die Spitze getrieben). Sogar eine echt gelungene Verkleidungsszene war dabei (mit der Wahrsagerin). Einfach klasse, Lesegenuss vom Feinsten.

    Brontës Bild einer emanzipierten Frau hat sie schön gezeichnet und wenn man so über ihr eigenes Schicksal liest, dann findet man darin vermutlich sicherlich auch sie selbst wieder.

    Mir hat das Buch sehr gut gefallen und auch Sturmhöhe fand ich nicht schlecht. Aber an die großen französischen Autoren wie Maupassant, Flaubert, Hugo, Dumas oder Balzac kommt einfach nichts ran. Klar, da vergleiche ich jetzt sozusagen die Premiumklasse untereinander und das macht wenig Sinn, aber was ich damit sagen will ist, dass ein erneuter Griff zu einem bereits gelesenen Buch bei mir wohl eher in die Ecke führen würde. Obwohl, nächstes Jahr erscheint Sturmhöhe als Neuübersetzung beim Hanser Verlag, also kann es doch sein, dass doch das Buch nochmal dran kommt 😉

    Ein sehr schöner Beitrag und ich finde es schön, dass du deine Leidenschaft für dieses Buch teilst, denn über so hochwertige Literatur kann man nicht genug schreiben.

    Liebe Grüße und ein schönes Weihnachtsfest
    Tobi

    • Petra Gust-Kazakos schreibt:

      Vielen Dank, lieber Tobi! Ich wünsche dir auch noch wunderschöne Feiertage mit viel Muße zum Lesen und Musenküsschen für deine immer interessanten Blogbeiträge : )
      Ein Vergleich unter Klassikern ist in der Tat nicht einfach, ich bin auch ehrlich gesagt noch nie auf die Idee gekommen, die französischen mit den englischen zu vergleichen, vielleicht weil sie für mich zu jeweils eigenständig sind. Vergleichen kann man natürlich dennoch.
      Da Jane Eyre eines meiner Lieblingsbücher ist, würde ich sie auf keinen Fall hinter die französischen Klassiker stellen; gerade die Bedeutung des Romans, was die Beschreibung einer unabhängigen Frau und weiblicher Bedürfnisse, Gleichstellung etc. (in jener Zeit!) angeht, erhebt ihn für mich schon mal über den ein oder anderen Klassiker. Auf jeden Fall aber, wenn auch sonst sehr unterschiedliche, auf eine Stufe mit Madame Bovary etc. Aber es bleibt eine interessante Frage, vielleicht lohnte sich dazu mal ein eigener Beitrag …
      Liebe Grüße!

  11. Tinka schreibt:

    Liebe Petra,

    schöner Beitrag, ich liebe Bronte Bücher auch sehr und lese auch total gerne gothic novels. Mir haben beide Bücher sehr gut gefallen, sowohl Jane Eyre als auch Sturmhöhe. Letztens habe ich Sturmhöhe wieder gelesen und hab mir erneut gedacht, dass Emily Bronte eine coole Frau gewesen sein muss. Du hast recht, wahrscheinlich waren es die ersten Feministinnen, aber coole Feministinnen 😉

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