Gefahren des Lesens: Tipps & Tricks, Nr. 1

Gefahren des Lesens: Herabfallende Bücher. Abb. 1

Gefahren des Lesens: Herabfallende Bücher. Abb. 1

Birgit hat in ihrer Besprechung zu den Gefahren des Lesens zwei Gefahren angesprochen (Verletzungsgefahr und Kauflust) und jüngst einen weiteren Beitrag gepostet, der ebenfalls mit dem Thema zusammenhängt (Bibliomane Beschaffungskriminalität). So scheint es mir langsam angeraten, euch, liebe Leserinnen und Leser, mit wertvollen Tipps & Tricks zum Überleben mit der Bibliophilie (oder Bibliomanie) für den Alltag zu versorgen.

Beginnen wir mit Gefahr Nummer eins, die Birgit anspricht, eine Gefahr für Leib und Lesen gleichermaßen: „So hat eine Gesamtausgabe Ringelnatz beispielsweise im Hause Böllinger einen Zehennagel ruiniert. Einen Warnhinweis auf dem Schuber – ‚Achtung, diese Bücher könnten Ihnen auf den Fuß fallen‘ – fand ich jedoch nicht.“

In der Tat, herabfallende Bücher können nicht nur schmerzhafte Folgen für zufällig sich darunter befindliche Personen zeitigen, nein, sie können auch kaputt gehen! Beides gilt es tunlichst zu vermeiden, um dieser Gefahr für Leib und Lesen zu entrinnen. Dabei gibt es besonders zwei Punkte zu beachten: Das Herausziehen von Büchern aus einem Regal und das Stapeln von Büchern auf anderen Ablageflächen.

Beginnen wir mit dem Herausziehen von Büchern aus einem Regal. Hier ist es angeraten, Bücher stets in genügend großen bzw. tiefen Regalböden aufzubewahren, sodass sie nicht schon beim Vorbeigehen herausfallen können. Des Weiteren gilt es, das gewünschte Buch stets mit der nötigen Vorsicht herauszuziehen. Insbesondere, wenn quer darüber weitere Bücher lagern, die durch das Herausziehen des Buches in Bewegung geraten und herabstürzen könnten.

Nota bene: Je weiter oben sich das Buch bzw. der Regalboden befindet, umso größer der potenzielle Schmerz, den ein herabfallendes Buch beispielsweise an einem Zeh auslösen kann.

Gefahren des Lesens: Herabfallende Bücher. Abb. 2

Gefahren des Lesens: Herabfallende Bücher. Abb. 2

Kommen wir nun zum zweiten wichtigen Punkt unserer heutigen Tipps & Tricks: Das Stapeln von Büchern auf anderen Ablageflächen (s. auch Abb. 1 und 2). Wenn schon abseits geordneter Regale gestapelt werden muss, so sollte doch möglichst nicht über hüfthoch gestapelt werden, um den potenziellen Schmerz schon im Vorfeld so gering wie möglich zu halten. Besonders geeignet im Hause Gust-Kazakos sind hier praktischerweise die Ablageflächen des Sofas, die einst als Armlehnen konzipiert waren, dafür aber eigentlich nie verwendet wurden. Hier kann wertvolle Fläche sinnvoller genutzt werden als für die Armablage, nämlich für die Buchablage (s. Abb. 2). Falls sich bei euch, liebe Leserinnen und Leser, keine derart geeigneten Armlehnen am Sofa befinden, könntet ihr euch mit Fußschemeln behelfen oder gleich auf dem Boden stapeln, um die Verletzungsgefahr noch mehr einzudämmen. Leider treibt einen das beim Putzen und Staubsaugen in den Wahnsinn, aber man kann eben nicht alles haben.

Bis bald wieder bei den Tipps & Tricks!

Über Petra Gust-Kazakos

Fiel als Kind in eine Buchstabensuppe; Femme de lettres, virtuelle Salonière, Public Relations Managerin, Autorin, stets lese- & reiselustig https://phileablog.wordpress.com/
Dieser Beitrag wurde unter Mensch und Buch abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

22 Antworten zu Gefahren des Lesens: Tipps & Tricks, Nr. 1

  1. Pingback: [Philea’s] Gefahren des Lesens: Tipps & Tricks, Nr. 1 – #Literatur

  2. buchpost schreibt:

    Oh, wie schön, das war ja wirklich überfällig. Auf die Idee mit dem Sofa bin ich auch schon gekommen, aber irgendwann wurde es für mich dann ein bisschen eng, da musste man sich dann wieder etwas anderes einfallen lassen. Bei uns gibt es noch die Variante Blumenhocker, diese neigt aber zu Instabilität. Und die Variante Fensterbank stößt auf erbitterten Widerstand des Mitbewohners. Freue mich auf die weiteren Beiträge in dieser Serie. Kicher. Und einen schönen, unfallfreien Abend. Anna

    • Petra Gust-Kazakos schreibt:

      Liebe Anna, ich freue mich sehr, dass die neue Serie dein Gefallen findet und hoffe, sie wird dir helfen, das Leben mit den Büchern und den Gefahren zu meistern. Wie du schon sagst, sind instabile Ablageflächen weitgehend ungeeignet und Fensterbänke bergen indes die Gefahr, dass man, falls man doch mal irgendwann das Fenster öffnen möchte, in Gedanken versunken den kompletten Stapel zu Boden befördert. Womöglich auf sich darunter befindliche Zehen. Das geht natürlich gar nicht. Insofern ist deinem Mann für seinen womöglich vorausschauenden Widerstand zu danken, wehrt er damit doch Ungemach für eure Zehen ab. Liebe Grüße!

  3. SätzeundSchätze schreibt:

    Fensterbank geht bei mir auch gar nicht – wegen der Sonneneinstrahlung und den Bucheinbänden, die dann verbleichen, ausgilben, überhaupt. Es ist ja kaum zu glauben, wie vielen Gefahren man sich und seine Bücher aussetzen kann. Daher stimme ich Anna zu: Sehr löblich, dass Du diese aufklärende Reihe beginnst 🙂
    Übrigens war das Fiese ja – mein Zeh litt schaden, der Ringelnatz nicht. Oder sollte ich als Bibliomanische sagen: Jott sei Dank nur der Zeh?!

  4. buchpost schreibt:

    Ich sehe schon, das wird nett hier.

  5. Pingback: Allison Hoover Bartlett: The Man Who Loved Books Too Much (2009) – buchpost

  6. Pingback: Alison Hoover Bartlett: The Man Who Loved Books Too Much (2009) – buchpost

  7. nweiss2013 schreibt:

    Das Ganze wird noch unversehens zum Hoch auf diverse, stapelflächenbedürfnislose E-Reader…

  8. Stefanie schreibt:

    Hahaha, großartig! 😀 Danke für diese wunderbaren Tipps & Tricks. Ich mach’s genau falsch.Erst neulich bin ich beim Buch-aus-dem-Regal-Ziehen fast von einem Schmöker erschlagen worden… Also lieber auf dem Boden stapeln?! Ich werde es mal in Betracht ziehen. (Leider habe ich kein Sofa, weder mit noch ohne Armlehnen 😉 )

  9. Hannah schreibt:

    Längst überfällig, eine solche Warnung! Bücher können übrigens auch ziemlich wehtun, wenn man drauftritt (besonders die gebundenen mit ihren harten Ecken). Also nicht hüfthoch stapeln, aber eben auch nicht zu tief, um derartige schmerzhafte Momente zu vermeiden 😉

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s