Lektürenotizen & Inspirationsquellen

Ich lese mit wachsender Begeisterung immer weitere Bände der Krimiserie um „The Honourable Miss Phryne Fisher“ von Kerry Greenwood. Außerdem möchte ich euch zwei Inspirationsquellen für Bücher von Schriftstellerinnen vorstellen, nämlich ein Buch über Leben und (ein bisschen auch) Werk berühmter Schriftstellerinnen sowie einen Test.

Die faszinierende Phryne Fisher

Wie ich neulich schon schrub, hatte ich die Krimi-Serie ohne allzu großen Elan begonnen. Aber sie hat mich inzwischen voll im Griff. Das liegt daran, dass die Bände immer besser werden, sowohl stilistisch als auch was die Lebenswelt im Australien Ende der 1920er-Jahre betrifft.

Ruddy Gore taucht in die Theaterwelt ein und macht einen ganz nebenbei mit einer einst beliebten englischen Operette von Gilbert und Sullivan bekannt (die übrigens einen ziemlich absurden Plot hat, doch sei’s drum). Urn Burial entführt das geneigte Lesepublikum nicht nur in eine (innen)architektonische Monstrosität, ein riesiges Herrenhaus mit etwas Gothic-Novel-Atmosphäre, in dem sich natürlich aufzuklärende Dinge ereignen, sondern auch in eine interessante Höhlenwelt im australischen Bundesstaat Victoria am Snowy River. Derzeit bin ich dabei, Raisins and Almonds zu lesen, das sich intensiv mit der jüdischen Gemeinde Melbournes beschäftigt. Ein Ende meiner Phryne-Fisher-Sucht scheint mir noch nicht absehbar. Sie passt einfach zu gut zu matten Lesenachmittagen während dieses schwül-heißen Sommers.

Schriftstellerinnen!

Schriftstellerinnen! (sic) Leben und Werke berühmter Autorinnen ist ein munter geschriebenes Buch von Katharina Mahrenholtz mit Illustrationen von Dawn Parisi. Außer Klassikern z. B. von den Brontës lassen sich hier viele weitere Schriftstellerinnen aus verschiedenen Jahrhunderten und der ganzen Welt entdecken. Wie das Ausrufezeichen schon nahelegt, wird eher leger über das Leben verschiedener Autorinnen geschrieben. Auch die Gewichtung fand ich manchmal nicht ganz schlüssig. Und natürlich hätte man noch viele weitere aufführen können, aber das ist den Macherinnen bewusst, denn sie erwähnen es am Ende selbst. Ob da ein Termin dräute, der zur Beschränkung mahnte? Oder das Lektorat bestimmte Schwerpunkte legte? Ich weiß es nicht. Aber als Einstieg ins Thema und Ideengeber für künftige Lektüren ist das putzig illustrierte Buch durchaus geeignet.

Selbsttest als Inspirationsquelle

How Many Of The Greatest Books By Women Have You Read?” fragte Arianna Rebolini am 28. März 2014 in einem hübschen Test. Selbiger, der 102 Buchtitel enthält, machte mir nicht nur Spaß, er brachte mich auch auf eine Reihe lesenswerter Bücher, beispielsweise auf Kate Chopins The Awakening. Vielleicht bringt er euch auch auf ein paar gute Ideen für den nächsten Bücherkauf?

Über Petra Gust-Kazakos

Fiel als Kind in eine Buchstabensuppe; Femme de lettres, virtuelle Salonière, Public Relations Managerin, Autorin, stets lese- & reiselustig https://phileablog.wordpress.com/
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13 Antworten zu Lektürenotizen & Inspirationsquellen

  1. Pingback: [Philea’s] Lektürenotizen & Inspirationsquellen – #Literatur

  2. Susanne Haun schreibt:

    Ich höre gerade noch Transatlantik von Colum Mccan. Auch dort geht es um Frauen. Ich mag das Buch. Es ist kurzweilig und nicht dumm aber trotzdem irgendwie romantisch. Das Hörbuch ist 11 Stunden lang und ich habe schon 10 Stunden gehört.
    Danach beginne ich mit The Awakeningn 🙂 . Ich habe gestern euer Sonntagsrezept gekocht, es war lecker, ich hätte nur sehr viel mehr Salz hineintun müssen, die Nudeln waren sehr nüchtern. Vielleicht versuche ich nächstes mal, die Nudeln erst in Salz zu kochen und sie dann noch die letzten 5 Minuten in die Sosse zu geben. Danke für eure vielen Rezepte, ich lese sie gerne!
    Einen schönen Tag von Susanne

    • Petra Gust-Kazakos schreibt:

      Das Hörbuch klingt gut, liebe Susanne, danach werde ich mal Ausschau halten. Meinst du die Kritharakia? Ja, die schlucken unheimlich Gewürz, wir mussten auch nachwürzen. Aber ich esse sie sehr gern : ) Ich freue mich sehr, dass dir unsere Rezepte gefallen/munden, uns macht unser kleines Food Blog auch viel Spaß. Liebe Grüße!

      • Susanne Haun schreibt:

        Ja, ich meine die Kritharakia, am zweiten Tag schmeckte sie noch viel besser – alles war durchgezogen und ich verlängerte sie mit einer Dose gehackte Tomaten, frischen Rosmarin und eine halbe Packung Schafskäse. 🙂 🙂

  3. Stift und Schrift schreibt:

    Ich kenne von dem Duo Mahrenholtz/Parisi das Buch „Literatur! Eine Reise durch die Welt der Bücher“. Das ist (auch) ein flott und unterhaltsam geschriebener Führer durch die Weltliteratur, mit hübschen Illustrationen von Dawn Parisi.

  4. Achim Spengler schreibt:

    Ich schlage verschämt die Hände vor das Gesicht: Etwa ein Fünftel von 102 Büchern gelesen. Zu meiner Ehrenrettung darf ich sagen, dass ich viele der Bücher dieser Liste, auch nicht unter den Bedingungen einer Lesewettbewerbssituation, nie lesen würde. Aus Gründen, die ich in der Kürze hier nicht darlegen kann.

    • Solminore schreibt:

      Wie jede Auswahl, ist auch diese Liste eine höchst … diskussionswürdige Zusammenstellung, vorsichtig formuliert. Eine entsprechende Liste von Werken männlicher Autoren wäre es allerdings ebenfalls.

      • Achim Spengler schreibt:

        Da stimme ich dir zu ….

      • Petra Gust-Kazakos schreibt:

        Klar, das muss man ja nicht so bierernst nehmen. Ein paar sehr gute Namen sind dabei (Charlotte Brontë, George Eliot, Kate Chopin, Edith Wharton, Virginia Woolf, Djuna Barnes, Daphne Du Maurier, Patricia Highsmith, Sylvia Plath, Susan Sontag, Joan Didion, Margaret Atwood, Donna Tartt …), aber natürlich fehlen auch einige. Es ist ne ziemlich bunte Mischung, was ich aber gar nicht übel finde. Man kann ja auch mal einfach zur Entspannung lesen, z. B. Anne Rice. Ich denke, das Gros der Leserinnen und Leser liest tatsächlich ganz gern zur Entspannung ; )

    • Petra Gust-Kazakos schreibt:

      Ich hab die natürlich auch nicht alle gelesen, aber einige der genannten Bücher stehen nicht zuletzt aufgrund dieser inspirierenden Liste schon bereit (im Regal oder auf dem Reader) und harren meiner.

  5. Pingback: Woanders ist es auch schön | READ ON MY DEAR, READ ON.

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