Das Glück des Schreibens

Ein schöner Einstieg ins Thema Englische Schriftstellerinnen und ihre Lebensorte (so auch der Untertitel) ist Luise Berg-Ehlers Buch Das Glück des Schreibens. Wie schon ihr Buch Extravagante Engländerinnen ist auch dieses wieder ansprechend bebildert und insgesamt als hübsches Geschenk geeignet, um Lust auf die weitere Beschäftigung mit englischen Schriftstellerinnen zu machen.

Meinem Faible für schöne „Bilderbücher“ (und dem günstigen Preis des 2nd-Hand-Exemplars) mag’s geschuldet sein, dass ich an diesem Buch nicht vorbeikam. Mich hat der Ansatz der Autorin interessiert, das Eingebundensein diverser Schriftstellerinnen (und das ihrer Figuren) in literarische Landschaften zu beleuchten. Allerdings kommt das insgesamt ein bisschen kürzer als erhofft. Vor allem geht es um das Leben der jeweiligen Schriftstellerin sowie ein paar Zusammenfassungen bekannter Werke. Dabei werden einigen der Schriftstellerinnen Einzelkapitel gewidmet, etwa Jane Austen oder Virginia Woolf, andere wiederum werden „gebündelt“. Natürlich die Schwestern Brontë, aber auch Vita Sackville-West und Nancy Mitford („Schreiben in besseren Kreisen“) sowie etliche Krimiautorinnen. Wobei die in Bündeln vorgestellten Schriftstellerinnen in ähnlicher Weise wie jene mit ihren eigenen Kapiteln behandelt werden, nur eben kürzer. Sprich: Die thematische Zusammenschau hat keine besonderen Auswirkungen auf weitergehende Betrachtungen. Was ein bisschen schade ist.

Optisch gelungen, inhaltlich immerhin eine gute Zusammenstellung, insgesamt geeignet für jemanden, der oder die sich einmal einen groben Überblick über Leben und Werk englischer Schriftstellerinnen verschaffen möchte. Mehr kann man von einem Buch dieses Umfangs vielleicht auch nicht erwarten.

Wer sich nach der Lektüre für weiter- und tiefergehende Informationen interessiert, kann ja zu Biographien, Primär- und Sekundärliteratur greifen. Beispielsweise zu Jane Eyre von Charlotte Brontë und zu der sehr lesenswerten Biographie über die Geschwister von Elsemarie Maletzke. Oder zu Rebecca von Daphne du Maurier und der gelungenen Biographie von Margaret Forster. Immer wieder lohnt sich die Lektüre von Virginia Woolfs Ein Zimmer für sich. Schön, auch zum Ansehen: die Graphic Novel Agatha Christie. Das Leben ist kein Roman von Anne Martinetti, Guillaume Lebeau und Alexandre Franc – eine Biographie der anderen Art.

Auf jeden Fall hat auch dieses Buch von Luise Berg-Ehlers – bzw. das Literaturverzeichnis – meine To-read-Liste bereichert, etwa um einige Romane von Vita Sackville-West, Nancy Mitford und Muriel Spark.

Über Petra Gust-Kazakos

Fiel als Kind in eine Buchstabensuppe; Femme de lettres, virtuelle Salonière, Public Relations Managerin, Autorin, stets lese- & reiselustig https://phileablog.wordpress.com/
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