Griechenland: Altes und Neues entdecken

Unternehmungslust und Mußepflege, viel Erholung und tolle Eindrücke – das fasst unsere Ferien im schönen Griechenland ganz gut zusammen. Ein kleiner Rückblick auf antike und moderne Entdeckungen.

Diesmal hatten wir fast drei Wochen Zeit, das ist natürlich schon mal eine gute Basis für erholsame Ferien. Die Temperaturen waren tagsüber sehr angenehm, selten gab es Regen. Die ersten fast zwei Wochen verbrachten wir in dem kleinen Paradieschen auf der Peleponnes bei meinen Schwiegereltern.

Der schöne verwunschene Garten vor dem Haus war schon beim Morgenkaffee eine Augenweide. Der riesige Jasminbusch blühte und duftete himmlisch, wir hatten einen Gecko im Zimmer (das soll ja Glück bringen) und auch sonst war alles ganz famos.

Sehenswertes: Messene, Delphi, SNFCC und die Platforms Project 2019

Einer unserer Ausflüge führte uns nach einigen Jahren Pause mal wieder nach Messene – ein Ausflug, den ich allen Peleponnes-Reisenden nur wärmstens empfehlen kann! Wir waren schon einmal dort gewesen und sehr angetan. Inzwischen ist das Ausgrabungsgelände weiter erschlossen und doch deckt es erst ein kleines Stück der Ausdehnungsfläche der antiken Stadt ab.

Eine wunderschöne Stadt muss es gewesen sein, in der 35.000 Menschen lebten.

Eingebettet in eine herrliche Landschaft und auch heute noch überaus idyllisch anzuschauen. Eindrucksvoll auch das Arkadische Tor …

 

 

… und der Rest der einst neun Kilometer langen Stadtmauer.

Zur Vor- oder Nachbereitung des Ausflugs nach Messene empfehle ich das Buch Messene, die erträumte Metropole von Eva-Maria Lang und Waltraud Sperlich, die die hochinteressante Geschichte Messenes leicht zugänglich aufbereitet haben.

Ebenfalls sehr sehenswert ist das antike Delphi. Das moderne besteht größtenteils aus Souvenirläden, Tavernen und Hotels. Unser Hotel war etwas außerhalb der kleinen Ortschaft, die übrigens erst Ende des 19. Jahrhunderts entstand, als die Bevölkerung von Kastri wegen der Ausgrabungsarbeiten am antiken Delphi umgesiedelt werden mussten.

Im Gegensatz zu Messene, das sogar von Menschen mit Rollator und Rollstuhl besucht wurde, muss man in Delphi gut zu Fuß sein. Recht steil teilweise schraubt man sich über (alte) Treppen hoch und höher, atemberaubende Aus- und Einblicke inklusive. Unbedingt sollte man sich auch das Museum ansehen!

Delphi war übrigens nicht nur Sitz des bekannten Orakels, hier befindet sich auch der Nabel der Welt. Wieso dieses? Nun, der Sage nach hat Zeus zwei Adler entsandt, einen von Osten nach Westen, einen von Westen nach Osten – und die beiden trafen sich eben genau an dieser Stelle, an der ein eiförmiger Stein nun die Mitte der Welt markiert. Einer anderen Sage nach ist dieser Stein, der Omphalos, als Meteor vom Himmel gefallen: „Pausanias zufolge war er die Weltachse, die mythische Verbindung zwischen Himmel, Erde und Unterwelt. Unter ihm befindet sich angeblich das Grab des Dionysos, auch Python soll unter ihm begraben worden sein.“ [Quelle]

Auf dem Weg von Delphi nach Athen kommt man durch Arachova – und fühlt sich fast in die Schweiz versetzt. Tatsächlich ist der Ort der Beginn eines Skigebiets auf dem Parnass (mein Liebster lernte hier tatsächlich vor vielen Jahren das Skifahren). Auch ohne Schnee ist der Ort ganz wunderhübsch anzusehen. Zudem ist man dort offenbar auch auf der Höhe der Zeit (s. Foto).

Auch in Athen schaffe ich es jedes Mal, etwas Neues zu sehen. Diesmal zeigte mir mein Liebster das sehr imposante Gelände des SNFCC Hier befindet sich die griechische Nationalbibliothek, die Nationaloper …

… und auf dem Dach dieser beiden Gebäude sowie des Parkhauses ein riesengroßer Park mit Olivenbäumen, einem Labyrinth und allerlei mediterraner Bepflanzung. Und einer Wahnsinnsaussicht über Athen und Umgebung!

An unserem letzten Tag besuchten wir die unabhängige Kunstmesse Platforms Project, bei der auch der Cousin meines Liebsten ausstellte, Vasilis Botoulas. Einige seiner Arbeiten kann man zum Beispiel hier sehen oder in diesem Bericht von Gerda. Die Messe jedenfalls ist empfehlenswert, vielleicht schaffen wir es nächstes Jahr wieder dorthin. Hier ein paar Links zu drei weiteren Künstlerinnen, deren Arbeiten mich beeindruckt haben: Sandra Gea, Concha Argüeso und Evi Kirmakidou scheint auf Twitter zu sein.

Ich hoffe, mein kleiner Rückblick macht euch auch ein bisschen Spaß – und vielleicht Vorfreude auf euren nächsten Urlaub : )

Über Petra Gust-Kazakos

Fiel als Kind in eine Buchstabensuppe; Femme de lettres, virtuelle Salonière, Public Relations Managerin, Autorin, stets lese- & reiselustig https://phileablog.wordpress.com/
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19 Antworten zu Griechenland: Altes und Neues entdecken

  1. gkazakou schreibt:

    Schön, danke auch für die links zu anderen Künstlern, denen ich gleich mal nachgehen werde. Liebe Grüße! Gerda

  2. Petra Gust-Kazakos schreibt:

    Sehr gern, liebe Gerda! Es gab noch weitere interessante Künstler*innen, aber ich erinnere mich nicht mehr an alle Namen. Diese Messe jedenfalls hätte dir bestimmt auch gefallen. Liebe Grüße!

  3. Pit schreibt:

    Schoen, liebe Petra, mal wieder von Dir zu lesen, und danke fuer die Informationen und die Fotos.
    Hab’s fein,
    Pit

  4. puzzleblume schreibt:

    Das ist alles sehr schön anzusehen und interessant, wie sowieso einen Beitrag von dir zu lesen.

  5. kormoranflug schreibt:

    Wunderschöner Beitrag. Das verlassene Haus hat Ähnlichkeit mit Villen von Palladio.

  6. Susanne Haun schreibt:

    Liebe Petra,
    Auch von mir Danke für die Links und die schönen Fotos.
    Das Foto von der Nationalbibliothek verursacht ein krippeln in meinen Händen, an den Büchern langzustreichen.
    Liebe Grüße von Susanne

  7. dj7o9 schreibt:

    Tolle Fotos und ein wunderschöner Reisebericht. Wir fahren auch in Kürze nach Athen und dann nach Naxos und ich freue mich schon riesig. Werde mal die Nationalbibliothek für Athen mit auf die Liste der zu besuchenden Orte packen. Gibt es sonst noch Empfehlungen für einen ersten Athen-Besuch? Ganz liebe Grüße, Sabine 🙂

  8. Linda Freimuth schreibt:

    Oooh! Ich liebe auch den Mix aus Alt und Neu! War schon viel zu lange nicht mehr in Athen! Danke für die liebevolle Erinnerung! Hellas ❤

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