Shelfie Nr. 21 von James Conway/Strange Flowers

Shelfies21_JamesConwayDiesmal habe ich das Vergnügen, euch die Shelfies von James Conway zu präsentieren, der das wunderbare Blog Strange Flowers führt. Ich bin ein großer Fan seines Blogs, nicht nur weil ich ohnehin ein Faible für Biographisches habe, sondern auch weil James höchst interessante Persönlichkeiten vorstellt, sehr gut schreibt (auf Englisch) und außerdem seine Beiträge stets mit tollem Bildmaterial ergänzt. James stammt aus Australien, genauer gesagt: aus Sydney, und lebt inzwischen als Autor und Übersetzer in Berlin.

„I love the idea of the shelfie because it tells you what you really want to know about a person. Who isn’t curious about the reading habits of others? When I first go to someone’s home I’m usually mentally calculating the socially acceptable amount of time before I browse my hosts’ bookshelves.”

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“Looking at this selection in my study you won’t be surprised that I am usually drawn to the biography section in any bookshop. While there are a lot more books in the living room, these shelves represent my core interests and the subject matter of my blog Strange Flowers, which I’ve been writing since 2009. I’m fascinated (OK, maybe obsessed) with misfits, bohemians, eccentrics, mavericks, people who didn’t necessarily leave much behind except the facts and legends of their extraordinary lives. That includes the ‘outriders’ who often influence us in ways we barely recognize, like Vali Myers from my home city of Sydney who embodied the Sixties counterculture earlier and more intensely than just about anyone else. Or the early 20th century British artist Augustus John whose bohemian lifestyle set parameters within which many of us reside to this day.”

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“John’s bastard children are all over the Berlin district of Neukölln where I’ve lived since 2006. And the longer I live in Germany the more interested I am in figures from the country’s cultural history who are rarely written about in English such as Hermann von Pückler-Muskau, Valeska Gert, Harry Domela, Anita Berber, the brilliant illustrator Alastair. I’m utterly compelled by bohemian Munich around the beginning of the 20th century – people like Fanny zu Reventlow, Gusto Gräser, Oscar A. H. Schmitz. The biographical singularity is the important thing, so it doesn’t matter if the subjects are poets, artists, scientists, aristocrats, hobos, or if they elude definition entirely. I’m a translator by day and like most bloggers I don’t have enough time left over from paid work and other projects to update as often as I’d like. But it’s been great to find passionate and informed readers who share my interests, and who have often introduced me to new subjects.”

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“I should point out that the bookshelves aren’t always this tidy. As much as I love books I’m not a bibliophile because a book in a glass case is like a bird in a cage. All of my books have signs of wear and use and affection (but no Randnotizen)!”

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No Randnotizen? Das ist interessant und erfordert wahrscheinlich viel Selbstdisziplin. Ich habe sie nicht, besonders wenn ich die Bücher zum Arbeiten nutze – da kann ich mich nicht zurückhalten … Wie James bin auch ich sehr neugierig, wenn ich in einen Leserhaushalt komme, und finde es sehr praktisch, wenn beispielsweise das Essen noch nicht ganz fertig ist, weil ich dann gleich zum Bücherregal gehen kann, ohne unhöflich zu sein ; ) James‘ Begeisterung für ungewöhnliche Menschen ist absolut ansteckend – das habt ihr sicher auch schon beim Lesen bemerkt. Und diese Begeisterung zieht sich durch sein gesamtes Blog, das ich hiermit nochmals wärmstens empfehle.

Dir, lieber James, ganz herzlichen Dank für deine Shelfies und deine Gedanken dazu!

Über Petra Gust-Kazakos

Fiel als Kind in eine Buchstabensuppe; Femme de lettres, virtuelle Salonière, Public Relations Managerin, Autorin, stets lese- & reiselustig https://phileablog.wordpress.com/
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11 Antworten zu Shelfie Nr. 21 von James Conway/Strange Flowers

  1. saetzebirgit schreibt:

    Toll, was in James Bücherregalen steht und toll, dass man durch Deine Aktion, liebe Petra, ständig neue, interessante Blogs entdeckt (kommst Du eigentlich selbst noch zum Lesen?)
    Einen schönen Sonntag!

  2. Pingback: Enemy of the average | Strange Flowers

  3. dasgrauesofa schreibt:

    Liebe Petra,
    ich muss mich Birgit in allen Punkten anschließen und surfe gleich mal zu den Straneg Flowers.
    Viele Grüße, Claudia

  4. Maren Wulf schreibt:

    Liebe Petra, ich gestehe, ich war zunächst ein wenig skeptisch angesichts des Shelfie-Selfie-Projekts, obwohl ich durchaus zu denen gehöre, die sich beim Betreten einer Wohnung fragen, wieviel Zeit man wohl anständigerweise verstreichen lassen muss, bevor man die Bücherregale des Gastgebers unter die Lupe nehmen darf. Aber allmählich werde ich zum Fan. Die Äußerungen der Regal-Besitzer finde ich übrigens oft spannender als die Regale selbst. Danke für die schöne Reihe!

  5. durchleser schreibt:

    Wunderbar! Vor allem, wenn man Monsieur Proust so aus einer Reihe „blinzeln“ sieht….

  6. haushundhirschblog schreibt:

    Wieder ein feinster Beitrag!
    Und manchmal, wie auch hier, ist es ja auch einfach nur spannend zu entdecken, was sich, außer Büchern, sonst noch so in Bücherregalen finden lässt … 😉
    „… a book in a glass case is like a bird in a cage.“: stimmt eigentlich. Das dachten wir auch immer, und denken es noch. Aber gestern erst, als ich einige Bücher aus Platzmangel in den Keller auslagern musste und mir diese Wollmäuse, die sich hinter den Büchern im Regal angesammelt hatten, entgegenkamen, dachte ich tatsächlich erstmals daran … … aber nein, eigentlich dann doch nicht. Naja, mal sehen … :mrgreen:
    Liebe Grüße, mb

    • Petra Gust-Kazakos schreibt:

      Danke dir, liebe mb : ) Ja, gegen Staub sind Glasfronten natürlich sehr hilfreich. Vor allem findet man den richtigen Staub wirklich erst beim Umräumen … gut, dass wir das nicht so oft tun ; ) Liebe Grüße!

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